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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kilometerpauschale in Holland?!


Stela
15.11.2009, 07:42
Wie findet ihr das? Wir fahren so ca. 15 tkm im Jahr. Hätten dann 450 € zu zahlen. Das wäre mehr als wir jetzt zahlen für unseren Kia 401 €. Ob das für Deutschland realisierbar wäre? Eigentlich finde ich es gut, das Vielnutzer auch mehr bezahlen. Für Pendler ist es natürlich Murks.
Aber das Auto würde bestimmt des Öfteren mal stehen bleiben. Das wäre dann auch umweltfreundlich.
Also wir denkt Ihr darüber?
Viele Grüße
sendet
Stela

Campervan
15.11.2009, 09:07
..... dann würde für Viele das Auto fahren in D noch teurer ! :mad::keule:

Es müßte ja sowieso teurer werden, um den hohen technischen Aufwand zu finanzieren.
Und wie teuer und aufwändig, sieht man bereits bei der LKW-Maut auf BAB in D, die inzwischen bereits erhöht wurde.

Diese 3 Cent/km. in NL seien erst der Anfang, soll sich später dort auf bis zu 6,7 Cent/km. -je nach Wagenklasse- erhöhen. :keule:
(Quelle: heute.de)
Und wann müssen die ausländischen Autos dann in NL daß auch bezahlen ?
Und ihre Fz. technisch dafür aufrüsten ? :scratch: Oder diese Maut am Automaten bezahlen ?

Wenn Umweltschutz, dann sollen sie die umweltsauberen Autos auch dem "kleinen Mann" ermöglichen, oder z.B. einem Arbeitslosen, der einen Job gefunden hat, und dafür ein Auto braucht - und nicht via Abwrackprämie in die Schrottpresse fahren.
Man könnte heulen, was da tlw. für gute, umweltsaubere, fahrbereite Autos -hier- verschrottet werden.:cry:

Mir wären durchgängige Verkehrskonzepte viel lieber, wo man z.B. das Fahrrad gut einsetzen könnte.
z.B. preisgünstige Parkplätze am Ortsrand, (1 Euro/Tag ?) und Fahrradwege in die Innenstadt = spart sehr viel Abgas.:top
Einfachere Fahrradmitnahme im ÖPNV. mehr Miet-Fahrräder, usw.
So bliebe man individuell und flexibel - völlig abgasfrei.

Thorsten
15.11.2009, 09:19
Damit werden wieder ganz klar die Berufspendler bestraft.
Meine Frau z.B. muss 3 mal in der Woche von uns nach Düsseldorf in die Kanzlei,das sind mal eben 65 km einfache Strecke.
Sie muss mit dem Wagen fahren, weil sie jedesmal ca. 20 Kilo Akten mitschleppt.
Hieraus ergibt sich nur für unseren Privatwagen (ich habe einen Firmenwagen) eine Jahresleistung von rund 30.000km. Somit würde sich die Steuer verdreifachen (!!!!).

Ich bin dann schon eher für die PKW-Maut, denn dann müssten alle (also auch Nicht-Bundebürger!) zahlen.

frausauerland
15.11.2009, 11:01
Hallo, :wink

ich finde das, so wie es in Holland umgesetzt werden soll, nicht so gut. Gezahlt wird für jeden Kilometer, auch wenn er im Ausland gefahren wird, wo man oft genug noch mal extra zahlen muß.

Die Kosten sollten sich nur auf die gefahrenen Kilometer im eigenen Land beschränken. Ich wäre aber auch eher für eine Pkw-Maut. Dafür sollten dann auch die Ausländer zur Kasse gebeten werden.

Vivaldi
15.11.2009, 11:23
Moin,

so wie ich im Netz die vielen Kommentare zu den ersten Veröffentlichungen gelesen habe, ist das auch noch nicht in trockenen Tüchern gem. EU-Recht....

Könnte mir gut vorstellen, das die EU da mal wieder beim Thema Gleichbehandlung ein Wörtchen mitreden möchte insbesondere bei dem Punkt der ausländischen Nutzer ( die im eigenen Land eine Kfz.-Steuer zahlen) der niederländischen Straßen.....

Beobachter in Brüssel kritisieren nämlich jetzt schon, dass die Niederlande damit gegen den EU-Grundsatz der absoluten Gleichbehandlung aller EU-Bürger verstoßen könnten.

Warten wir es mal ab........

DaVinci
15.11.2009, 11:34
Damit werden wieder ganz klar die Berufspendler bestraft.
Meine Frau z.B. muss 3 mal in der Woche von uns nach Düsseldorf in die Kanzlei,das sind mal eben 65 km einfache Strecke. Sie muss mit dem Wagen fahren, weil sie jedesmal ca. 20 Kilo Akten mitschleppt.


Moin Thorsten, :winke:

sorry, aber du wirst mir in diesem Fall nicht erzählen wollen, dass sie Fahrten für die Kanzlei umsonst macht!? Auf der anderen Seite macht ihr durch die hohe Kilometerleistung natürlich auch enorme Werbungskosten bei der Steuer geltend. Wie würden denn deine Steuern aussehen, wenn du nur 2500km im Jahr geltend machen könntest? :angel::angel::D: :flucht:

nobi
15.11.2009, 12:28
Hallo,
wenn in Germany das vorhandene Mautsystem genutzt werden würde, hätte das zur Folge, dass alle möglichst die Autobahnen meiden.
:scratch:
Bei unseren Niederländischen Nachbarn wird hingegen eine Abrechnung über GPS angestrebt.
Sobald das Fahrzeug bewegt wird muss gezahlt werden.
Dafür wird die KFZ Steuer und die Luxussteuer bei Erwerb von Fahrzeugen abgeschafft.
Gruß
Nobi

Vivaldi
15.11.2009, 13:06
Sobald das Fahrzeug bewegt wird muss gezahlt werden.


Moin Nobi,



fallen dann auch die Brötchenhol- und Klofahrten der gelben Nummernschilder auf dem CP darunter..........:scratch:

Sorry, schwer OT aber bei der Vorlage........:rotwerd2:

nobi
15.11.2009, 14:26
hallo Jürgen,
...so habe ich es irgendwo gelesen,
beim googeln habe ich dann diesen (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,607516,00.html) gelesen.


