Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Autogas <-> Diesel
Hallo zusammen, :wink
wenn man sich die explodierenden Kraftstoffpreise anschaut, dann kommt man ja wirklich ins Grübeln. Die Autogasförderung geht noch bis zum 31.12.2018. Stellt sich für mich die Frage - muss es wirklich immer ein Diesel sein? Wenn man sich einen potenten Benziner zulegen würden... sind die wirklich so den Dieseln hinterher als Zugwagen? :scratch:
Autogas wäre ja sonst wirklich eine Alternative!
Travelking
10.11.2007, 21:39
Hallo Frank,
muss es wirklich immer ein Diesel sein? Wenn man sich einen potenten Benziner zulegen würden... sind die wirklich so den Dieseln hinterher als Zugwagen? Kopfkratz
bei ähnlicher Leistung ist sicher der Diesel deutlich im Vorteil. Allerdings ist zu überlegen wieviel KM im Jahr solo und wieviel mit Gespann gefahren werden. Bei meinem nächsten ist es auch nicht mehr sicher ob's ein Diesel wird. Höhere Steuern und steigende Kraftstoffkosten machen den Diesel zunehmend uninteressant.
Kleines Beispiel: Ein Bekannter hat sich einen 2001er BMW 545i mit knapp 110000km auf der Uhr gekauft. Also gerade gut abgehangen ;D Extra's die die Karre nicht hat gibt es nicht bei BMW sagt er (inkl. Luftfederung). Gezahlt hat er knapp 12000€. Auf Gas umrüsten hat ihn nochmal 3000€ gekostet. Also 15000€ für ein absolutes Traumauto. Wenn ich jetzt alles zusammenrechne, Anschaffung, Umbau, Steuern und Unterhalt in Form von Kraftstoff, wird er nicht wirklich teurer fahren als ich mit meinem 1,8er Focht. Klar das Risiko wenn mal was großes kommt ist da. Aber wenn bei einem Diesel mal die Pumpe die Füße streckt wird es auch nicht billig. Zumindest hat mein Bekannter ein ständiges Grinsen im Gesicht.
Hallo Frank,
die Entwicklung der 'Treibstoffpreise' kann man schwer einschätzen. Sicherlich klingt das Thema Autogas nicht schlecht. Ich habe mir mal diese Seite http://www.horbiradio.de/ durchgelesen. Sie ist nicht sehr aktuell und es gibt auch keine Aussage über Verbräuche und schon gar nicht mit einem 1,5t schweren WW, aber es war mir schon einmal interessant.
Wertet man die Seite und spinnt den Gedanken in Richtung Autogas weiter.................
Travelking
10.11.2007, 22:42
Hallo Volker,
nicht uninteressant die Ausführungen auf der Seite aus deinem Link :top
Hallo Zusammen,
ich bin gerade dabei mir zu überlegen, meinen "kleinen" BMW mit Autogas umzurüsten.
Aus subjektiver Empfindung mag ich persönlich eh keinen Diesel.
Mal sehen was dabei rauskommt, die Firma in der mein Bruder arbeitet, bietet die Umrüstung für alle PKW-Fabrikate an.
Werde mal berichten wie es ausgeht.
Super bei uns 1,43 und Gas 0,69.
Gruß Michi
Moin zusammen,
:wink
@ Frank Die Autogasförderung geht noch bis zum 31.12.2018
Autogas (LPG) wird überhaupt nicht gefördert, nur Erdgas (CNG).
Die Umrüstung auf LPG kostet ca. 2.000 - 2.500 € (Vierzylinder), die Umrüstung auf CNG etwa das Doppelte; wenn man nun den Förder-Betrag abzieht sind die Preise fast gleich.
Aber die Idee mit einem starken Benziner hat was - um den Leistungsverlust auszugleichen. Beim Ford Focus 2,0 l mit ursprünglich 145 PS bleiben nach (CNG-) Gas-Umbau noch 129 PS übrig. Und das Drehmoment ist nur unwesentlich höher als bei einem Damenfahrrad. ;D Da ist eine Automatik für uns Gespannfahrer schon fast Pflicht.
Hallo Zusammen,
also mein nächstes Auto wird vsl. wieder ein Benziner mit Autogas, wenn das alles glatt geht.
