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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kaiserstuhlgebiet / Elsass


Charly
10.03.2008, 21:48
Hallo liebe Wocamper,

einige von Euch fahren ja über Ostern in diese Gegend. Darum habe ich mal wieder in meinen Reiseberichten gekramt und habe folgenden Bericht rausgefischt. Vielleicht ist ja für den einen oder anderen eine Anregung dabei. Vor allen Dingen wünsche ich allen Osterurlaubern einigermaßen gutes Wetter.

Viele Grüße

Karla



Samstag, 1. September 2001


Nachdem wir bei unserer letzten Urlaubsfahrt kläglich in Rohrbrunn gestrandet sind, fahren wir dieses Mal mit einem unsicheren Gefühl los. Es wird ja wohl alles gutgehen?!

Um 6.30 Uhr fahren wir los und sind schon um 11.30 Uhr auf dem Campingplatz Adam in Bühl-Oberbuch. Weil das Wetter so schön ist, machen wir uns, nachdem der Wohnwagen aufgestellt ist, zu einer kleinen Radtour nach Bühl auf. Uns gefällt das hübsche Städtchen. Viele Straßencafès laden zur Einkehr ein.

Sonntag, 2. September

Strahlender Sonnenschein! Wir starten zu einer Radtour an die französische Grenze und schauen uns auf diesem Weg den Campingplatz in Rheinmünster an. Er ist sehr gepflegt, liegt aber ziemlich am „Ende der Welt“.

Auf guten Radwegen radeln wir 40 km durch eine mäßig schöne Landschaft. Es ist ziemlich warm, deshalb stürzen wir uns, als wir wieder auf dem CP „Adam“ sind in die Fluten des platzeigenen Badesees. Wunderbar, die Wassertemperatur ist sehr angenehm.

Montag, 3. September

Noch schöneres Wetter als gestern. Morgens, obwohl noch recht kühl, nehmen wir erst einmal ein Bad im See. Herrlich! Da das Wasser wärmer als die Luft ist, steigen über dem See feine Nebelschwaden auf.

Am Vormittag radeln wir nochmal nach Bühl. In der hübschen Fußgängerzone genießen wir unseren Eiskaffee und auf dem Markt gibt es leckere Himbeeren.

Dienstag, 4. September

Heute ist es kühler und unbeständiger. Wir beschließen, uns Baden-Baden einmal anzusehen. Die Schwarzwald-Hochstraße ist beeindruckend, leider ist es sehr bewölkt und diesig.

In Baden-Baden lugt ein bißchen die Sonne hervor. Wir flanieren ein wenig durch den Ort und finden, dass Bad Ems, wo wir kürzlich waren, irgendwie reizvoller ist. Aber auch Baden-Baden hat seinen eigenen Charme und im Kurhaus und Casino ist es schon recht mondän.

Mittwoch 5. September

Es ist ganz schön kühl geworden, und ich mag heute nicht schwimmen. Nach dem Frühstück machen wir uns zu den Gertelbach Wasserfällen auf. Es wird eine schöne Wanderung durch eine interessante Umgebung. Leider beginnt es etwas zu regnen, die Wege sind ziemlich glitschig, da ist es gut, dass wir unsere Wanderschuhe anhaben. Am Nachmittag ist es wieder trocken, und wir fahren mit dem Rad noch einmal nach Bühl.

Donnerstag, 6. September

Heute wollen wir Straßburg besichtigen. Das Wetter scheint ganz gut zu werden. Wir parken in Kehl, weil wir von dort mit dem Bus nach Straßburg fahren wollen. An der Stadthalle Kehl hält der französische Bus (Linie 21) Richtung Gutenberg Platz. Für 2,10 € pro Person sind wir in 25 Minuten in Straßburg-Mitte. Im Bus treffen wir einen Herrn, der Straßburg gut kennt und mit uns eine kleine Stadtführung unternimmt. Er weiß recht anschaulich von den Intrigen des Bischofs Rohan, in dessen Palast heute ein Museum untergebracht ist, und von dem Porzellanhersteller Hannong zu berichten. Unter anderem erfahren wir, dass der Name Elsass von Ill Sässer, also Ill-Anwohner, herzuleiten ist. Leider beginnt es zu regnen, es wird merklich kühler. Wir verabschieden uns von dem netten Herrn.

Einen Schirm haben wir leider nicht mitgenommen, und wir müssen notgedrungen einen kaufen. An jeder Ecke werden sie feilgeboten, natürlich blau und mit den Europasternen. Schließlich ist in Straßburg ja das europäische Parlament.

