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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : VW Caddy Life 4Motion - Zugwageneigenschaft


tourensauser
11.11.2009, 08:37
Hallo zusammen,

wir Ihr von anderer Stelle des Boards wisst sind wir momentan auf der Suche nach einem neuen Zugfahrzeug.

Anforderungen: Gute Zuladungsmöglichkeiten (Gewicht), großer Kofferraum, Allrad und gute Zugeigenschaften.

Hierbei sind wir über den Caddy mit Allradantrieb gestoplert.

Den gibt es ja als 4motion-Ausführung, allerdings leider nur mit 77 KW / 105 PS. Dieses Treibwerk ist ja auch in unserem Caddy verbaut und ist absolut zufriedenstellend.

Nur bei extremen Steilstücken tut man sich beim Anfahren (im Gespannbetrieb) schwer.

Allerdings haben wir "nur" das 5-Gang-Getriebe.

Der Allrad Caddy verfügt über ein 6-Gang-Getriebe. Kann man hier mit einem besser untersetzten ersten Gang rechnen ? Weiß da jemand genaues ?

Atlan
11.11.2009, 09:49
Das müsste die Getriebeübersetzung des 4MOTION 6-Gang-Schaltgetriebes sein:
Gangstufe 1. 3,769
Gangstufe 2. 2,087
Gangstufe 3. 1,469
Gangstufe 4. 1,098
Gangstufe 5. 1,108
Gangstufe 6. 0,927
Gangstufe R. 4,549

Keine Ahnung was dein Caddy zur Zeit hat...

tourensauser
11.11.2009, 09:56
Hallo Holger,

danke für Deine Info, aber mir sagen die Zahlen nicht wirklich was.

Ich hatte mir Infos / Erfahrungswerte von Insidern erhofft...

CampingNarr
11.11.2009, 11:29
Hallo,
wenn Du mit Schwierigkeiten beim Anfahren den Schlupf meinst, dann ist der beim Allrad nicht mehr vorhanden.
Ansonsten wird die Anhängelast bei 12% Steigung zugelassen.

Caddy habe ich noch nicht gefahren, weder als Fronttriebler noch als Allrad, ich kann nur was zum Passat, T5 und Touareg sagen.

LG wilfried

tourensauser
11.11.2009, 11:51
Hallo Wilfried,

nein ich meinte nicht den Schlupf.

Ich meine folgendes : Bis ich beim Anfahren eine Kraftübertragung ohne Betätigung des Kupplungspedals realisieren kann muss die Kupplung schleifen.

Wenn nun der erste Gang (aufgrund vorhandener 6 Gänge) kürzer untersetzt ist, wäre das ja zum Anfahren am Berg von Vorteil. Ich meine das vom Prinzip her wie bei einer Geländeuntersetzung bei Geländewagen, nur mit natürlich deutlich geringerer Auswirkung :zwinkern:.

Bedeutet im Klartext, daß man sich auch ohne mehr PS besser behelfen könnte, wenn man zum Beispiel auf der ca. 18 % steilen Anfahrt vor der Campingplatzschranke in die Reihe stellen muss.

Ich gehe davon aus, daß das Getriebe aus dem 4Motion Caddy auch in anderen Modellen des Konzerns verbaut ist ?

Eventuell hat hier jemand Erfahrungen und kann das Anfahren in Extremsituaitonen mit den beiden verschiedenen Getriebeversionen miteinander vergleichen ?

Atlan
11.11.2009, 13:10
Hallo tourensauser,

habe noch folgenden Interessanten Beitrag zum Caddy gefunden. Somit kannst
du den Kreis der zu fragenden erweitern:

Beim 4motion-Allradantrieb setzt man auf das gleiche Modul, das auch dem Golf
oder Tiguan das Erklimmen von rutschigen Steigungen ermöglicht. Das aktuelle
Haldex-System der Generation vier liefert die Kraft bei normaler Fahrt zu nahezu
100 Prozent an die Vorderachse. Erst wenn die Räder vorn durchdrehen, macht die
Kupplung zu und transferiert die überschüssige Leistung an die hinteren Räder.
Maximal ebenfalls bis zu 100 Prozent. (http://www.autoplenum.de/Auto/Testberichte/Fahrbericht--VW-Caddy-1-9-TDI-4motion---Spaete-Einsicht-id3372.html)

Gast5654
11.11.2009, 21:42
Hi Stefan,
kommt der skoda Yeti nicht in Frage???
Lg Coraya

tourensauser
11.11.2009, 22:18
Hi ####,

beim Skoda Yeti hat uns -wie bei vielen anderen auch- die Kofferaumgröße nicht zugesagt.

Ansonsten sicher ein klasse Auto :daumen:

Wir sind zu verwöhnt von unserem Transporter, das ist das Problem :angel:

Lofottroll
12.11.2009, 06:23
Also Stefan,

der 4Motion hat die Haldex-Kupplung der 4.Generation drin. Das bedeutet permanenter Allradantrieb. Im günstigen Fall hast du 85 % Antrieb auf den Vorderrädern und 15 % an den Hinterrädern. Bekommen die Vorderräder Schlupf, wird sofort stufenlos der Antrieb an den Hinterrädern erhöht. Das geschieht so feinfühlig, daß du davon nix merkst. Natürlich geht die Verteilung nur bis 50:50, und nicht wie schon geschrieben zu 100% auf die Hinterachse.

Wie dein Getriebe abgestuft ist, kann ich dir nicht sagen. Sollte es in den beiden kleinen Gängen so ausgelegt sein wie bei meinem Tiguan, solltest du auch mit 105 PS keine Probleme beim anfahren haben.

Travelking
12.11.2009, 07:00
Hej Stefan,

bei den 6 Gang Getrieben ist der erste Gang kürzer ausgelegt als bei denen mit 5 Gang. Ich weiß nur die genauen Verhältnisse nicht. Eventuell kann dir da Wilfried ja weiter helfen.

tourensauser
12.11.2009, 07:45
Tach alle zusammen,

ich war gestern kurz bei meinem VW-Händler. Interessanterweise hat der Verkäufer aus der Sparte VW-Nutzfahrzeuge bis vor kurzem einen Caddy 4Motion als Dienstwagen bewegt.

Er war ganz begeistert von dem Teil, auch im direkten Vergleich zu seinem 1,9 TDI Caddy ohne Allrad, den er momentan fährt.

Seine Aussage: Der erste Gang des 6-Gang-Getriebes ist kürzer, der 6.Gang länger übersetzt. Er würde den 4Motion dem Fronttriebler als Zugfahrzeug vorziehen, trotz des schwächeren Motors.

Wie seht Ihr das, hat der Mann Recht ?

@ Werner: Ich war der Meinung, daß in Extremsituationen die Kraft kurzzeitig zu 100 % auf die Hinterräder übertragen wird ? Genau das wäre ja manchmal im Gespannbetrieb mit entsprechend Gewicht auf der Anhängkupplung von Vorteil. Ich denk hier ans Anfahren auf glatten Straßen oder einem Feldweg.