Am 4.12. wird umgebaut und dann wird mal ausgiebig getestet ob es für mich OK ist.
Es gibt aber noch was zu bedenken, bei der "normalen" Umrüstung auf Autogas, so wie ich das jetzt mache,
braucht der PKW immernoch Benzin zum Betrieb.
Die ersten Sekunden (meist so 25-60 sek.) fährt der PKW mit Benzin bis eine bestimmte Temperatur erreicht ist
und dann wird selbstständig auf Autogas umgeschalten.
Die Steuerlast bleibt also die gleiche.
Bei reinem Gasbetrieb könnte man evtl. auch noch was mit der Steuer machen, wenn die Abgaswerte stimmen
und in eine andere Euro Klasse umgeschrieben werden kann.
Ich werde berichten wenn ich so weit bin.
Mein Umbau kostet vsl. 2300 Euro für den 6-Zylinder.
Gruß Michi
Hallo miteinander,
bei "reinem" Gasbetrieb gibts aber bedeutend weniger Chancen nachzutanken.
Überhaupt würde ich mir das reiflich überlegen, vor allem wenn man öfter ins Ausland fährt.
Das Durcheinander mit den Tanksäulen dürfte dann noch größer werden.
Die ganze Euphorie mit dem Gasumrüsten kann ich angesichts der entstehenden Kosten ohnehin nicht ganz verstehen.
Überlegt doch mal wie lange ihr fahren müßt um das wieder rein zu bekommen, daß lohnt doch nur bei einem Taxi.
Für mich bleibt ein Diesel noch lange erste Wahl, denn zum einen ist der Verbrauch niedriger, der Diesel billiger als Benzin
und das Drehmoment ist der gewichtigste Faktor. Das gleicht die höhere Steuer zumindest aus.
Zu den neuerdings von VW eingesetzten hochgepuschten Benzinern habe ich n o c h kein Vertrauen.
Einmal gibt es noch keine Langzeiterfahrung zur Zuverlässigkeit (Turbolader, Kompressor und viel Elektronik) und
diese Motoren bringen trotzdem noch nicht das Drehmoment eines Diesels, bei immer noch höherem Verbrauch.
Grüße aus Sachsen von Wimet
Hallo Wimet,
wie immer kann man das nur persönlich entscheiden.
Hier war ja auch die Überlegung nach einem etwas stärkeren Benziner im Vergleich zu einem etwas schwächerem Diesel.
Ich schreibe hier mal meine persönliche Meinung dazu:
Ich bin Wenigfahrer mit ca. 14.000 km im Jahr.
Würde ich mir einen Diesel kaufen, müsste ich jedes Jahr ca. die gleiche Km Anzahl fahren um den Steuerunterschied auszugleichen.
Mein Gasumbau rentiert sich aber nach ca. 40.000 km schon.
Wenn ich also einen PKW länger als 2-3 Jahre fahre kann ich sparen.
Beim Gas kann ich auch wenig Kilometer fahren, dafür mit längerer Nutzungsdauer, um zu sparen.
Beim Diesel könnte ich das halt nicht.
Einziger Nachteil, jetzt werde ich vermutlich noch ein klein wenig mehr fahren als vorher.
Ist aber noch nicht so tragisch bei den Gaspreisen.
Wobei ich noch hinzufügen muss, dass ich bestimmt zu 90% mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Arbeitsplatz fahre.
Also fahre ich meinen 12 Jahre alten BMW noch 4-5 Jahre.
Was übrigens noch beachtet werden muss, ob das gewünschte Benzinfahrzeug auch ohne Probleme umgerüstet werden kann.
So ähnlich wie bei den Pflanzenölumrüstungen beim Diesel.
Da gibt es nicht für alle Hersteller eine Freigabe.
Gruß Mich
Travelking
25.11.2007, 11:06
Moin Michi,
Was übrigens noch beachtet werden muss
viel wichtiger wäre für mich beim Alter deines Autos zu berücksichtige ob ich die Anlage problemlos und kostengünstig mit ins nächste Fahrzeug nehmen kann. Was ist wenn dir nächste Woche jemand die Vorfahrt nimmt? Kannst du die Anlage für einen Sechszylinder eventuell auch für einen Vierzylinder nutzen? Usw.