Wir besichtigen noch das Münster (Liebfrauenmünster, frz. Cathedrale Notre-Dame). Das Gebäude wurde aus rotem Vogesensandstein errichtet. Der 1439 fertig gestellte Nordturm war mit einer Höhe von 142 m von 1625 bis 1874 das höchste Gebäude der Welt. Der Südturm wurde nie gebaut. Den Eingang des Münsters schmücken die in Stein gehauenen „Klugen und Törichten Jungfrauen.“

Wir machen noch eine Bootsfahrt auf der Ill. Vom Fluß, der den alten Stadtkern umfließt, hat man einen wunderschönen Blick auf die alten Fachwerkhäuser. Besonders schön ist es am Gerberviertel.

Jetzt wird es uns aber wirklich zu kalt. Wir beschließen wieder den Heimweg anzutreten, nicht ohne uns in Kehl mit einem heißen Kakao aufzuwärmen.

Freitag, 7. September

Straßburg hat uns so gut gefallen, und es gibt noch viel zu sehen. Weil es heute nicht mehr regnet, wollen wir noch einmal nach Straßburg fahren. Gestern haben wir einen kleinen kostenlosen Parkplatz in Kehl entdeckt, der nahe der Bushaltestelle liegt. Rechtzeitig sind wir in Straßburg, um heute die berühmte astronomische Uhr um 12 Uhr Straßburger Zeit und 12.30 Uhr MEZ in voller Aktion zu bewundern. Zuvor allerdings müssen wir noch in einer Schlange warten, um unseren Obolus dafür zu entrichten. Dadurch kommen wir etwas zu spät. Durch die vielen Menschen können wir leider nicht die ganze Uhr sehen. Der Blick auf den flügelschlagenden Hahn ist uns verwehrt, aber immerhin können wir sein etwas heiseres „Kikiriki“ hören. Nach diesem kleinen Spektakel verzieht sich die Menge, und wir können die Uhr in Ruhe besichtigen. Die Uhr zeigt die Erdbahn, die Mondbahn und die Bahnen der damals bekannten Planeten (Merkur bis Saturn) an. Am erstaunlichsten ist das Räderwerk, das in der Silvesternacht abläuft und das Basisdatum für die beweglichen Feiertage errechnet.
Wir besuchen anschließend das Musèe Alsacien, in dem Volkskunst und Kunsthandwerk aus dem Elsass dargestellt wird.
Dann bummeln wir durch die vielen Straßen und Gäßchen und bewundern die schönen alten Gebäude. Besonders hat es uns das Maison Kammerzell angetan. Es ist das bekannteste Profangebäude, also kein Sakralgebäude, in Straßburg, gehört zu den schönsten Fachwerkhäusern der deutschen Spätgotik und verfügt über eine reiche Schnitzfassade. Heute ist in dem Gebäude ein Restaurant untergebracht.

Wir sind begeistert von dieser faszinierenden Stadt!


Samstag, 8. September

Regen! Regen! Regen! Wo kommt das viele Wasser her?

In der letzten Nacht habe ich ganz schlecht geschlafen. Erst gegen 9 Uhr wache ich total gerädert auf, ein Gefühl, als hätte man mich verhauen. Mit Kaffee bringe ich mich wieder ein bißchen auf Vordermann.

Am Nachmittag läßt der Regen etwas nach. Vom vielen Rumsitzen sind wir ganz ramdösig. Wir beschließen zu Fuß zum Supermarkt, der etwa 3 km entfernt ist, zu marschieren. Mit Regenjacke und festem Schuhwerk brechen wir auf. Kaum sind wir unterwegs, fängt‘s wieder an zu regnen. Da müssen wir jetzt durch. Als wir aus dem Laden kommen, schüttet es wie aus Kübeln. Im Eingang warten wir auf besseres Wetter, aber im Gegenteil, es wird noch heftiger. Weil es mir langweilig wird, treibe ich mich ein bißchen an einem Schmuckstand rum. Die Verkäuferin fragt, ob sie mir helfen könne. „Ja,“ meint Heri, „stellen Sie den Kran dort oben mal ab!“ Das kann sie natürlich nicht, aber wir kommen mit ihr ins Gespräch. Es stellt sich heraus, dass sie Dauercamperin auf unserem Platz ist, und dass sie gleich dorthin fährt. Sofort frage ich, ob sie uns mitnehmen könne. Sie tut‘s und ich denke: „Die hat uns der Himmel geschickt.“

Nun ist es fast 22 Uhr, und es regnet noch immer. Langweilig war der Tag eigentlich nicht, aber Urlaub sieht anders aus!