Ich meinte motorisierte Fahrzeuge...

:rotwerd:

Die frage wäre jetzt, bekommt jeder der die Niederlande betritt einen GPS Sender gesetzt?

Das wäre doch was für den Überwachungsstaat...

Sie haben ohne Kurtaxe zu zahlen den Strand betreten...
Bitte zahlen Sie 95€ Strafe...
:totlach

Gruß
nobi

Wimet
15.11.2009, 15:22
Hallo,

den Überwachungsstaat haben wir ohnehin schon.

Kürzlich war ein Vertreter bei mir und sagte, er könne nicht mehr so lange bei mir quatschen.
Über Satellit kontrolliert sein Auftraggeber jetzt, wo und wann er wie lange gestanden hat........

Toby
15.11.2009, 16:24
Das das "Autofahren" zukünftig teuerer wird,
damit haben sich ja die meisten KFZ-Nutzer abgefunden bzw. müssen sich damit abfinden.
Nur die Art der Erhebung sollte so durchgeführt werden, das die derzeitige KFZ-Steuer, bei einer mittleren KM-Fahr-Leistung, so einfach wie möglich
einbehalten werden sollte.
D.h, eine bestehende Technik so nutzen, das wenig Aufwand bzw. Umbau
nötig ist.
Nur die aktuelle Mauttechnik nutzen zu wollen ist falsch, da sich dann ein Teil des Verkehrs auf die Bundesstrassen verlagert, also die Nichtverkehrteilnehmer mitbestraft.
Idee:
- KFZ-Steuer auf die Treibstoffkosten umlegen
- zusätzl. für ausl. Verkehrsteilnehmer eine Mautplakette - auch zeitweise

Gruß Thomas

Campervan
15.11.2009, 17:31
- KFZ-Steuer auf die Treibstoffkosten umlegen
Aber erst, wenn die Mineralölsteuer kräftig gesenkt wird. 1,36/Liter Benzin ist absolut zu hoch.:keule:
Achtung WW-Gespannfahrer: Mehr Spritverbrauch im Gespannbetrieb, contra wenig KFZ-Steuer für WW ?
Welche Lösung wird teurer ?

Die Mineralölbranche ist "merkwürdig". Der Dollar fällt, der Spritpreis steigt trotzdem.
BP macht Milliardengewinne, trotzdem wollen sie 600 Mitarbeiter entlassen, davon 200 in Dtl. -> wollen nach Ungarn auslagern.
Welcher Wocamper arbeitet (bald nicht mehr ?) bei BP ?:streicheln:
Nur die Art der Erhebung sollte so durchgeführt werden, das die derzeitige KFZ-Steuer, bei einer mittleren KM-Fahr-Leistung, so einfach wie möglich einbehalten werden sollte.
Einfach ? Gerade in Dtl. ? Schön wärs. - Vieles ist in D extra kompliziert, nicht nur die Steuererklärung.
LKW-Maut in D, Aufwändiges elektronisches System, sehr unzuverlässig.
Österreich: Kleine Boxen, die Jedermann kaufen kann, und viel einfacher sind.
- zusätzl. für ausl. Verkehrsteilnehmer eine Mautplakette - auch zeitweiseTja, Maut für die ABs, oder für alle Straßen ?
Nun, urlaubsfreundlich abgestuft, z.B. für Urlauber in D.
Achtung EU-Recht, hier Gleichheitsgrundsatz = die Deutschen müßten diese Maut-Plakette auch kaufen.
Schweiz: Autobahn-Vignette, aber die Schweizer müssen sie auch kaufen = gerecht.

Fazit: Die Nerven + Geldbeutel der deutschen Autofahrer, sind m.E. bereits überstrapaziert.
Frag mal z.B. einen Amerikaner oder gar einen Australier, ob er so viel Geld fürs Auto fahren zahlen würde wie in D ?:stupid:

Ein befreund. Paar zieht jetzt von D/CH nach F um - und spart kräftig Geld. Auch bei den Autokosten, durch F-Zulassung.

Die KFZ-Steuern sind selbst in CH niedriger, als in D (Audi A 3 Diesel, Bj. 2000)

Vorschlag: Die Autofahrer befragen ! Bei welchen Konzepten sie am ehesten aufs Auto verzichten, oder einschränken könnten ?:zwinkern:

daf43
15.11.2009, 17:46
Hallo,
letztendlich ist es wieder ein Trick, mit dem Mäntelchen "Umwelt" die Autokosten weiter zu erhöhen. Während man bei uns das Autofahren "bestrafen" will, sitzen die ganzen Autohersteller in den Starlöchern, in den nächsten 10 Jahren für Russland, China und Indien so viele Neufahrzeuge (nix mit Kat, DPF usw.) zu verkaufen, wie derzeit in Europa fahren.

Jetzt folgt etwas spöttische Polemik :banane:banane:banane

Eine kilometerabhängige Maut wird natürlich von den ganzen Wenigfahrern lauthals befürwortet, es soll ja schließlich die anderen treffen. :klatschen:klatschen

Aber ist diese Vielfahrer-Maut überhaupt "gerecht"?:scratch::scratch::scratch:

Bekannt ist doch, dass nicht die PKW sondern die LKW die Straßen zerstören (hat nicht der ADAC gesagt: 1 LKW richtet soviele Straßenschäden an wie 10.000 PKWs?).:devil::devil::devil:

Wenn also der PKW-Fahrer keine Straßen zerstört, muss er auch nicht kilometerabhängig bestraft werden :schwitzen::schwitzen::schwitzen:.
Die ganzen Straßen werden neben den LKWs durch Frostaufbrüche zerstört und das passiert genau so, ob ich 5.000 oder 50.000 km im Jahr fahre.
Die Ampelanlagen müssen für den Vielfahrer und für den Wenigfahrer Tag und Nacht gleichermaßen funktionieren und gewartet werden, Rettungsdienste sollen für Viel- und Wenigfahrer jederzeit bereit stehen usw.

..und wann haben wir den meisten Verkehr?: wenn der Wenigfahrer in seinen Sommerurlaub fährt und dann beste und staufreie Straßen fordert, die ihm die Vielfahrer gefälligst zahlen sollen!!
daf43

Travelking
15.11.2009, 18:06
Hej zusammen,

Autofahren wird nicht billiger. Das muß jedem klar sein.