Hat sich da schon wieder was geändert ? :scratch:

Hier wird das noch so beschrieben (runterscrollen bis Haldex-Kupplung): http://de.wikipedia.org/wiki/Syncro

Lofottroll
12.11.2009, 07:56
Danke für den Link, Stefan. OK leichte Korrektur, Kraftverteilung bis 40:60.

Daß bei komplett durchdrehenden Vorderrädern auch mal 100% kurzfristig auf die Hinterräder kommt, habe ich so das erste mal gelesen. Steht auch nicht in der Bedienungsanleitung.

PS selbst auf der Seite von VW ist davon nicht die Rede
http://www.volkswagen.de/vwcms/master_public/virtualmaster/de3/unternehmen/innovation___technik/antrieb/allrad.html

tourensauser
12.11.2009, 08:22
Ich hatte das auf der VW Homepage auch schon mal angeschaut. Ich finde die Infos von VW -auch im gedruckten Prospekt- doch etwas mager.

Wobei das ja schon gut wäre, wenn wirklich mal bei Bedarf die ganze Kraft auf die Hinterachse kommt. :daumen:

Hast Du Deinen Tiguan schon mit Wohnwagen bewegt ? Wie sind denn die Erfahrungswerte ?

Lofottroll
12.11.2009, 08:27
ich habe unseren Vivaldi mit 1,7 t schon viel mit dem Tiguan bewegt. Auch in den Alpen.

Keinerlei Anfahrschwäche mehr. Auch nicht am Berg. Der Tiguan hat aber auch in den ersten beiden Gängen eine sehr kurze Übersetzung. Prima zum anfahren geeignet.

Ich bin mit dem Tiguan rundherum zufrieden. Grad im Anhängerbetrieb.

tourensauser
12.11.2009, 08:33
Das hört sich ja gut an :D:

Kann mir irgendjemand sagen, ob die Getriebeuntersetzung des Tiguan mit der des Caddy 4Motion vergleichbar oder gar identisch ist ?

Crimson
12.11.2009, 11:16
Moin,
Kann mir irgendjemand sagen, ob die Getriebeuntersetzung des Tiguan mit der des Caddy 4Motion vergleichbar oder gar identisch ist ?
kann ich leider nicht, aber ein Hinweis: bitte bei solchen Betrachtungen die ganze Kette der Über/Untersetzungen angucken und rechnen, sonst ist Vergleichen schwer: Getriebe + Achse + Rad.

Viele Grüße,
Markus

Gast_2223
12.11.2009, 12:12
Nun kann ich doch nicht mehr stillehalten. :zwinkern:



Hallo Markus,

da bist Du schneller gewesen als ich und hast natürlich Recht! :top

Die Getriebeunter- und Übersetzungen spielen zwar eine gewisse Rolle, aber letztendlich ist immer das Gesamtübersetzungsverhältnis entscheidend und das findet Ihr in keinem Prospekt! :cry:

Mal fehlen die Unter-Übersetzungsverhältnisse des Getriebes, mal die Achsübersetzung usw. und kann somit auch nicht ausgerechnet werden.

Bei VW kann man das aber im Dialogcenter erfragen.

Zum Vergleich Tiguan-Caddy Getrieben ist anzumerken, dass VW zur Freude der Gespannfahrer, bewusst beim Tiguan (gegenüber den anderen Modellen) den ersten Gang mit 3,949 sehr stark untersetzt hat (von Übersetzungen zu reden ist hier eigentlich falsch) weil der eben nicht nur für die Strasse gedacht ist und im Gelände und als Zufahrzeug Beachtung finden soll. Dieses wird aber teilweise von Solo-Fahrern bemängelt, die dann im 2. Gang anfahren.


Meine Infos zu den anderen Getrieben lauten so:


5 Gang TDI 77 Kw

1. 3.778
2. 2.063
3. 1.348
4. 0.967
5. 0.744

Getriebe 6 Gang mit und ohne Allrad 77 & 103 Kw

1. 3.769
2. 2.087
3. 1.324
4. 0.911
5. 0.902
6. 0.756

Demnach stimmen die Aussagen 5- zu 6 Gang-Getrieben des VW Verkäufers nur begrenzt.

Bei dem 6 Gang Getriebe ist das Untersetzungsverhältnis im 1. Gang geringfügig besser, aber das Übersetzungsverhältnis im 6 Gang etwas schlechter.

Aber wie bereits geschrieben, ganz genau wird alles erst beim Gesamtübersetzungsverhältnis.

Oder, einfach Probefahrt machen (wenn möglich mit Hänger) und Eindrücke sammeln!

Bevor hier weitere falsche Infos zur Haldex-Kupplung genannt werden, hier die wichtigsten Funktionen (auch für Laien) im Überblick:

http://www.kfztech.de/kfztechnik/triebwerk/allrad/haldex.htm

tourensauser
12.11.2009, 12:28
Hallo Dieter,

vielen Dank für die ausführlichen Infos zur Wirkungsweise der Haldex-Kupplung.

Das mit der Probefahrt ist mit dem 4Motion nicht so einfach. Das Modell steht nicht an jeder Ecke, schon gar nicht mit Anhängekupplung :angel:

Daher versuche ich momentan theroetische Infos zu bekommen.

Ich kann mit den Zahlen der Übersetzungen nicht wriklich was anfangen. Es sagt mir nichts ob ein Unterschied im 1 Gang von 0,009 viel oder wenig ist. Und dann kommen ja eben wie gesagt noch spezielle Dinge dazu, die betrachtet werden müssen.

Eines wundert mich aber bei den Werten vom 6-Gang-Getriebe; das ist der relativ kleine Unterschied zwischen dem 4. und 5. Gang.

Crimson
12.11.2009, 13:14
Hey Stefan,
Ich kann mit den Zahlen der Übersetzungen nicht wriklich was anfangen.
das kann ich verstehen, deshalb wären Zahlen, die die Motordrehzahl in zurückgelegte Meter umrechnen (dazu braucht man aber achsübersetzungen und Rad-/Reifengrößen), doppelt besser: man hat die Gesamtuntersetzung und was für die Vorstellung ;)

Eines wundert mich aber bei den Werten vom 6-Gang-Getriebe; das ist der relativ kleine Unterschied zwischen dem 4. und 5. Gang.
ich rate mal, daß da im 5. Gang statt der 9 eine 8 hingehört - an den angeführten Zahlen für die beiden Getriebe sieht man übrigens schön, daß die fehlenden Übersetzungen (Achse/Rad) differieren müssen, wenn VW nicht ganz grobe Böcke baut.

Viele Grüße,
Markus

Gast_2223
12.11.2009, 13:55
ich rate mal, daß da im 5. Gang statt der 9 eine 8 hingehört



Markus, gut aufgepasst! :top

Meine ganzen Zahlen sind auch nur aus dem WEB, da die Prospekte keine hergeben.