Tja Andre,
das sind Dinge die niemand im Vorraus wissen kann.
Es gibt unterschiedliche Anlagen für 4 und 6-Zylinder in wie weit sich das umbauen lässt kann ich nicht sagen.
Auf einen anderen 6-Zylinder dann schon. Wie kostengünstig wird sich rausstellen.
Generell wäre es möglich diese Anlage in meinen "neuen gebrauchten" BMW eben 6-Zylinder mitzunehmen.
Wobei das nur wenn das Auto auf den Schrottplatz geht, denn zur Rückrüstung müsssen ja ggf. Löcher im Ansaugkrümmer,
der Tank mit Tanköffnung etc. wieder verschlossen werden.
Ohne Unfall hält das Fahrzeug leicht noch 5 Jahre, da habe ich keinerlei bedenken.
8 Jahre private Nutzung von meinem Vater (KFZ-Meister) und jetzt ich.
Gruß Michi
Über den Einsatz von Autogas denke ich nicht wirklich nach ...
a) Das Drehmoment im unteren Bereich ist im Gasbetrieb wohl erstmal nicht zu erreichen (oder hat jemand Zahlen ?)
b) Die Reichweite unseres Zugfahrzeugs würde drastisch reduziert (nix mehr Kufstein mit Wohni ohne Zwischenstop)
c) unsere Urlaubsgebiete würden wir vielleicht noch erreichen, aber nicht wieder verlassen können :devil:
(Klar, mit Benzinbetrieb, aber ich will doch dort nicht an jeder Tanke anhalten müssen ... :cry: )
Hallo Zusammen,
klar gibt es für alles Vor- und Nachteile.
Hatte mich Anfang letzten Jahres auch für einen Diesel interessiert, der im Vergleich zu meinem
jetzigen Benziner in etwa annähernd gleiche Fixkosten hatte.
Ford Focus Tunier mit 90 PS Diesel.
"Getauscht" habe ich dann nicht.
So jetzt habe ich mein Auto wieder.
Autogas ist drin und fährt sich auf den ersten Kilometern ganz gut.
Nach 2000 km muss ich noch zur ersten Inspkektion der Gasanlage, was aber
sicher gut 8 Wochen dauern wird bis es soweit ist, oder vielleicht doch eher :zwinkern:
Nochmal kurz zu den Daten:
BMW 520i Touring, Bj 1995, 160.000 km, 2L-6-Zylinder
Prins Gasanlage mit ca. 60 L Radmuldentank.
Verbrauch muss noch ermittelt werden.
Praxis ist ja auch noch nicht vorhanden.
Werde gerne bei Bedarf meine Erfahrungen hier schreiben wenn es soweit ist.
Gruß Michi
Travelking
07.12.2007, 11:52
Moin Michi,
Werde gerne bei Bedarf meine Erfahrungen hier schreiben wenn es soweit ist.
Ich bitte darum :top
Hallo Andre,
hallo WoCamper,
ich hatte die letzten zwei Tage gelegenheit mein Auto mal etwas ausgiebiger zu testen.
Bin ca. 1300 km unterwegs gewesen nach Peine um mir dort einen WoWa anzuschauen, den ich auch gekauft habe.
Das erste mal habe ich dann Autogas bei mir zu Hause an der Stammtankstelle getankt.
Zwei Adapter für die gängigen Zapfsäulen in D und Teilen von Europa waren mit dabei.
War eigentlich problemlos die Handhabung.
Einzig was stört, womit ich aber bei meinem "kleinen" Tank leben kann ist, dass man ja den Knopf gedrückt halten
muss während des Tankvorganges.
Dauert aber nicht länger als beim Tanken mit Super Benzin.
Auf der Autobahn (Niedersachsen) gibt es keine Versorgungsschwierigkeiten mit Autogas (LPG).
Thüringen sah es auch etwas besser aus als in Nordbayern, war aber vielleicht nur ein Gefühl.
Verbrauch bei 120-140 km/h im Solobetrieb knapp 13l Gas.
Zwar etwas hoch, aber vielleicht lag es auch an den ersten Kilometern überhaupt.
Verbrauch mit ca. 800-850 kg Eriba Troll knapp über 13,5l Gas.