Aber eine Kilometerpauschale? :stupid: Ich bin dagegen. IMHO ein irrsinniger Aufwand.

Ich würde für eine Maut plädieren. Die müssen dann alle zahlen. Auch die Transitfahrer.

Und wenn wirklich der Umweltgedanke dahinter steckt. Dann hilft ein Tempolimit.

nobi
15.11.2009, 18:17
Hallo,
die neue Maut war schon im Februar beschlossene Sache in Holland.
So wie ich das gelesen habe sind unsere Nachbarn ganz Glücklich damit.
Vor allem die "Wenig- Fahrer" freuen sich.
Für die fallen einige Steuern weg.

Hallo Wimet,
den Überwachungsstaat haben wir ohnehin schon.

Kürzlich war ein Vertreter bei mir und sagte, er könne nicht mehr so lange bei mir quatschen.
Über Satellit kontrolliert sein Auftraggeber jetzt, wo und wann er wie lange gestanden hat.....
:confused:
ob die GPS-Kontrolle mit D. Arbeitsrecht vereinbar ist???
...ich glaube nicht.

Gruß
nobi

tourensauser
15.11.2009, 20:36
Ich würde in Holland statt der eh' schon teuren € 300,-- für meinen Diesel dann € 900,-- bezahlen......nur um zur Arbeit zu fahren.

Der private PKW käme noch dazu.

Ich hör jetzt schon die Umweltaktivisten: Umziehen zum Arbeitsplatz, ÖPNV und so weiter, Autofahren muss teurer werden, genau richtig so....

Ist ja schön und gut, aber in der heutigen Arbeitswelt wird Mobilität und Flexibilität erwartet. Also alle paar Jahre umziehen und der Arbeit nachziehen ? Soziale Kontakte abbrechen und auf die Familie vor Ort verzichten ? Die Kinder aus der Schule reißen und von den Freunden trennen ? Wer will denn das ?

Und ÖPNV gibt es in der Stadt und den Ballungsgebieten- Ich hätte keine Möglichkeit, meinen Arbeitsweg sinnvoll per ÖPNV zu bewältigen.

Wie Dieter schon sagte, immer drauf auf die Vielfahrer. Das sind eh die, die schon am meisten für den Staat bezahlen (aufs Autofahren bezogen). Man könnte ja spaßeshalber mal ausrechnen wieviel Mehrwertsteuer für neue Autos und deren Unterhalt und Mineralölsteuer so im Jahr bei einer Jahresfahrleistung von 30000 km für die Arbeit bezahlt wird...

Und die Steuererstattung durch die Kilometerpauschale deckt nicht einmal den Bruchteil eines Bruchteils der Kosten.

Hymermann
15.11.2009, 21:58
sorry, aber du wirst mir in diesem Fall nicht erzählen wollen, dass sie Fahrten für die Kanzlei umsonst macht!? Auf der anderen Seite macht ihr durch die hohe Kilometerleistung natürlich auch enorme Werbungskosten bei der Steuer geltend.


Hallo Frank,

ich mische mich da einmal ein, obwohl ich nicht der Thorsten bin.

Na klar werden hier die Berufspendler benachteiligt. :keule:

Welcher Arbeitgeber bezahlt denn heutzutage noch Fahrtkosten?

Ich glaube, Du kennst die Wirklichkeit nicht! :D:

Von der Steuer absetzen? Ha, ha! Seit ein paar Jahren kann man zum Beispiel, egal wie oft man am Tag zur Arbeit fährt, nur noch 1 Fahrt pro Tag absetzen.

Wenn nun Brigitte (die Beste aller Ehefrauen) zusätzlich zur normalen Arbeitszeit Rufbereitschaft hat, (15 oder 24 Std.) fährt sie für jeden Einsatz ins 22 km entfernte Krankenhaus. (pro Einsatz also 44 km) Fallen nun in dem Dienst mehrere Einsätze an, und das ist fast immer der Fall, sind die Fahrtkosten höher als der Verdienst. Dafür "durfte" sie sich aber die Nacht oder das Wochenende um die Ohren hauen. :cry:

Aber was macht man in der heutigen Zeit nicht alles, nur um seinen Arbeitsplatz zu behalten. Aber ehrlich gefragt, soll da die Arbeit immer noch Spass machen? Wer bringt gerne noch Geld zum Arbeitsplatz mit?

Also, von uns eine klare Ablehnung dieser Regelung!

Campervan
15.11.2009, 22:41
Wer bringt gerne noch Geld zum Arbeitsplatz mit?Gibts immer häufiger, z.B. die sog. "Ein Euro Jobber" = zahlt der Staat Geld an den Arbeitgeber, damit der die Leute beschäftigt, ohne Lohn dafür zu zahlen.

Früher: Bei drei versch. Vollzeit-Arbeitsstellen, gute bis sehr hohe Qualifizierungen dafür nötig, hätte ich als Single auch noch Geld mitbringen müssen, um davon leben zu können, und dort weiter arbeiten zu können = Lohndrückerei, einfach so.

Vor kurzem las ich ein Stellenangebot, halbtags, mo-fr für 400,- "netto"/Monat.
(LKW-Fahrer 7,49 to. für Wein-Transport)
21 Arbeitstage/Monat je 45 km. (hin+zurück) x 0,20/km = 189,- Euro
400,- minus 189,- = 211,- > knapp mehr als die Hälfte vom netto noch übrig.