Habe bei dem ganzen Zahlengewirr vergessen aufzuführen, dass beim 5. & 6. Gang auch ein anderes Achsübersetzungsverhältnis gilt.

Damit sind wir wieder bei dem Gesamtübersetzungsverhältnis gelandet. Dieses ist letztendlich entscheidend.

Habe auch noch an anderer Stelle widersprüchliche Aussagen zu meinen Angaben 6-Gang VW Getriebe gefunden:


6-Gang Hand ist hier wie folgt angegeben:

1. Gang: 3.357
2. Gang: 2.087
3. Gang: 1.469
4. Gang: 1.098
5. Gang: 1.108
6. Gang: 0.927
Achsübersetzung 1-4: 4.235
Achsübersetzung 5-6: 3.273


Damit hat natürlich Stefan Recht wenn er angibt, mit diesen Zahlen nichts anfangen zu können.


Daher sind "praktische" Erfahrungen sicher sinnvoll, wenn auch schlecht zu verwirklichen, da diese Fahrzeuge nicht oft anzutreffen sind.


Das der Tiguan im 1. Gang einen Gespannfahrer glücklich macht, kann man aber ausreichend nachlesen. Aber das ist wieder eine andere Sache.


Stefan, frage einfach im Dialogcenter nach Deinen Wünschen und bitte um aussagekräftige Vergleichs-Daten. (Gesamtübersetzungsverhältnis)

http://www.volkswagen.de/vwcms/master_public/virtualmaster/de3/dialogcenter/dialog.html (http://www.volkswagen.de/vwcms/master_public/virtualmaster/de3/dialogcenter/dialog.html)

tourensauser
12.11.2009, 14:18
Stefan, frage einfach im Dialogcenter nach Deinen Wünschen und bitte um aussagekräftige Vergleichs-Daten. (Gesamtübersetzungsverhältnis)



Das habe ich schon gemacht und bin nun auf die Antwort gespannt.

:wink

Ösi
12.11.2009, 20:28
Hallo Dieter!

Nach deiner Aufstellung sollte sich die Achsübersetzung zwischen 1-4 und 5-6 ändern, kanst du mir erklären wie das gehen soll, ich kann mir das nicht wirklich vorstellen.

Oder hab ich da jetzt was falsch verstanden :scratch:

Crimson
12.11.2009, 22:27
Moin allerseits,
Nach deiner Aufstellung sollte sich die Achsübersetzung zwischen 1-4 und 5-6 ändern, kanst du mir erklären wie das gehen soll, ich kann mir das nicht wirklich vorstellen.
geht mir ähnlich :stupid:

Um noch was anderes beizutragen - je nachdem Licht ins Dunkel oder das Gegenteil bringend - ein bißchen Theorie :zwinkern::

Den Abrollumfang eines Reifens kann man grob berechnen aus den technischen Daten:

195/65R14 bedeutet 195mm breit, 14 Zoll Durchmesser der Felge und 65 ist das Verhältnis Flankenhöhe zu Reifenbreite in Prozent. So ein Reifen fährt also pro Umdrehung etwa 1,91m.

In Formel: u = (b * e / 500 + d * 2,54) * 0,031414

u: Reifenumfang in m
b: Reifenbreite in mm
e: Verhältnis Flankenhöhe zu Reifenbreite in Prozent
d: Felgendurchmesser in Zoll

Die Untersetzungsverhältnisse Getriebe und Achse sind zu multiplizieren, dadurch wird die Motordrehzahl geteilt. Bei 2000 U/min = 120000 U/h dreht sich das Rad bei einer Getriebeuntersetzung von 4 und einer Achuntersetzung von 4 also 7500 mal pro Stunde.

Verrechnet mit dem Radumfang ergibt das etwa 14,33 km/h.

In Kurzform:

v = n * 60 * u / (g * a * 1000)

v: Geschwindigkeit in km/h
n: Motordrehzahl in 1/min
g: Getriebeuntersetung
a: Achsuntersetzung
u: Reifenumfang in m (s.o.)

Mit ein bißchen Excel oder einem Blatt Papier lassen sich so bei Kenntnis aller Daten lustige Diagramme Geschwindigkeit über Motordrehzahl für alle Gänge zeichnen - und an denen kann man gut verschiedene Fahrzeuge vergleichen, wenn man dann noch die Leistungs- und Drehmomentverläufe über der Drehzahl hinzunimmt.

Alle Angaben ohne Gewähr :D:

Ich bin dann mal :flucht:

Viele Grüße,
Markus

tourensauser
12.11.2009, 22:58
Hej Ihr Mathematiker oder Physiker :totlach

Vielen Dank für die ausführlichen Formeln und Informationen.

Da habe ich es mir mit meiner Eingangsfrage wohl etwas zu leicht gemacht :D:

Eigentlich hatte ich einen einfachen Erfahrungsbericht erhofft.

Ich weiß nicht ob ich mir dann am Ende des Tages den Unterschied in der Untersetzung wirklich vorstellen kann, wenn ich weiß, daß das Auto bei einer gewissen Motordrehzahl z.Bsp 56 cm weiter fährt.

Gehen wir doch mal anders an die Beurteilung der Zugwageneigenschaften des Caddy ran:

Der 1,9 TDI 105 PS 2WD hat in Extremsituationen eine Anfahrschwäche und bringt auf Wiesen und Feldwegen und auch beim Bergfahren auf nassen Straßen die Kraft nicht wirklich auf die Straße.

Welche Alternativen gibt es ?

2,0 TDi mit 140 PS als 2 WD (gibt es nur mit 6-Gang-Schaltgetriebe) oder Caddy Motion (gibt es nur als 1,9 TDI mit 105 PS und auch 6-gang-Schaltgetriebe)

Was ist die bessere Wahl ?

Was meinst Ihr ?

Ich meine, der Allrad ist trotz schwächerem Motor das bessere Zugfahrzeug. Durch das 6-Gang-Getriebe erhoffe ich mir eine günstigere Untersetzung um die Anfahrschwäche zu kompensieren.

Was nützt mir der 140 PS Motor in den beschriebenen Situationen ? Einzig die Anfarhschwäche wäre vielleicht etwas besser; wenns nass oder schotterig wird ist auch mit dem 140 PS Motor vorbei.

Der Allrad hat übrigens die volle Anhängelast von 1500 kg bis 12 % zugelassen, der 2 WD nur bis 8% und bis 12 % nur 1350 kg.

Optimal wäre natürlich der Allrad mit DSG und 2,0 TDI. Naja, träumen wir mal weiter; vielleicht wird sowas ja irgendwann mal im Caddy verbaut.

Travelking
13.11.2009, 06:53
Hej Stefan,

Pferdestärken sind nicht alles. Unser Renault Scenic (1,9Ltr. mit 98 PS) zog aus dem Stand besser als der Ford (1,8 Ltr. mit 115 PS). Nun mögen auch die Charaktaristika der beiden Maschinen unterschiedlich sein. Aber das kann der "Laie" ja eh nicht ändern.