Sonntag, 9. September

Heute geht es weiter nach Ihringen, das am Südhang des Kaiserstuhls liegt. Das soll nämlich die wärmste Stadt Deutschlands sein. Na, schau‘n wir mal. Tatsächlich ist das Wetter heute besser. Am Nachmittag können wir bei 19.5 Grad sogar mal in der Sonne sitzen. Mit dem Rad wollen wir noch ein wenig die Gegend erkunden. In einem Ort in der Nähe (Wasenweiler) ist Winzerfest und Töpfermarkt. Es werden dort richtig schöne Töpferwaren feilgeboten. Schon wieder sieht es nach Regen aus. Mit viel Glück erreichen wir vor einem kräftigen Schauer wieder den Campingplatz.

Montag, 10.September

Von wegen wärmste Stadt Deutschlands! Es ist ganz schön kalt und immer wieder gibt es Regenschauer. Am Nachmittag rappeln wir uns auf, ziehen uns warm an und radeln nach Merdingen. Die schöne spätbarocke Pfarrkirche St. Remigius ist sehenswert. Dann entdecken wir, dass in dem Ort ein Weinfest stattfindet. Heri probiert Schäufele mit Sauerkraut und Meerrettich, während ich mich mit Flammkuchen und einem Viertele Wein begnüge.

Dienstag, 11. September

Es soll heute trocken bleiben. Wir brechen zu einer Radtour nach Freiburg, das 27 km entfernt ist, auf. Bis Freiburg gibt es wunderbare Radwege. Die Stadt gefällt uns sehr. Das Freiburger Münster mit seinem 116 m hohen Turm ist das Wahrzeichen der Stadt. Erstaunlicherweise blieb es, sowie ein Teil des Münsterplatzes, bei einem Bombenangriff im November 1944 unversehrt. Die Freiburger Bächle, kleine Wasserrinnen am Straßenrand, findet man in den meisten Gassen und Straßen der Altstadt. Auch sie sind ein Wahrzeichen der Stadt.

Auf der Rückfahrt rufe ich unseren Sohn Thorsten an, und er berichtet uns von dem Anschlag auf das World Trade Center in New York. Wieder auf dem Campingplatz kramen wir unseren Fernseher aus dem Bettkasten und verfolgen entsetzt die Berichte aus Amerika.

Mittwoch, 12. September

Von Colmar haben wir schon viel gehört, also fahren wir heute mal hin. Die Stadt ist größer als gedacht. Es gibt viel zu sehen, und uns wird klar, dass wir ohne Reiseführer sicherlich an vielen Sehenswürdigkeiten einfach vorbeirennen. Wir werden nochmal, besser vorbereitet, hierher fahren. Den echten Elsässer Flammkuchen müssen wir natürlich auch probieren. Er haut uns nicht gerade vom Hocker, man braucht ein scharfes Messer, um ihn kleinzukriegen. Vom Hocker haut uns dann aber der Preis von umgerechnet fast 6.00 DM für ein kleines Fläschchen Mineralwasser.

Donnerstag, 13. September

Laut Wetterbericht soll es heute den ganzen Tag regnen. Also nehmen wir uns nichts Bestimmtes vor. Doch dann fahren wir mal nach Breisach, um es uns näher anzuschauen. Breisach liegt direkt am Rhein und war eine keltisch-römische Festung (Mons Brisiacus). Nach einem Bummel durch die Fußgängerzone wandern wir hinauf zu dem romanischen Stephansmünster aus dem 12. bis 15. Jahrhundert. Darin befinden sich Reste der Wandmalerei des Jüngsten Gerichts von Martin Schongauer und es verfügt über einen herrlich geschnitzen Hochaltar.
Junge Musiker musizieren in der Kirche, und es klingt wunderschön. Ich möchte den ganzen Nachmittag zuhören.

Gott sei Dank irrt heute der Wetterbericht, es regnet nicht immer. So fahren wir noch ein wenig im Kaiserstuhlgebiet umher und entdecken einige nette Örtchen. Besonders gut gefällt uns Burkheim. Dort lassen wir uns leckeren Pflaumenkuchen und Kaffee schmecken. Und da der versprochene Regen nicht kommt, können wir sogar draußen sitzen. Nachdem wir Burkheim mit seinem verschwenderischen Blumenschmuck erkundet haben, besuchen wir noch den Kräuterhof Burkheim. Man kann ihn schon von weitem riechen. Ein Riesenangebot an Tees, Kräutern, Büchern und Geschenkartikeln erwartet uns. Als wir aus dem Laden treten, ist er da – der versprochene Regen.