Angenommen: Ein Arbeitslose/r ("Hartz-4" Empfänger)
Von 400,- "netto" bleiben ihm nur 160,- - der Rest wird ihm angerechnet.
160,- minus 189,- = minus 29,- = er hat null davon, und müßte theoretisch noch 29,- Euro draufzahlen, um dort arbeiten zu "dürfen".:rotwerd:
= so wird die Arbeitslosigkeit in Dtl. nicht bekämpft.:stupid:
(Arbeitsmarktpolitik = mein Steckenpferd)

Hätte mal ein Bewerber gesagt:"Ich kann es mir finanziell nicht leisten, für sie zu arbeiten".:totlach

Prüfe gerade einen Ford Transit (Diesel) -> LKW-Zulassung - auch als neues Zugfahrzeug - d.h. eine km-Pauschale wäre für mich schlechter.:keule:

Atlan
16.11.2009, 00:03
Bei den ganzen Berechnungen die hier schon stehen muss man aber noch folgendes bedenken:
In den Niederlanden sollen in diesem Zusammenhang sowohl die 25%ige Luxussteuer auf
PKW's, wie auch die KfZ-Steuer abgeschafft werden.
Für einen Niederländer sieht die Rechnung also anders aus.
Nehmen wir mal an, ein PKW kostet 20.000 Euro lt. Hersteller. Die Mehrwertsteuer
ist schon drin, jetzt kommt noch eine Luxussteuer von 25% hinzu.
Macht 5.000 Euro.
Dazu kommt noch eine jährliche KfZ-Steuer, die zur Zeit - glaube ich - nach Fahrzeuggewicht
berechnet wird. Sagen wir mal 100 Euro (nur fürs Rechenbeispiel)
Der PKW wird 10 Jahre 20.000 km p.A. gefahren.

Rechenbeispiel:
5.000 Euro Luxussteuerersparung
1.000 Euro KfZ Steuerersparung
6.000 Euro Steuerersparung
========

Bei 20.000 km p.A. und 0,03 Euro pro Kilometer kommen pro Jahr 600 Euro NEUE STEUER
zusammen, macht in 10 Jahren also 6.000 Euro Somit hätte ein Wenigfahrer in den Niederlanden
durchaus eine deutliche Steuerersparnis.

Thorsten
16.11.2009, 06:35
Moin Thorsten, :winke:

sorry, aber du wirst mir in diesem Fall nicht erzählen wollen, dass sie Fahrten für die Kanzlei umsonst macht!? Auf der anderen Seite macht ihr durch die hohe Kilometerleistung natürlich auch enorme Werbungskosten bei der Steuer geltend. Wie würden denn deine Steuern aussehen, wenn du nur 2500km im Jahr geltend machen könntest? :angel::angel::D: :flucht:

Die Fahrten zur Kanzlei sind keine vom Arbeitgeber zu tragenden Fahrten, sondern der reine Arbeitsweg. Das einzige "Schmankerl" hierfür seitens Ihres Chefs ist ein kostenloser Tiefgaragenstellplatz (den man auch an der Kö braucht...). Auf Deutsch: selber schuld wenn sie in D-dorf ackern geht....
Das mit den Werbungskosten ist zwar im Grundsatz richtig, relativiert sich aber wieder in Hinsicht auf unser gemeinsames Einkommen.

Wimet
16.11.2009, 17:41
Hallo Nobi,

deutsches Arbeitsrecht ?

Obwohl selbst Arbeitgeber, kann ich das nicht mal sagen:scratch:
Aber solange ich auf der Toilette keine Kamera aufstelle, darf ich überall kontrollieren was meine Leute so treiben.
Brauchte ich bisher aber noch nie, ich weiß ich kann mich auf sie verlassen.
Vertrauen gegen Vertrauen !

nobi
16.11.2009, 21:15
Hallo Wimet,

Aber solange ich auf der Toilette keine Kamera aufstelle, darf ich überall kontrollieren was meine Leute so treiben.

Die Amis sind so toll das sie die aufgenommenen Videosequenzen bei Youtube reinstellen...
:D:
...geht ja wohl gar nicht.

Das ist ein Eingriff ins Persönlichkeitsrecht und hierzulande strafbar.
gruß
nobi

LMC-Admiral
16.11.2009, 23:52
Rechenbeispiel:
5.000 Euro Luxussteuerersparung
1.000 Euro KfZ Steuerersparung
6.000 Euro Steuerersparung
========

Bei 20.000 km p.A. und 0,03 Euro pro Kilometer kommen pro Jahr 600 Euro NEUE STEUER
zusammen, macht in 10 Jahren also 6.000 Euro Somit hätte ein Wenigfahrer in den Niederlanden
durchaus eine deutliche Steuerersparnis.

Hallo Holger
Ganz geht deine Rechnung nicht auf.

Der normale Niederländer fährt meistens einen älteren gebrauchten Kleinwagen, also fällt für ihn die BPM ( Luxussteuer ) nicht sonderlich ins Gewicht. Die Wegebelasting (KFZ-Steuer) ist bei kleinen Fahrzeugen relativ niedrig. Fahrzeuge über 25 Jahren sind sogar von der Steuer befreit.

Dann soll die neue kilometerabhängige Steuer sich bis zum Jahr 2018 kontinuierlich auf 6,7 cent pro Kilometer steigern.
Also profitieren nicht die Wenigfahrer, sondern vor allen diejenigen, die sich ein neues Auto leisten können.

Ein holländischer Arbeitskollege, mit dem ich eine Fahrgemeinschaft bilde, sagte eben schon: wenn die das neue System wirklich durchsetzen, ziehe ich um nach Deutschland. ( ist für ihn nur paar hundert Meter weiter:D:)

Toby
17.11.2009, 08:22
Der normale Niederländer fährt meistens einen älteren gebrauchten Kleinwagen.....
Wenn ich mir so die Zugwagen ansehe, sind diese Zeiten schon lange vorbei.
Das ist natürlich nur ein geringer Anteil und nicht repräsentativ.

Gruß Thomas

LMC-Admiral
17.11.2009, 08:51
Wenn ich mir so die Zugwagen ansehe, sind diese Zeiten schon lange vorbei.
Das ist natürlich nur ein geringer Anteil und nicht repräsentativ.


Ja, irgendwie haben die Holländer es mit den Extremen. Entweder sind die Autos riesig groß ( unheimlich viele Amerikanische Trucks fahren hier rum), unheimlich klein ( viele 45 km/h Plastikautos) oder furchtbar alt ( Oldtimer >25 Jahre).

Nein, du hast schon Recht auch der Holländer probiert mit mehr oder weniger großem Erfolg ein normales Auto zu fahren. Wenn er nach der dritten Führerscheinprüfung endlich seinen Lappen hat, bekommt er ein gelb-schwarzes Nummernschild mit der Kennung NL für Not-Learned :totlach.