Was hälst du denn von folgender Idee? Du kaufst dir einen Caddy Allrad (1,9 Ltr. mit 105 PS) und verpasst ihm 'ne Box :D:. Von der Steinbauer Box (http://www.steinbauer.cc/neu/index.php?special_id=car_select&car_maintype=1&car_brand=380&car_type=8280&car_engine=17254) hört man eigentlich in den Autoforen nur gutes. Ich hab jetzt zwar nicht den Caddy gefunden aber ich denke ein Anruf dort sollte klären ob der Touran motormäßig übertragbar ist. Das Teil ist abschaltbar so das der Dampf da ist wenn man ihn wirklich braucht.

tourensauser
13.11.2009, 08:15
Hej André,

der Caddy ist auch in der Liste drin. Musst Du unter Transporter/Wohnmobile kucken.

Da werden anstelle 105 PS und 250 NM satte 129 PS und 290 NM versprochen :eek:

Man hört so viel Schlechtes über kaputte Motoren nach Chiptuning....ich weiß nicht. :scratch:

Wobei die Eckdaten des Fahrzeugs dann perfekt wären.

Travelking
13.11.2009, 08:33
Hej Stefan,

mir wurde damals beim Renault ein Chip bei voller Garantieerhaltung angeboten.
Bei Steinbauer hab ich noch nie was negatives in den Foren gelesen. Der gibt ja auch Garantie. Auch hab ich mal was von 'nem Probeeinbau bei ihm gehört. Also wenn nicht zufrieden, dann rückgängig. Ist durch die Box wohl problemlos möglich. Die schaltbare Box wäre für mich eh die einzige Variante weil ich die dann zuschalten kann wenn ich sie brauche. Und zwar nur dann. Wenn du im Alltagsbetrieb mit dem Caddy einkaufen oder mit den Kindern in den Zoo fährst, brauchst du keine Box. Daher denke ich das sich der zusätzliche Verschleiß (genutzt dann nur im Zugbetrieb) sicherlich in Grenzen hält.

Beim Ford war ich kurz davor mir die Box an zu schaffen. Der hatte nur so viele andere Wehwechen das ich immer mit dem Gedanken gespielt habe ihn ab zu stoßen. Daher lohnte sich das da nicht wirklich.

André der sich nicht mehr über Leistungsmangel beklagt :D:

tourensauser
13.11.2009, 09:24
Hmmm. :scratch:

Das wäre vielleicht eine Option.

Durch die Möglichkeit der Zuschaltung wird das ja auch nur benutzt wenn tatsächlich benötigt.

Aber eines ist mir nicht klar:

Wie ist es möglich, nur duch etwas Elektronik und -so schreibt Steinbauer das zumindest, ohne Erhöhung von Ladedruck und Eingriff in bestehende Fahrzeugteile- eine Erhöhung von 20 % zu realisieren ?

Travelking
13.11.2009, 09:43
Hej Stefan,

das wird dir jemand anderes erklären müssen. Ich vermute Einspritzzeitpunkt und Menge werden beeinflußt.

Gast_2223
13.11.2009, 10:56
Hallo Dieter!

Nach deiner Aufstellung sollte sich die Achsübersetzung zwischen 1-4 und 5-6 ändern, kanst du mir erklären wie das gehen soll, ich kann mir das nicht wirklich vorstellen.

Oder hab ich da jetzt was falsch verstanden :scratch:


Hallo Gerry,

es gibt inzwischen so viele Dinge auf dieser Welt, die ich mir nieeee vorstellen konnte, die es aber trotzdem gibt. :zwinkern:

Zu den Getrieben nur ganz kurz, da das ansonsten zu weit führen würde und es Stefan in seiner Findungsphase nicht wirklich weiter hilft.

Bei den DSG Getrieben gibt es sogar 3 Achsübersetzungen!


Die Achsübersetzungen sind die entscheidenden, aber in den meisten Prospekten fehlenden Werte!

Im TDI 140PS ist ein 3-Wellen-Getriebe. Die Gänge 1 bis 4 werden über eine andere Achsübersetzung übertragen wie die Gänge 5 und 6. Daher ist die Gangübersetzung alleine nicht aussagekräftig.

Der 105PS TDI hat ein 2-Wellen-Getriebe bei dem alle Gänge über eine Achsübersetzung übertragen werden, daher ist die Abstufung der Gänge bereits aus ihrer einzelnen Gangübersetzung heraus ersichtlich.

Diese Technik gibt es aber auch bei anderen Automarken. :winke:

Crimson
13.11.2009, 14:32
Hey Stefan,
Durch das 6-Gang-Getriebe erhoffe ich mir eine günstigere Untersetzung um die Anfahrschwäche zu kompensieren.
nun ja, wie schon von mehreren angemerkt ist das Getriebe nur ein Teil in der Kraftübertragung. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, daß es besser ist, aber tatsächlich müsste man dazu das Gesamtpaket betrachten - es kann ja auch sein, daß der 6. Gang schlicht nur als zusätzliche lange Übersetzung da ist und die würde im Gespannbetrieb nicht viel bringen.

Auch wenn - was verständlich ist - Mathematik und Diagramme nicht für jeden adhoc anschaulich sind, bleiben sie (wenn brauchbare Erfahrungswerte fehlen) das letztlich einfachste Mittel zum Verständnis - man muss nur wollen :zwinkern:

Da es Dir u.a. um das Anfahren geht, kann man vereinfacht sagen: je größer die Untersetzung im ersten Gang ist, desto besser. Dazu brauchst Du tatsächlich nur die jeweiligen Werte der Getriebe- und Achsuntersetzungen und die Radgrößen (falls sie differieren).

Wenn man sich dann noch dafür interessiert, wie es in anderen typischen Fahrsituationen (auf dem Papier) aussieht, dann ist es hilfreich zu wissen, in welchem Drehzahlbereich der Motor z.B. im höchsten Gang zwischen 70 und 100 läuft. Wenn Du Interesse hast (und die notwendigen Daten), dann könnte ich Dir so etwas mal machen und mit entsprechenden Deutungen versehen :winke:

Ich habe bei unserer Fahrzeugwahl (Renault Megane) mir zum Beispiel genau diese technischen Daten besorgt, um festzustellen, daß sich der 106PS Diesel mit 6 Gängen zumindest auf dem Papier tatsächlich deutlich besser als Zugwagen eignet, als der 90PS Diesel mit 5 Gängen.

Viele Grüße,
Markus

tomruevel
13.11.2009, 15:16
Moin,

man könnte ja diese Seite zugwageninfo bemühen.
Zum Verständnis und zum Abgleich verschiedener Motor Getriebevarianten.
U.a. wird dort die Geschwindigekeit bei einer bestimmten Drehzahl für die einzelnen Gänge berechnet.
Daraus kann man beipielsweise Unterschiede in der Gesamtübersetzung ablesen.