Freitag, 14. September

O je, wie mußte ich für den Genuß einer Tasse Kaffee am Nachmittag büßen! Erst um 4 Uhr am Morgen schlafe ich ein. Die ganze Nacht hat es „ geplästert“, und es sieht aus, als würde es den ganzen Tag so weitergehen. Nach ein paar Stunden lugt aber ab und zu mal die Sonne hervor. Also brechen wir mit Schirmen bewaffnet zu einer Wanderung auf. Der Weg führt uns durch Weinberge, Wald und Obstwiesen. Es ist eine reizvolle Landschaft; in den Obstwiesen entdecken wir eine Smaragdeidechse, die blitzschnell über den Weg huscht, und im Wald zeigen sich Rehe. Durch das mediterrane Klima gibt es hier eine Vielfalt wärmeliebender Flora und Fauna, u.a. ca. 30 Orchideenarten.

Mittlerweile ist es richtig warm geworden, die Schirme brauchen wir nicht.

Samstag, 15. September

Kalt und windig! Was macht man an so einem Tag? Man entschließt sich, es doch anzugehen und den Kaiserstuhl per Rad zu umrunden. Und siehe da, das Wetter wird so schön, dass wir zeitweise sogar im T-Shirt radeln. 57 km sind es, und auf den letzten 20 km kommt der Wind kräftig von vorne. Da ist man schon froh, wenn man wieder „zu Hause“ ist. Trotzdem reicht die Kraft noch, um eine leckere Kürbissuppe zu kochen und ausgiebig Rummy-Cub zu spielen. Am Abend regnet es wieder, aber das macht ja nichts, wenn es dafür am Tag trocken ist. So ist es ja häufig, also können wir mit dem Wetter noch einigermaßen zufrieden sein.

Sonntag, 16. September

Zu früh gefreut! Kräftige Schauer und 11 Grad. Brrr.... Aber, wie schon an den andern Tagen, gegen Mittag lugt die Sonne hervor. Wir nutzen die Zeit, um das Naherholungsgebiet Lilienthal zu besuchen. Dort befindet sich das Staatliche Versuchsgelände der Abteilung Waldökonomie. Viele verschiedene, teils unbekannte Bäume aus Japan, Nordamerika und dem Himalaya sind zu bewundern. Beeindruckend ist der Mammutbaumwald.

Haben wir ein Glück mit unserer Wanderung gehabt, denn kaum sind wir wieder daheim, geht‘s wieder los. Es gießt und gießt.

Montag, 17. September

Du liebe Zeit, es hat doch in der Nacht genug geregnet, muß es heute morgen denn so weitergehen? 10 Grad tragen auch nicht gerade zur Gemütlichkeit bei. Na, vielleicht ist es ja im Elsass besser. Heute werden wir uns Ribeauvillè und Riquewihr anschauen. Und – oh Wunder – wir können uns wenigstens trockenen Fußes die wunderhübschen Städtchen anschauen.

Ribeauvillè, zu deutsch Rappoltsweiler, hat eine sehr schöne Altstadt mit Resten der Befestigung. Die gotische Kirche stammt aus dem 13. – 15. Jahrhundert. Das Rathaus aus dem 18. Jahrhundert. Die Herren von Rappoltstein waren im Mittelalter als „Pfeifenkönige“ die Schutzherren der elsässischen Spielleute.


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Wir fahren weiter nach Riquewihr (dt. Reichenweiher). Riquewihr gehört aufgrund seines unversehrt erhaltenen Stadtbildes aus dem 16. Jahrhundert zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Es ist eines der bedeutendsten Weinanbauorte des Elsass.



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Nette Lokale gibt es hier, aber um im Freien zu sitzen ist es zu kühl.



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Natürlich probieren wir auch noch den berühmten Gugelhupf, aber so recht mundet uns das Gebäck, dass uns eher an einen Semmel erinnert, nicht.

Wir verabschieden uns von Riquewihr und fahren weiter nach Eguisheim (dt. Egisheim). Der Ort liegt unterhalb eines von einer dreitürmigen Burgruine gekrönten Berges. In Eguisheim wurde 1002 Bruno von Egisheim-Dagsburg geboren, der als Leo IX. Papst wurde.

Reicher Blumenschmuck an den Häusern begeistert uns.

Auf der Rückfahrt schauen wir uns noch einen Campingplatz in Herlisheim an. (Clair Vacances, ACSI CC Nr. 764) Es ist ein schöner familiärer Platz. Wir können uns gut vorstellen, hier mal ein paar Tage zu verweilen, zumal er über ein Schwimmbecken verfügt.