Die Autos fallen aber schon in der Regel kleiner als bei uns, da die KFZ-Steuer gewichtsabhängig gezahlt wird. Mein Chef hatte schon mit unserm Mondeo Schwierigkeiten, da unser Auto größer war und edler aussah als sein Toyota Avensis. Über den Sorento diskutieren wir erst gar nicht. :D:. Der ist hier mit seinen 2.2 t unbezahlbar in der KFZ-Steuer (2344 Euro pro Jahr:schwitzen::schwitzen::schwitzen:) .

Vivaldi
17.11.2009, 18:08
Hallo zusammen,

es ist ja nicht so, da sich in den Niederlanden nicht auch Widerstand gegen die geplante Neuregelung gebildet hat, sowohl auf der politischen Ebene als auch beim Verkehrsteilnehmer.

Bei entsprechenden Nachforschungen im Netz wird man da schön fündig.

Stark finde ich auch die Tatsache, das es bereit Beiträge zu den teilweise drastischen angedachten Strafen bei Manipulationen an den technischen Aufzeichnungsgeräten gibt......

Strafkatalog (http://www.handelsblatt.com/politik/international/pkw-maut-harte-strafen-fuer-betruegerische-hollaender;2485176)

Sicher gibt es da auch wieder die Freaks, die nach Lösungen suchen und auch welche finden werden, um die Geräte zu manipulieren....

Nach meiner aktuellen Meinung ist die Angelegenheit noch lange nicht in trockenen Tüchern und deshalb irritiert mich das teilweise schwer, wie sich unsere Volksvertreter ( nicht nur die aus den letzten Reihen) und alle möglichen "Sachverständigen" aktuell auf dieses Thema stürzen.........




(http://www.handelsblatt.com/politik/international/pkw-maut-harte-strafen-fuer-betruegerische-hollaender;2485176)

nobi
17.11.2009, 18:35
Hallo Jürgen,
das ist gut,
ich hoffe unsere Nachbarn gehen auf die Barrikaden.
:keule:
Es kann schließlich nicht sein das irgendwer, ohne jeden kriminellen Verdacht, in der EU via Satellit verfolgt wird.
:stupid:


Bei diversen Straftätern soll es mir noch egal sein...
Gruß
Norbert

CampingNarr
18.11.2009, 10:07
Hallo,
na dann werden die Mietwagengeschäfte an den Grenzen ja einen Boom bekommen. Ich würde mir jedenfalls sofort ein Fahrzeug aus dem "Ausland" beschaffen

LG

LMC-Admiral
18.11.2009, 10:41
Hallo alle zusammen

In Holland geht auch noch das Gerücht um, dass auch ausländische Autos an der Abzocke beteiligt werden sollen. Wie das allerdings zu realisieren sein soll, ist nicht bekannt.

Wenn dem so sein sollte, dann nützt es auch nichts, einen Wohnsitz in Deutschland oder Belgien zu haben oder ein Mietfahrzeug aus einem anderen Land

Übrigens soll die KM-Pauschale sich auch nach Uhrzeiten verändern. Zu Spitzenzeiten kommt noch ein Zuschlag oben drauf.

CampingNarr
18.11.2009, 10:54
Na, dann hat man endlich alle Bewegungsdaten.
Fehlt nur noch, dass die Tür am Fahrzeug sich nur öffnet, wenn man eine personifizierte Code-Karte durchzieht.
Wie war das noch mit Geruchsproben vor über 20 Jahren ?
Geniale Idee der Nachbarn, wirklich da hätte doch Herr Schäu.... auch drauf kommen können

LG

vero269
18.11.2009, 12:10
Also ich halte rein gar nichts von einer Kilometerpauschale. Ich bin Selbständig und bin viel mit dem Auto unterwegs um zu meinen Kunden zu fahren. Die PKW Kosten sind jetzt schon der grösste Kostenfaktor den ich habe.
Jetzt kommen sicherlich diejenigen die sagen, als Selbständiger kannst Du doch alles von der Steuer absetzen, also hör auf zu jammern. Dasstimmt auch zum Teil, aber das ist auch immer nur die halbe Wahrheit.
Ich bin für eine einheitliche Maut, ähnlich wie in Österreich. Jeder der die Strassen nutzt, soll zahlen. Aber dann muss die PKW Steuer wegfallen und das Geld soll endlich in den Strassenbau West investiert werden. Ich war beruflich schon in ganz Deutschland unterwegs. Die besten Strassen gibt es in Ostdeutschland, die schlechtesten in Westdeutschland, bevorzugt in NRW. Das muss sich ändern!:keule:

Campervan
18.11.2009, 14:30
Fehlt nur noch, dass die Tür am Fahrzeug sich nur öffnet, wenn man eine personifizierte Code-Karte durchzieht.
Gibts bereits, bei einzelnen Car-Sharing Modellen.

Steigerung: Der eigene Führerschein -> wäre als Chip-Karte. Stimmt was nicht = dann startet das Auto nicht.:rotwerd2:
Ähnliches gibts bereits als Chip-Fahrerkarte für LKWs mit digitalem Fahrtenschreiber. (aber ohne gekoppelte Wegfahrsperre.)
Ich erlebte einzelne LKW-Fahrer, die wegen dieser Sch.... technik fluchten.

Dazu möglich: Bewegungsprofil mittels GPS ermittelt, automatische Datenübertragung via GSM mit Flatrate = Handy-Modul.
monatliche Abrechnung und Abbuchung via Einzugsermächtigung (wie bereits mit der dt. KFZ-Steuer).

Und wer dies Alles nicht erfüllt - bekäme dann keine KFZ-Zulassung in D ?:stupid:

Unterwegs gäbe es dann Überwachungssysteme. Fährt ein Fz. ohne solches GSM-Signal daran vorbei, wird es "geblitzt".:mad:

Schon vor über zehn Jahren gabs in der Zeitschrift "Motorrad Reisen" so eine ähnliche, düstere Zukunfts-Vision.:rotwerd:
Und den Geheimtipp daß auf einer einsamen Insel in der irischen See, so "altertümliche" Motorräder wären, die noch mit Benzin fahren würden , und ungehindert = ohne den elektronischen Kram darin = nur mit Zündschlüssel zu starten, ohne FS-Chipkarte.:D:

Ein Land wie D, daß technisch so aufwändig die LKW-Maut einführte - traue ich in dieser Hinsicht noch viel mehr zu.:keule:

ullme
23.11.2009, 19:21
Habe jetzt nicht alle Kommentare gelesen, sollte meiner schon genannt worden sein...entschuldigt bitte.