Beispiel:

Bei 1000U/min fährt Fahrzeugvariante A im ersten Gang 10km/h
Bei 1000U/min fährt Fahrzeugvariante B im ersten Gang 7km/h

Bei Variante B ist der erste Gang kürzer übersetzt, was das Anfahren erleichtert.
Das kann man auch sehr gut bei Transportern und den davon abgeleiteten Großraumlimousinen erkennen. Die sind in den ersten Gängen wesentlich kürzer übersetzt als leichtere und gleich motorisierte PKW.

tourensauser
13.11.2009, 15:30
Hallo Markus,

ich werde mal die Antwort von Volkswagen abwarten. Wie gesagt habe ich Kontakt mit dem Diaolgcenter aufgenommen, wobei das momentan noch kein Dialog ist....

Ich danke Dir jedenfalls mal für Dein Angebot :top und werde dann nach Antwort von VW darauf zurückkommen.

Eine prinzipielle Frage hierzu: Eine Vergrößerung des Radumfangs würde ja auch zu einer Verbesserung des Anfahrverhaltens, gleichzeitig aber auch zu einer Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit führen, richtig ?

In einem anderen Thread wurde ich auf einen Tuner aufmerksam gemacht der unter anderem VW Caddy höherlegt und mit größeren Reifen versieht. Hier wird die Originalbereifung 195/65 R 15 gegen 205/70 R 15 ausgetauscht. Der Tuner spricht von einer Höherlegung des Fahrzeugs durch die Änderung von ca. 15mm.
Nach Deiner Formel verlängert sich der Abrollumfang des Rades von 1,99m auf 2,11m; was etwa 6 % oder 12 cm entspricht. Habe ich richtig gerechnet ?

Macht der Unterschied spürbar was aus ?

Da könnte man ja gegebenenfalls noch was fummeln und gleichzeitig die Bodenfreiheit verbessern :D:

(Edit sagt, das ist quatsch. Die Anfahrfähigkeit wird verschlechtert. :mad:)

tourensauser
13.11.2009, 15:31
man könnte ja diese Seite zugwageninfo bemühen.



Wieso komme ich eigentlich nicht selbst auf diese Idee :scratch:

Danke Tom.

Da werde ich auch mal nachsehen :winke:

Crimson
13.11.2009, 16:38
(Edit sagt, das ist quatsch. Die Anfahrfähigkeit wird verschlechtert. :mad:)
Edith hat Recht :D:

Abweichungen in der Größenordnung dürften allerdings für Otto-Normalfahrer kaum spürbar sein :zwinkern:

Zugwageninfo ist auch eine gute Idee - es kommt aber (selten) vor, daß deren Daten nicht stimmen.

Viele Grüße,
Markus

Ösi
13.11.2009, 20:20
also erstmal danke Dieter! Bis jett dachte ich das Achsübersetzungen fixe Wert sind. Man lernt eben nie aus. :zwinkern:

2. Würde ich einen schwächeren 4x4 immer einem stärkeren Frontler vorziehen. Selbst mein 5Gang ist kürzer übersetzt als der Fronttriebler. Das war am Anfang eine ganz schöne Umstellung.

3. Chip würde ich mir nie mehr verpflanzen lassen wie schon wo anders erwähnt. :'(

4. Größerer Radumfang erhöht zwangsläufig die Bodenfreiheit und die Traktion, wirkt sich aber schlechter auf das Anfahrmoment aus. Wie sehr man das merkt kann ich allerdings nicht beurteilen, ich glaube ich würde mir bei einer Höherlegung auch die größeren Reifen gönnen. Soll ja alles auch ein Bild ergeben. :top

tourensauser
13.11.2009, 20:58
Zugwageninfo konnte auch nicht wirklich helfen. Leider ist der 4Motion da nicht aufgeführt.

Und der 6-Gang-Handschalter leider auch nicht.

Dann kann man leider auch nicht vergleichen.

Wobei ich jetzt weiß, daß die Mindestgeschwindigkeit meines Caddy im 1. Gang 15 km/h beträgt und das Anfahren am Berg auf 1000m Höhe bis max. 12 % möglich ist.

Glaubt mir, der Caddy kann mehr.......deutlich mehr........ich weiß genau, von was ich rede :schwitzen:

Ösi
14.11.2009, 00:10
Mir ist gerade aufgefallen das der Caddy so wie mein Octavia bei einer vom Werk eingebauten AHK einen verstärkten Kühler verbaut hat.

Also beim Kauf eines Vorführers oder gebrauchten aufpassen das die AHK nicht nachträglich drunter geschraubt wurde. :zwinkern:

Gast_2223
14.11.2009, 10:05
Mir ist gerade aufgefallen das der Caddy so wie mein Octavia bei einer vom Werk eingebauten AHK einen verstärkten Kühler verbaut hat.



OT:


Einspuch Euer Ehren,

dass ist nicht immer der Fall und oft auch nicht nötg, da teileise ein verstärkter Lüfter, (andere Flügelgeometrie) geändertes Thermostat, usw. ausreichen. :banane

Bei nachträglichem Anbau (der übrigens nicht mehr bei vorhandener EU-Typgenehmigung vom TÜV, Dekra, usw. abgenommen werden muss) kann man alle Daten hierzu der jeweiligen ABE entnehmen.

Verunsichert den Stefan nicht noch mehr! :totlach

Ösi
14.11.2009, 10:28
OT:


Einspuch Euer Ehren,

dass ist nicht immer der Fall und oft auch nicht nötg, da teileise ein verstärkter Lüfter, (andere Flügelgeometrie) geändertes Thermostat, usw. ausreichen. :banane


Einspuch abgewiesen! :D:

Beim Caddy 4MOTION (um den es hier ja geht) ist ab werk bei einer AHK immer ein verstärkter Kühler verbaut.

Das bei anderen Fahrzeugen ein stärkerer Lüfter ab Werk verbaut ist (T5 zB) ist mir schon klar, auch das vielleicht andere Sachen unterschiedlich sein können.
Mein Octavia hat übrigens nicht nur einen größeren Kühler sondern zusätzlich noch einen 2. Lüfter ab Werk verbaut. :top

Gast_2223
14.11.2009, 13:08
Einspuch abgewiesen! :D:

Beim Caddy 4MOTION (um den es hier ja geht) ist ab werk bei einer AHK immer ein verstärkter Kühler verbaut.

Das bei anderen Fahrzeugen ein stärkerer Lüfter ab Werk verbaut ist (T5 zB) ist mir schon klar, auch das vielleicht andere Sachen unterschiedlich sein können.
Mein Octavia hat übrigens nicht nur einen größeren Kühler sondern zusätzlich noch einen 2. Lüfter ab Werk verbaut. :top

Hallo Gerry,

bitte entschuldige, aber ich weiss genau wovon ich schreibe, denn ich habe das früher einmal für andere Leute gemacht. :D:

Ich habe auch einmal so einen Octavia 4x4 mit AHK besessen, allerdings schon mit 6-Gang und der hatte das eben nicht!