Geschwindigkeit gut 100 km/h + :zwinkern:
Das wiederum finde ich mehr als OK.
Jetzt ist dann auch gleich der Service dran, denn die 2000km sind schon fast voll.
Dann werde ich die Einbauer nochmal auf den Soloverbrauch aufmerksam machen.
Achja, Fahrverhalten:
Finde ich ganz OK, man merkt eigentlich keinen Unterschied zwischen Gas und Benzin.
"Untenrum" gehts zwar mit Benzin etwas spritziger, aber Landstraße und Autobahn merke ich nichts.
Allerdings habe ich nicht versucht Geschwindikeitsrekorde zu brechen, da ja mein Gas-Einbau dazu
da ist die Spritkosten zu senken um es möglichst schnell rentabel zu machen.
Weiteres folgt noch, wenn mal eine Urlaubsreise oder längere Solofahrt ansteht.
Gruß Michi
Travelking
14.12.2007, 14:50
Moin Michi,
Bin ca. 1300 km unterwegs gewesen nach Peine um mir dort einen WoWa anzuschauen, den ich auch gekauft habe.
Vielen Dank für deinen Bericht. Was ist mit 'nem neuen Wowa. Laß mal hören :zwinkern:
Hallo Michi, :wink
über dein Gasbetriebenes Auto haben wir ja deinen Bericht gelesen. :top
Aber nun erzähle mal was über den neuen Wohni, ist er Wintertauglich für Naumburg usw.
:ansage: Nun lasse dir doch nicht alles aus der Nase ziehen erzähle schon, wir sind doch so neugierig.
Hallo zusammen,
wir haben nun unseren neuen Subaru Forester 158 PS mit Original Subaru Gasanlage. Kein, wirklich kein Unterschied im Laufverhalten, ich kann nun mal wieder voller aufs Gaspedal treten und spielen.... Gasverbrauch bei zügige Fahrweise 11 l/100KM, bei ruhiger Fahrweise
10 L. Der Gasvorrat reicht für 500 KM solo, dazu Reichweite Benzin 500-600 KM. Das Tanken ist einfach, der Start findet meist mit Benzin statt, die Umschaltung erfolgt automatisch. Die Höchsatgeschwindigkeit für den Subaru 197 Km/h, die Anhängelast 1880 KG, mit serienmäßiger Niveauregulierung, riesigem Panoramadach und erhöhter Sitzposition. Ich wollte erst einen MB-ML, und seit jahren beobachte ich Subaru. Das Fahrwerk ist genial, die Verarbeitung hochwertig. Das Plastik halt Japan-Standard, aber der Antrieb, einfach genial, mann merkt bei flotter Fahrweise, Subaru ist Rallywweltmeister und versteht etwas von Fahrwewrken. Ausgewogen und neutral.
Ich kaufte den Vorführer, Geschäftswagen des Händlers, mit eingebauter Gasanlage und sparte gute 10.000€, für ein vier Monate altes Auto enorm. Volle Garantie, und das ich den Wagen längerfristig fahren werde, interessiert mich ein Wertverlust nicht. Auch der Mercedes und andere Wagen müssen beim Verkauf Federn lassen, diese Situation kennt jeder, beim Neukauf alles bestens, beim Verkauf ein langes Gesicht. Bin Automobilverkäufer für Renault gewesen und seit Jahren in der Yachtausrüstung tätig. Ich weiß wovon ich rede.
Was nützt mir ein teurer Diesel, wenn zum spontanen verreisen, Wochenendkurztripps, mal eben ins Elsass usw. kein Geld mehr in der Tasche bleibt. Autogas ist eine enstzunehmende Alternative zum Diesel und Benziner. Auf eine Herstellerfreigabe, wie bei Subaru und Opel sollte jedoch geachtet werden, nicht jedes Auto ist sinnvoll gastauglich. Zu dem teuren Einbau muß noch die Wartung (Filterwechsel, Gasprüfung) hinzugerechnet werdne, unterm Strich ist das fahren jedoch um die Hälte günstiger. Jahressteuer 135€ gegen 485€ in in meinem Fall, Versicherung 406€ gegen 769€. Alleine davon läßt sich schon schön verreisen...
Volltanken für 35€ und für über 500 KM Fahrspaß.
Gruß Frank
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