Habt ihr mal überlegt, wie die ganzen Lebensmittel in Nl in die Geschäfte transportiert werden? Per Lkw...genau! Was meint ihr was passiert, wenn die Spediteure mehr Gebühren zahlen müssen? Sie geben das an die Geschäfte weiter (müssen sie um zu überleben) und wer zahlt dann mehr?

Die Bürger!

Mir geht inzwischen regelrecht die Hutschnur hoch, wenn ich irgendwas lese von " Umweltschutz" und deshalb machen wir das und das!

Habt ihr schon Mal versucht mit der Deutschen Bahn irgendwo hinzufahren? Manchmal ist das so teuer und umständlich, dass es einfach ist mit dem Auto zu fahren. Wir wohnen hier in der Pampa, da kostet die Hin und Rücktour in die Stadt schon 6€! Dafür kann ich bequem ins Parkhaus fahren!

Tut mir leid! Die haben alle einen an der Klatsche!

Nicht falsch verstehen:schwitzen: ich bin auch für Umweltschutz wo es geht und wir planen auch langfristig um. Ich halte aber nichts von Schnellschüssen! Niemand hat/kann beweisen, dass wir es sind, die die Welt aufheizen:

Waren das damals die Dinopupse?:mad:

http://www.news.at/articles/0943/35/254181/es-palmen-arktis-vor-53-5-millionen-jahren-tropenklima

Vivaldi
23.11.2009, 19:27
Moin,

ist Euch eigentlich aufgefallen, das sich aktuell um dieses Thema seit etlichen Tagen kein Mensch mehr zu kümmern scheint.....dies gilt nicht nur für die klassischen Medien....auch die Forenwelt scheint aktuell verstummt...:confused:

Die Sau ist mit heftigem Getöse durchs Dorf getrieben worden......:scratch:

ullme
23.11.2009, 19:30
Nö! Es interessiert sich nur jemand dafür, wenn es ans eigene Geld geht:angel:

tomruevel
23.11.2009, 21:17
Moin,

nee nee, auch im Niederländischen (Zeitungs-)Blätterwald rauscht zur Zeit nur der aktuelle Sturm.
Und die Mexikanische Grippe die bei uns Schweinegrippe heißt.

LMC-Admiral
24.11.2009, 16:55
Hallo ganz ruhig ist es nicht in den Niederlanden

Hier ein Bericht aus der Volkskrant vom 14. Nov. 2009 (http://www.volkskrant.nl/buitenland/article1316278.ece/Belgie_wil_ook_kilometerheffing)

Für die kein Niederländisch können, hier das Wichtigste.

Auch die Belgier wollen eine Kilometerpauschale 2018 einführen, abhängig vom Verschmutungsgrad des Autos und des Zeitpunktes der Benutzung. Die belgische Regierung wartet mit Spannung die Einführung des NL-Systems 2012 ab.
Ab 2018 sollen auch ausländische Autos in den Niederlanden kilometerabhängig abgerechnet werden. Diese allerdings nicht mit GPS -Überwachung.

Travelking
24.11.2009, 18:32
Hej Heinz,

Ab 2018 sollen auch ausländische Autos in den Niederlanden kilometerabhängig abgerechnet werden.

Muß man ja nicht mehr hin fahren. Zumindest nicht in den Urlaub.

DaVinci
24.11.2009, 19:32
Muß man ja nicht mehr hin fahren. Zumindest nicht in den Urlaub.

Moin Andre, :winke:

warum nicht? Wenn ich mir den heutigen Autobahnmaut in Frankreich ansehe, dann kann ein Urlaub in NL auch nicht arger werden. Ich denke mir, dass bald noch viel mehr Länder auf diesen Zug aufspringen werden. So langsam wird Deutschland von Ländern mit Maut eingeschlossen....

Travelking
24.11.2009, 19:41
Hej Frank,

ich schrieb man muß nicht. Nicht man kann nicht.

Da werden sicherlich ein paar Leute dann abwägen ob sie das auf sich nehmen oder nicht.

Toby
24.11.2009, 19:43
Moin Andre, :winke:

warum nicht? Wenn ich mir den heutigen Autobahnmaut in Frankreich ansehe, dann kann ein Urlaub in NL auch nicht arger werden. Ich denke mir, dass bald noch viel mehr Länder auf diesen Zug aufspringen werden. So langsam wird Deutschland von Ländern mit Maut eingeschlossen....

O.k., ist eigentlich egal, wie das Kind heisst,
aber in NL wie auch in D wird der Autobahnbau aus dem Steuertopf ( welcher bloss ??)
gezahlt.
In France sind es Privatbetreiber, die Autobahnen bauen und betreiben.

Warum sollten wir eigentlich die Autobahnen doppelt zahlen:
bislang gebaut aus meinen Steuern und was später mit meiner Maut :scratch::stupid:

Gruß Thomas
der doch dann lieber das Geld in F lässt :D:

LMC-Admiral
24.11.2009, 19:48
Urlaub mach ich garantiert nicht in Holland, da wir ja in den Niederlanden arbeiten.
Ich fahre täglich ca. 60 km in Holland. Bei meinem Auto (15 cent/km) ( ob die auch für Ausländer gelten sollen, ist nicht bekannt) wären das jährlich ca. 2500 Euro extra Basiskosten. Hinzu kann noch ein Zuschlag für die Hauptverkehrzeiten kommen.

Na Bravo, kann ich da nur sagen. Und wie schon vorher geschrieben, die Belgier stehen schon in der Warteschlange.

tourensauser
25.11.2009, 07:41
Wenn ich mir den heutigen Autobahnmaut in Frankreich ansehe...


In Frankreich gibt es wenigstens noch gut ausgebaute Bundesstraßen auf die man ausweichen kann. Niemand muss auf die Autobahn um quer durch France zu fahren.
Für die Speditionen ist das Tagesgeschäft und durchaus praktizierbar. Die dicken LKW fahren alle auf den Nationalstraßen; nur in wenigen Regionen (z.Bsp. zwischen Marseille und Monaco) macht das keinen Sinn und die Autobahn ist unumgänglich.