Daher meine Aussage, dass das nicht immer grundsätzlich zutreffend ist, auch wenn das manchmal irgendwo beschrieben ist.

Außerdem ist ferner gemeint gewesen, dass man ruhig ein Gebrauchtfahrzeug mit nachträglich angebauter AHK kaufen kann, da nicht grundsätzlich ein größerer Kühler nachgerüstet werden muss, sondern nur das, was in der ABE zu der AHK steht! Da muss bei verschiedenen Fahrzeugen eben nur der Lüfter nachträglich verändert werden, usw.

Du warnst davor, aufzupassen, dass eine AHK nicht nachträglich angebaut wurde. Warum? :scratch: Es geht auch nachträglich alles! Auch ohne große zusätzliche Kosten!

Was sollen denn alle Besitzer machen, die so ein Fahrzeug haben und einige Zeit später eine AHK benötigen?

Solche Aussagen verunsichern einen Käufer doch nur unnötig.

Aber das alles gehört doch eigentlich nicht zu diesem Thema und ist sehr OT!

Lassen wir es also dabei bewenden. :winke:

tourensauser
14.11.2009, 23:35
Ich bin heute einen 4Motion Caddy mit 6-Gang-Getriebe probegefahren.

Subjektiv empfunden ist die Untersetzung des ersten Gangs etwas kleiner, aber nicht wirklich merkenswert.

Die Anfahrschwäche am Berg wird dadurch sicherlich nicht kompensiert.

Also müssen wir für unsere Bedürfnisse doch noch mal weitersuchen.

:winke:

Ösi
15.11.2009, 02:25
Na dann wünsche ich dir baldigen erfolg bei deiner Suche!

@ Dieter:
Du hast mich offensichtlich nicht ganz verstanden aber du hast recht, ist OT also lassen wir es. :winke:

tourensauser
23.11.2009, 15:32
Zwischenzeitlich habe ich die Antwort von VW bezüglich meiner Anfrage zum Übersetzungverhältnis 5-Gang-Caddy im Vergleich zum 6-Gang-4Motion erhalten:


Die Getriebeuebersetzungen sind:

Caddy 1,9l 77 kW TDI 4Motion

1. Gang: 15,96
2. Gang: 8,84
3. Gang: 5,61
4. Gang: 3,86
5. Gang: 2,65
6. Gang: 2,47


Caddy 1,9l 77 kW TDI Frontantrieb

1. Gang: 13,78
2. Gang: 7,52
3. Gang: 4,92
4. Gang: 3,53
5. Gang: 2,71

Crimson
23.11.2009, 15:43
Hey Stefan,

gut Ding will Weile haben :zwinkern:
Zwischenzeitlich habe ich die Antwort von VW bezüglich meiner Anfrage zum Übersetzungverhältnis 5-Gang-Caddy im Vergleich zum 6-Gang-4Motion erhalten:
In dem Fall muss man keine Diagramme malen: ganz klar 6-Gang-Getriebe, auch wenn der 6. sehr lang ist.

Viele Grüße,
Markus

tomruevel
23.11.2009, 16:29
Moin,

also beim 6 Gang Getriebe ist der 1. Gang ja deutlich kürzer übersetzt.
Anfahren also erlichtert.
Aber der Sprung zum 2. ist deutlich größer. Ob das so pfiffig ist?
Das könnte in der Praxis bedeuten, dass man vom 1. in den 2. nur dann einen guten Anschluss bekommt, wenn der Motor sehr hoch gedreht wird.
Ob das in der Praxis häufiger vor kommt..........

Schön ist aber der Bereich 3- 6.
Dort kann man die Drehzahl durch die andere Abstufung relativ feinfühlig anpassen, was in der Praxis oft reicht.
Beim 5 Gang Getriebe fehlte immer wieder mal ein Gang zzwischen 4 und 5.
In 5 schafft man es nicht und 4 hat eigentlich schon wieder zu viel Drehtzahl

Crimson
23.11.2009, 17:40
Moin nochmal,
Aber der Sprung zum 2. ist deutlich größer. Ob das so pfiffig ist?
Das könnte in der Praxis bedeuten, dass man vom 1. in den 2. nur dann einen guten Anschluss bekommt, wenn der Motor sehr hoch gedreht wird.
nicht ganz, entscheidend sind die Verhältnisse, und die sind nicht so unterschiedlich:
5-Gang-Getriebe 1./2. Gang: 1,83
6-Gang-Getriebe 1./2. Gang: 1,81

Man sieht, daß sogar hier das 6-Gang-Getriebe (minimal) günstiger ist :zwinkern:

In anderen Werten ausgedrückt:
1000 U/min im 2. Gang entsprechen ungefähr
1805 U/min im 1. Gang beim 6-Gang-Getriebe und
1832 U/min im 1. Gang beim 5-Gang-Getriebe
natürlich ist man dabei mit dem 6-Gang-Getriebe jeweils langsamer (gleiche Reifengröße vorausgesetzt) :D:

Ergänzung: bei der 6-Gang-Box kann es eventuell sein, daß der 6. Gang beim Gespannfahren etwas zu lang ist, aber da müsste man mit mehr Daten (Räder + Motor) nochmal ran.

Viele Grüße,
Markus

Ösi
23.11.2009, 19:54
Das sind ja schöne Zahlen, aber meiner Meinung nach muss es da in der Gesamtübersetzung auch noch irgendwo Unterschiede geben.
Ich kann mir nicht vorstellen das der 5. Gang beim 6-Ganggetriebe insgesamt länger übersetzt ist als der 5. Gang beim 5-Ganggertiebe.

Sollte nicht eigentlich der 5. Gang vom 5-Ganggetriebe in der Gesamtübersetzung zwischen dem 5. und 6. Gang beim 6-Ganggetriebe liegen?
Sollte dem so sein wäre dann natürlich der 1. Gang beim 6-Ganggetriebe noch deutlich kürzer in der Gesamzübersetzung als der 1. Gang beim 5-Ganggetriebe.

Crimson
23.11.2009, 21:37
Moin Gerry,
Das sind ja schöne Zahlen, aber meiner Meinung nach muss es da in der Gesamtübersetzung auch noch irgendwo Unterschiede geben.
Ich kann mir nicht vorstellen das der 5. Gang beim 6-Ganggetriebe insgesamt länger übersetzt ist als der 5. Gang beim 5-Ganggertiebe.
ich tippe auf unterschiedliche Radgrößen, mal sehen, vielleicht finde ich da gleich mal was :zwinkern:

Edit: mhhh, die Größen, die ich gefunden habe sind 195/65R15 und 205/55R16 - letztere nicht für den 4x4 - trotzdem ist der Unterschied minimal.

Viele Grüße,
Markus

tourensauser
16.02.2011, 11:59
Muss den Thread nochmal ausgraben....das Thema ist noch nicht durch.

Ein guter Freund hat grade seinen Ducato Bus Hymercar verkauft und will nun zur Gespannfahrerfraktion wechseln.