Dienstag, 18. September

Nach einer kalten Nacht mit nur 5 Grad scheint heute morgen die Sonne. Nach dem Frühstück nehme ich ein Sonnenbad, aber der Wind ist kalt, und schnell ziehe ich mich wärmer an. Bis Mittag treiben wir uns auf dem Campingplatz herum, Dauercamper begucken, Schwätzchen mit Nachbarn halten.
Mittags brechen wir dann zu einer kleinen Radtour nach Eichstetten auf, weil da Jahrmarkt sein soll. Als wir ankommen hat er bereits stattgefunden. Ich werde das Gefühl nicht los, dass der Wochenmarkt in unserem Stadtteil größere Ausmaße hat. In der Nähe unseres Campingplatzes ist ein gut sortierter Hofladen. Dort kaufen wir Sauerkraut und Würtstchen und bereiten ein deftiges Essen zu. Heri ist happy – und der Wohnwagen stinkt nach Sauerkraut.

Mittwoch, 19.September

Brrrr.., ist das heute kalt! Winterurlaub ohne Schnee ist nicht so toll. Wir beschließen nach Colmar zu fahren.


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Im dortigen Unterlinden-Museum ist der berühmte Isenheimer Altar von Math. Grünwald ausgestellt. Es handelt sich um einen so genannten Wandelaltar mit drei Schauseiten. Außerdem kann man Funde aus der Römerzeit, Mobiliar aus vergangenen Zeiten, Porzellan von Hannong, Waffen und vieles mehr bewundern.
In der Kirche St. Martin schauen wir uns die berühmte Silbermann-Orgel an. Hören können wir sie leider nicht. Die Altstadt von Colmar ist ebenso reizvoll wie Straßburg.

Nun wollen wir auch noch der interessanten Stadt Neuf-Brisach einen Besuch abstatten. Erbaut wurde die Stadt vom Festungsbauer Vauban, der sie als Planstadt in Form eines Achtecks mit zentralem Exerzierplatz, der heute als Marktplatz genutzt wird, und einem schachbrettförmig angelegtem Straßennetz, als Idealform einer Festungsstadt, anlegte. In der Stadt gab es Unterkünfte für Soldaten und Offiziere, Versorgungseinrichtungen, eine Kirche, Häuser für nicht-militärische Einwohner der verschiedenen Stände sowie eine beeindruckende Anlage aus Mauern, Gräben und Toren um die Stadt.

Wir verlassen Frankreich nicht ohne vorher unser französisches Hartgeld für eine Suppenkelle und einen Schaumlöffel zu „verlidln“.

Am Abend wird es immer ungemütlicher und kühler. Jetzt fängt es auch schon wieder an zu regnen. Spontan beschließen wir, morgen abzureisen.

Es war ein schöner interessanter Urlaub mit vielen neuen Eindrücken, aber ein bißchen besser hätte das Wetter schon sein dürfen.

Charly
10.03.2008, 22:28
Ich hatte eigentlich vor, noch ein paar Fotos mit in den Bericht zu stellen.

Tue mich aber heute abend etwas schwer damit. Ich muß da noch ein bißchen dran arbeiten. Immerhin habe ich es geschafft, sie bis in die Galerie zu praktizieren. Morgen geht es weiter, jetzt bin ich müde.

Gähnende Grüße

Karla

Travelking
11.03.2008, 07:20
Hallo Charly,

einige von Euch fahren ja über Ostern in diese Gegend. Darum habe ich mal wieder in meinen Reiseberichten gekramt und habe folgenden Bericht rausgefischt. Vielleicht ist ja für den einen oder anderen eine Anregung dabei. Vor allen Dingen wünsche ich allen Osterurlaubern einigermaßen gutes Wetter.


Vielen Dank für den ausführlichen Reisebericht. Kam für uns ja gerde noch rechtzeitig. Wenn du mit den Bildern noch Probleme hast kümmer ich mich heute Abend drum. Melde dich dann eben :top

bestmetzi
11.03.2008, 09:31
:wink :wink :wink

Hallo Karla,

wieder mal ein wunderbarer Bericht von Dir. Vielen Dank. Wenn ich Deine Berichte lese, bekomme ich immer Fernweh. :top

Grüßle :devil:

Quenni
13.03.2008, 20:54
Hallo Karla :wink,


ich hoffe Ihr fahrt bald wieder in Urlaub, denn wie immer präsentierst Du uns einen wunderschöner Reisebericht mit tollen Bildern :klatschen , ich freue mich schon auf den Nächsten.