In NL soll ja offensichtlich für jeden Kilometer auf jedem Feldweg bezahlt werden.

ullme
25.11.2009, 08:13
Oh, stimmt! Wie machen die das denn mit Touries?

Ich fahre auch hin und wieder nach Holland (Pflanzen shoppen:D:) das sind nur 30-40km (ist kurz hinter der Grenze) aber mein alter Stinker, das wird bestimmt teuer:rotwerd:

Ich weiß nicht, ob wir uns nicht langsam in einer Preisspirale befinden, die nicht mehr zu stoppen ist. Manchmal glaube ich wir müssten mal alle mehr motzen.

LMC-Admiral
25.11.2009, 08:18
Oh, stimmt! Wie machen die das denn mit Touries?



Hallo Ullme

Ab 2018 sollen auch Ausländer in den Niederlanden zahlen. Allerdings nicht nach GPS-Systemabrechnung. Wie steht aber noch nicht fest.

ullme
25.11.2009, 09:37
Die sind witzig:scratch: sollen sich die Touries dann auch so einen Gps Sender anschaffen, wenn sie da durchfahren?

Irgendwie wirkt das Ganze etwas...unausgegoren oder?

LMC-Admiral
25.11.2009, 10:00
Die sind witzig:scratch: sollen sich die Touries dann auch so einen Gps Sender anschaffen, wenn sie da durchfahren?

Irgendwie wirkt das Ganze etwas...unausgegoren oder?


Unausgegoren ja, aber definitiv ohne GPS.

Ich denke, dass läuft auf eine Pauschale raus á la Österreich, Schweiz etc.
Die touristischen Gebiete an der Nordsee werden das aber sicher zu spüren bekommen.

tomruevel
25.11.2009, 11:08
Die sind witzig:scratch: sollen sich die Touries dann auch so einen Gps Sender anschaffen, wenn sie da durchfahren?

Irgendwie wirkt das Ganze etwas...unausgegoren oder?

Moin,

anschaffen braucht das Gerät niemand.
Das zahlt der Staat.

Und ob NL nicht noch eins von der EU verbrezelt bekommt ist ja auch noch nicht klar. Belgien wollte ja auch schon mal eine Vignette einführen und hat dann die Ohren langgezogen bekommen.

tourensauser
25.11.2009, 11:55
anschaffen braucht das Gerät niemand.
Das zahlt der Staat.



Genau wie die OBUs von Toll Collect in den LKW zur Mauterfassung (OBU = On Board Unit) (http://de.wikipedia.org/wiki/On-Board-Unit_%28Mautsystem%29)

Die sind auch gratis.....der Einbau darf aber nur von autorisierten Betrieben durchgeführt werden und kostet xxx Euro....

Also nix mit für umme :zwinkern:

ullme
25.11.2009, 12:24
Wunderwerk Technik! Meint ihr nicht so ein Chip im Ohr wäre einfacher? Autos wechselt man doch hin und wieder, so ein Ohr hält ewig:totlach

CampingNarr
25.11.2009, 14:44
Hallo
genau wie Ullme sagt, dann wäre die Erfassung doch lückenlos.

Ich finde die Möglichkeit Bewegungsdaten aufzuzeichnen viel prekärer als Kilometerabrechnungen.

LG Wilfried

Atlan
25.11.2009, 21:37
Hallo zusammen,

bei der ganzen Diskussion um "ist das machbar", "was kostet das",
"dürfen die das" sollte man nicht ausser Acht lassen was unsere
europäischen Nachbarn machen.

Schauen wir uns doch einfach mal um:

Österreich
In Österreich wird seit 1997 auf allen Autobahnen und Schnellstraßen
des Landes von allen Fahrzeugen eine Maut erhoben.

Schweiz
Für die Benutzung von Autobahnen und Autostraßen (mit weiß-grüner
Beschilderung) besteht in der Schweiz Vignettenpflicht

Frankreich
In Frankreich wird Maut (péage) für alle Fahrzeuge auf vielen Autobahnen erhoben.

Italien
In Italien wird Maut (pedaggio) für die meisten Autobahnen erhoben.

Polen
In Polen ist eine Autobahnmaut für die Strecken zwischen Kattowitz und
Krakau sowie auf der A2 zwischen Nowy Tomyśl und Łódź / Stryków II zu
bezahlen.

Weiterhin gibt teilweise mautpflichtige Strecken in
Slowenien, Spanien, Tschechien, Kroatien, Türkei, Ungarn, Serbien,
Mazedonien, Portugal, Griechenland, Slowakei, Bulgarien, Rumänien,
Bosnien und Herzegowina, Belgien

Schauen wir nach Norden (Norwegen, Schweden, Dänemark, Großbritannien)
Dort sind Sonderbauten wie Brücken und Tunnel zu mindestens eine Zeit
lang Mautpflichtig.

Lediglich die europäischen Ministaaten (Andorra, Liechtenstein, Malta,
Monaco, San Marino und der Vatikan) sind etwas gnädiger.

Die Niederländer denken jetzt auch Lautstark über ein Mautsystem nach,
nur Deutschland - schön in der Mitte, die Straßen werden von ALLEN
benutzt - scheint sich noch zu zieren.

Lediglich für Finnland habe ich nichts gefunden, selbst Inlandsfähren
kosten dort keine Gebühr.

Habe ich noch einen vergessen :scratch: Ach ja, die Länder ganz im Osten,
Estland, Lettland, Littauen. Ich glaube fast die sind - was eine Maut
angeht - vernachlässigbar.

Machen wir uns nichts vor, Deutschland ist keine Insel und die Maut
wird kommen!
Spätestens in der nächsten Legislaturperiode (egal welche Regierung)
haben wir eine Maut - wie auch immer diese Erhoben werden wird.
Auf jeden Fall haben wir schon eine Leistungsfähige Infrastruktur in
der BRD, da lässt sich bestimmt was basteln.
Und ich behaupte mal, dass der deutsche Michel am Ende des Tages mit
KfZ-Steuer plus Mineralölsteuer plus Maut mehr bezahlen wird als heute.

tomruevel
25.11.2009, 22:04
Moin,

schöne Auflistung.

Allerdings sind in einigen Ländern die Straßen, für die Maut zu entrichten ist, keine öffentlichen Straßen bzw. es sind private Betreiber. So. z.B. Frankreich oder Italien. Da wird es sicher noch mehr geben.
Das kennt man ja und das ist nachvollziehbar.