Er hat sich nun einen VW Caddy MAXI 4 Motion gegönnt. Ausführung wie in diesem Thread schon genannt mit 6 Gang Getriebe und 1,9 TDI 105 PS Maschine.

Nun ist angedacht, dem Fahrzeug bessere Offroad-Eigenschaften zu vermitteln (quasi ein Umbau auf TIGUAN :D: ) unter anderem durch Verwendung anderer Bereifung. In der Originalgröße gibt es nichts was annähernd Profil hat.

Nun ist das ja schön und gut andere Radgrößen zu montieren, aber ein größeres Rad bedeutet ja auch einen größeren Abrollumfang und eine veränderte (längere) Übersetzung. Am Ende des Tages wird daher die Anfahrfähigkeit am Berg wieder verschlechtert.

Folgende Radgrößen stehen zur Diskussion:


Original 205/55/16, also Abrollumfang 198,52 cm



Alternativ 205/65/16, also Abrollumfang 211,40 cm also + 12,88 cm

Die Eintragung der Reifengröße 205/65/16 ist in Kombination mit Seikel-Fahrwerk (http://www.vw-offroad-seikel.de/index.php?id=5)problemlos möglich. Tacho muss überprüft werden; in 99% der Fälle ist aber keine Anpassung erforderlich.

Die Tatsache, daß meist keine Tachoanpassung erforderlich ist, lässt erkennen, daß die Übersetzungveränderung nicht gravierend sein kann.

Nur wie sich das in der Praxis auswirkt, kann ich mir nicht tatsächlich vorstellen.

Kann mir jemand sagen, wie und ob sich eine Vergrößerung des Abrollumfangs um 12,88 cm sprübar macht ? :scratch:

Ösi
16.02.2011, 18:25
Hallo!

Also solche Erfahrungen hab ich nicht, aber rechne doch mal aus wieviel Drehmoment dich der vergrößerte Rad-Durchmesser kostet.

Da wird man sich dann sicher mehr drunter vorstellen können. :zwinkern:

Ösi
16.02.2011, 19:29
Nach meiner Rechnung kosten dich die größeren Reifen 6,1% vom Drehmoment.

Kann das stimmen? :scratch:

tourensauser
16.02.2011, 19:59
Hi Gerry,

ich habe keine Ahnung wie man das ausrechnet, geschweige denn so, dass man sich was drunter vorstellen kann.

Wieviel rollt das Auto denn bei bsp. 2000 U/min schneller ?

:scratch:

DaVinci
16.02.2011, 20:50
Nach meiner Rechnung kosten dich die größeren Reifen 6,1% vom Drehmoment.

Kann das stimmen? :scratch:

Moin Gerry, :winke:

das verwundert mich als absoluten Physik-Laien. Ich dachte bislang immer, dass das Drehmoment steigt je länger der Hebelarm wird. Korrigiert mich bitte!

Ösi
16.02.2011, 20:58
Also da du bei einem doppelt so langen Hebel nur noch die halbe Kraft hast habe ich einen Rad-Radius mit 315,95mm mit der vollen Kraft (also 100%) angenommen. Bei einem Rad-Radius von 336,45mm hättest du dann um 6,1% weniger Kraft.

Bei 2000 Radumdrehungen würdest du mit dem kleinen Reifen 238,24 km/h schnell und mit dem großen wären es 253,68 km/h.

Du wärst also mit dem großen Reifen um ca 6,5% schneller.

Anders gerechnet wärst du mit dem kleinen Reifen um 6,1% langsamer als mit dem Großen. Wenn sich also die Geschwindigkeit verkehrt proportional zur Kraft verhält müsste meine Rechnung stimmen.

Vielleicht findet sich ja noch wer der das bestätigen oder wiederlegen kann.

Ösi
16.02.2011, 21:04
Hallo Frank!
Ja wen der hebel auf den die Kraft ausgeübt wird länger wird und du drückst gleich stark erhöht sich das Drehmoment.

Wenn du allerdings den Hebel auf dem die Kraft abgerufen wird verlängerst sinkt die Kraft bei gleichem Drehmoment.

Beispiel schaukel:

Ich bin das Drehmoment und bleibe immer an der gleichen Stelle sitzen, wenn du jetzt nach aussen rutscht und deinen Hebel dadurch vergrößerst kann ich dich nicht heben. Rutscht du nach innen und verkleinerst du dadurch deinen Hebel kann ich dich ohne Probleme heben.
(dein Hebel wäre jetzt sozusagen der Radius des Reifen)

Ich hoffe das ist verständlich. :zwinkern:

tourensauser
17.02.2011, 09:42
Bei 2000 Radumdrehungen würdest du mit dem kleinen Reifen 238,24 km/h schnell und mit dem großen wären es 253,68 km/h.




Hi Gerry,

der Caddy fährt doch bloß 210 km/h :zwinkern::D:

Mit den 2000 U/min hatte ich eigentlich nicht das Rad sondern eher die Kurbelwelle -zum Beispiel im 1 Gang- gemeint.

Oder denke ich zu kompliziert; bedeutet eine Vergößerung des Abrollumfangs um 6,5 % auch gleichzeitig eine Erhöhung der Geschwindigkeit um 6,5 % ?
Bedeutet das also, daß ich zum Beispiel heute im 1.Gang bei 2000 U/min 15 km/h schnell bin und mit den anderen Reifen dann 15,98 km/h schnell wäre ?

Ist das so einfach ?

ManuelEN
17.02.2011, 10:10
Moin,

mal abgesehen vom Drehmoment, ich habe von Physik keine Ahnung, wird man diese Rad-Reifen-Kombi nicht ohne weiteres eingetragen bekommen.

Mit der neuen Rad-Reifen-Kombi würde der Tacho, rein rechnerisch, zu wenig anzeigen und das ist nicht erlaubt.
Die Möglichkeit eines elektronischen Tachoabgleichs, wie z. b. bei Bosch, wäre noch eine Möglichkeit.
Man kann dort dann, wenn nötig, den Tacho umstellen lassen, was jedoch dazu führt, das man ab diesem Zeitpunkt nur noch die geprüften Reifen fahren darf. Alle anderen Größen werden ausgeschlossen bzw. aus den Fahrzeugpapieren ausgetragen.

tourensauser
17.02.2011, 10:53
Moin Manuel,

das Eintragen ist problemlos möglich.

Die Eintragung der Reifengröße 205/65/16 ist in Kombination mit Seikel-Fahrwerk (http://www.vw-offroad-seikel.de/index.php?id=5)problemlos möglich. Tacho muss überprüft werden; in 99% der Fälle ist aber keine Anpassung erforderlich.

Nach Rücksprache mit Seikel wird die bisherige Größe 205/55/16 nicht gestrichen, auch wenn der Tacho angepasst werden müsste.
Eine evetuell erfoderliche Anpassung könnte dann entsprechend vorgenommen werden, so daß allen Vorschriften Genüge getan ist.

ManuelEN
17.02.2011, 11:03
Moin Manuel,

das Eintragen ist problemlos möglich.



Nach Rücksprache mit Seikel wird die bisherige Größe 205/55/16 nicht gestrichen, auch wenn der Tacho angepasst werden müsste.
Eine evetuell erfoderliche Anpassung könnte dann entsprechend vorgenommen werden, so daß allen Vorschriften Genüge getan ist.


Das habe ich schon verstanden. Wollte nur darauf hinweisen, dass der Tacho zu wenig anzeigen dürfte.
Das Problem hatte ich mit Rädern 215/40/17" und 215/45/17".....mit der 45er Höhe ging mein Tacho zu 100% genau. Eine Überprüfung des Tacho nach Einbau sollte daher erfolgen. Hat mich vor drei Jahren 45€ gekostet.

Jodler
17.02.2011, 17:43
Hi Gerry,

der Caddy fährt doch bloß 210 km/h :zwinkern::D:

Mit den 2000 U/min hatte ich eigentlich nicht das Rad sondern eher die Kurbelwelle -zum Beispiel im 1 Gang- gemeint.

Oder denke ich zu kompliziert; bedeutet eine Vergößerung des Abrollumfangs um 6,5 % auch gleichzeitig eine Erhöhung der Geschwindigkeit um 6,5 % ?
Bedeutet das also, daß ich zum Beispiel heute im 1.Gang bei 2000 U/min 15 km/h schnell bin und mit den anderen Reifen dann 15,98 km/h schnell wäre ?

Ist das so einfach ?

Ja, das ist so einfach, da sich Abrollumfang und Weg proportional verhalten und Weg und Zeit ebenfalls. Also ist auch die Geschwindigkeit proportional.
Ein Tacho darf übrigens zu wenig anzeigen, nur nicht zu viel.
Mein Subaru Forester hatte so unterschiedlich große Räder in der Zulassung eingetragen, dass ich mit den kleinsten bei Begrenzung auf 80 km/h getrost 92 km/h fahren konnte ohne geblitzt zu werden. Nur bei den größten Rädern hat es annährend gepasst.

Gruß Jodler

Vivaldi
17.02.2011, 17:49
Ein Tacho darf übrigens zu wenig anzeigen, nur nicht zu viel.

Gruß Jodler

Moin,

umgekehrt wäre es richtig....:confused:

Fast alle zeigen zuviel Geschwindigkeit an.....

Ösi
17.02.2011, 17:52
Hallo Jodler!

Ein Tacho darf übrigens zu wenig anzeigen, nur nicht zu viel.

Ich würde mal sagen es ist genau umgekehrt. :zwinkern:


@ Stefan:

Frag doch mal bei Seikel an wie weit sich das Fahrverhalten mit einem Anhänger bezüglich anderer Übersetzung und dadurch verändertes Drehmoment ändert.
Die können dir auch sicher bezüglich Geschwindigkeit genauere Auskünfte geben. :zwinkern:

Halte uns bitte auf dem Laufenden!

Edit: ok, Jürgen war schneller. :D:

Jodler
17.02.2011, 17:55
Moin Gerry, :winke:

das verwundert mich als absoluten Physik-Laien. Ich dachte bislang immer, dass das Drehmoment steigt je länger der Hebelarm wird. Korrigiert mich bitte!

Das ist bei dem Hubraum auch der Fall, weil bei größerem Hubraum dann die Kurbellwellenkröpfung länger sein muss und damit der Hebelarm größer ist. Dort wird ja das Moment erzeugt. Deshalb heißt es ja immer so schön, Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, außer durch Hubraum.
Am Rad ist es umgekehrt, weil dort das Moment verbraucht wird. Ein größerer Hebelarm, also das Maß von der Radmitte bis zum Umfang führt bei konstanter Kraft zu höherer Geschwindigkeit und setzt der Antriebskraft ein damit größeres Moment entgegen.

Gruß Jodler

Jodler
17.02.2011, 17:59
Moin,

umgekehrt wäre es richtig....:confused:

Fast alle zeigen zuviel Geschwindigkeit an.....


Ja, natürlich, sorry! Sie sollen mehr anzeigen, als man fährt, nur nicht weniger.
Jodler

tourensauser
17.02.2011, 20:51
Hallo Jodler,

danke für die Info.

Wenn Du am Subaru so unterschiedliche Radgrößen gefahren bist, kannst Du evtl. Deine subjektiven Eindrücke bezüglich der Veränderung des Anfahrverhaltens mit den großen Rädern mitteilen ? War das spürbar und für den Einsatz mit Wohnwagen beachtenswert ?

@ Gerry: Mein Kumpel wollte bei Seitz diesbezüglich mal anfragen. Ich bin da nur immer etwas skeptisch...die wollen logischerweise ihre Räder und Fahrwerke verkaufen und werden da evtl. entsprechend antworten wie ich befürchte.

Jodler
18.02.2011, 06:54
Hallo Jodler,

danke für die Info.

Wenn Du am Subaru so unterschiedliche Radgrößen gefahren bist, kannst Du evtl. Deine subjektiven Eindrücke bezüglich der Veränderung des Anfahrverhaltens mit den großen Rädern mitteilen ? War das spürbar und für den Einsatz mit Wohnwagen beachtenswert ?

@ Gerry: Mein Kumpel wollte bei Seitz diesbezüglich mal anfragen. Ich bin da nur immer etwas skeptisch...die wollen logischerweise ihre Räder und Fahrwerke verkaufen und werden da evtl. entsprechend antworten wie ich befürchte.

Hallo, meinen Subaru habe ich häufig als Zugwagen für den Ww benutzt. Es war eindeutig, dass ich mit den kleineren Rädern am Berg besser anfahren und die Steigung zu meinem Haus noch im 3. Gang bewältigen konnte, bei den großen Rädern aber den 2. Gang nehmen musste. (War sicher so ein Grenzfall)
Umgekehrt war das Anfahren mit den großen Rädern, es war ja die Originalbereifung, natürlich auch problemlos möglich, am Berg mit Hänger musste ich die Kupplung aber deutlich länger schleifen lasse. Geschadet hat es ihr aber nicht.
Ich habe mich jedenfalls mit den kleinen Rädern etwas wohler gefühlt.
Die Differenz im Durchmesser der Räder 185/65 R15 und 215/65 R 15 betrug übrigens, gemessen, mehr als 3 cm.
Rechnerisch müssten es 39 mm sein.
Da fehlten dann natürlich auch 2 cm Bodenfreiheit. Das war der Nachteil.

Gruß Jodler

Ösi
18.02.2011, 16:05
Ja Stefan das wird sicher so sein, ich habe eher gemeint das die vielleicht Vergleichswerte, sprich technische Daten bzw ein Messprotokoll vorliegen haben.
Das wäre dann auf jeden Fall aussagekräftiger als unsere Rechnerei.

Oder du erkundigst dich mal nach einer Probefahrt mit Hänger und den verschiedenen Reifengrößen. :top