Aber was in NL passieren soll, oder andernorts auch gerne gemacht würde, das ist eine Maut für Straßen, die bereits aus öffentlichen Geldern bezahlt wurden.
Es müssen also nur noch die Kosten für den Unterhalt ggf. Neubau hereingespielt werden.
Wenn das mit der bisher pauschalierten Steuer geklappt und niemand durch die neue Besteuerung mehr belastet oder gar entlastet werden soll, wozu dann der Aufwand?
Ich denke man spielt mit der Möglichkeit doch mehr einzunehmen, von wem auch immer.
Und eine Frage ist bei dem Niederländischen System immer noch offen:
Es sollen ja auch km ausserhalb von NL abgerechnet werden.
Das würde aber bedeuten, dass man für manche Strecken dann doppelt zahlt. Z.B. wenn man in CH, in A oder in F auf der Péage unterwegs ist.

ullme
26.11.2009, 09:12
Gegen eine Vignette hätte ich auch überhaupt nichts!

Einmal zahlen und gut! Finde ich ok und bezahlbar, aber jemandem Kilometergeld abkassieren, der keinerlei Möglichkeiten hat seine Touren anders zu erledigen, finde ich....ich hoffe die Niederländer fliegen damit auf die Nase:keule:

tourensauser
26.11.2009, 09:35
Vor allem frage ich mich, wie die NLer die Abrechnung außerhalb Ihrer Landesgrenzen vor der EU durchbekommen wollen.....

Das ist ja wohl so ziemlich der größte Schwachsinn, den ich seit langem gehört habe :stupid:

ullme
26.11.2009, 09:59
Einen habe ich noch...Piercings sind doch in:scratch: vielleicht könnten die den GPs Sender auch als Nasenring oder Lippenstecker anbieten:D:
Bauchnabelpiercing wäre auch noch eine Alternative:banane

Alternativ könnten sie die Sender auch als Minikäse gestalten, den man dann einfach an den Spiegel hängt...aber bitte ohne Geruch:daumen: Oder die Königin als Kühlerfigur, die dann sendet! Kann man irgendwo kreative Vorschläge einreichen oder kommt man dann in die Klapse:totlach

LMC-Admiral
30.11.2009, 08:40
Vor allem frage ich mich, wie die NLer die Abrechnung außerhalb Ihrer Landesgrenzen vor der EU durchbekommen wollen.....



Hallo Stefan

Gar nicht, ist auch nicht vorgesehen. Im Ausland fährt der Holländer umsonst. Sie hoffen zur Zeit schon, dass wieviele Grenzbewohner auf die Strassen in Deutschland und Belgien ausweichen, damit die Staus in den Niederlanden weniger werden.:stupid:

Es werden tatsächlich nur die holländischen Strassen erfasst.

tourensauser
30.11.2009, 08:41
Moin Heinz,

das war aber so im Gespräch.

Hätte mich aber wie schon gesagt schwer gewundert....

Campervan
30.11.2009, 21:09
..... die Straßen, für die Maut zu entrichten ist, keine öffentlichen Straßen bzw. es sind private Betreiber.
Daß gibt es tlw. bereits auch in Dtl. - nur nicht so offen erkennbar.
z.B. A5 zwischen Freiburg/Br. und Weil am Rhein = von privaten Firmen renoviert, tlw. neu gebaut.
Dafür bekämen sie dann 30 Jahre lang einen Großteil der LKW-Maut auf dieser Strecke.
Quelle: Presse
Da frage ich mich: Wozu da noch eine PKW-Maut ? :scratch:

Auch auf dessen Rasthöfe und Parkplätze tut sich Einiges = wird kräftig privat investiert.
z.B. Rasthof Bad Bellingen: Ganz neue Gastronomie in Betrieb.
Und eine Frage ist bei dem Niederländischen System immer noch offen:
Es sollen ja auch km ausserhalb von NL abgerechnet werden. Wie will NL rechtlich Maut kassieren, für Straßen, die ihnen gar nicht gehören ?:confused:

Oder ein anderer Grundansatz: NL betrachtet ihre km-"Maut" als neue Form ihrer KFZ-Steuer ?
d.h. jeder NL-Staatsbürger muß jeden gefahrenen Kilometer, mit seinem NL-zugelassenen Fahrzeug, an seinen NL-Staat zahlen ?
Egal wo er damit fährt ?
Wenig fahren = wenig Steuer. Viel fahren = viel Steuer.
*ups* - da kann eine Weltreise teuer werden ?:mad:

LMC-Admiral
30.11.2009, 21:24
Wenig fahren = wenig Steuer. Viel fahren = viel Steuer.
*ups* - da kann eine Weltreise teuer werden ?:mad:


Die Weltreise wird nicht teuer, die Niederlande sind ja nur klein. Nur die in den Niederlanden gefahrenen Kilometer zählen. Es soll per GPS-system kontrolliert und Uhrzeit und Strassen genau abgerechnet werden.
Diese Info stammt aus direkter Quelle, ich arbeite in den Niederlanden und sehe während der Mittagspause täglich holländische Nachrichten und habe dies auch beim Verkehrsministerium verifiziert. Ja, die "kilometerheffing" so der niederländische Fachausdruck ersetzt deren Form der KFZ-Steuer. Der Kilometerpreis wird von 2012 bis 2018 langsam erhöht. Ein kleines Auto ( Smart 3 cent/kilometer) ist billig, ein großes Auto (SUV 15 cent pro Kilometer) teuer . Fährt man zur Hauptverkehrzeit ist es teurer als in der Nebenzeit.

LMC-Admiral
25.01.2010, 15:21
Hiermal ein Update zur Lage in den Niederlanden.

Der Widerstand wird größer. Der ANWB ( das Gegenstück zum ADAC in Deutschland) hat eine Umfrage veröffentlicht bei der sich die meisten Niederländer gegen eine Kilometerpauschale ausprechen. Ausserdem soll das GPS-kästchen zu sabottieren sein.

Wenn der ANWB gegen die Kilometerpauschale ist und wenn das "Kästchen" sabottiert werden kann, sagt Minister Eurlings, dass die Kilometerpauschale nicht eingeführt wird.

Man suche bereits nach Alternativen