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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schweinerei zum Jahreswechsel.


wrzlbrnft
27.02.2007, 14:33
Silvester in Naumburg.

Der Hagener Stammtisch hatte zur Silvesterparty nach Naumburg geladen und wir sind hingefahren. Schließlich hat sich ja die Heidi extra ein Wintervorzelt gewünscht und ich habe mein neues Navi ausprobieren können.
Der Wettergott hatte ein Einsehen und so haben wir die popeligen 530 km gegen 7 Uhr 30 unter die Räder genommen. Die Fahrt ging dank schwachem Verkehr zügig voran.
Plötzlich wollte uns das Navi hinter Geiselwind unbedingt von der Autobahn jagen. Nachdem ich mir aber von so einem Blechtrottel nichts vorschreiben lasse, sind wir auf der AB geblieben. Was soll ich in der fränkischen Pampa ? Wir kennen uns da ziemlich gut aus, weil wir den Frankenwein lieben und alle Jahre den neuen Jahrgang probieren müssen.
Wir sind dann vor Würzburg in Richtung Kassel abgebogen und standen nach etlichen km im Stau !
Aha ! so blöd ist der Blechtrottel also doch nicht. Ein LKW hatte sich die ungünstigste Stell, einen Steilhang, ausgesucht um gegen die Leitplanke anzutreten : er ist erster geworden und 20 m weiter unten gelandet. Gott sei Dank war der Stau in ca. 15 min. überwunden.
Beim ersten Tanken und anschließender PP ist es uns dann allerdings schon etwas mulmig geworden. Der Blaubasalt auf dem Parkplatz war so glatt, dass man kaum darauf laufen konnte. Jetzt wussten wir warum wir immer wieder Streufahrzeuge überholt hatten.
Als wir dann kurz vor Kassel die AB verließen, um die auf der Karte ausgewählte Strecke zu fahren, hat das Navi wieder gemeckert. Hat sich dann aber wohl besonnen, dass es lieber im warmen Auto bleibt statt auf der Straße zu landen und sofort den Kurs meinen Wünschen entsprechend korrigiert. Dafür durfte es auch bleiben.Wir sind ca. 25 mal rechts abgebogen, ich dachte mein Schwein pfeift.
Es hat uns aber zielsicher bis vor den CP geleitet! Ich war begeistert. Es war ziemlich genau 14 Uhr 30 min.

Nächstes Bier, neuer Anlauf !

Auf dem CP wurden wir herzlich vom Platzbetreiber, Herrn Reiter, begrüßt und nachdem er uns den Weg zu den Hagenern erklärt hatte, herein gelassen.

Wir haben dann erst mal auf der Straße gehalten um die Lage zu sondieren und den Platz auszuwählen.
Da kamen auch schon die virtuellen Freunde aus ihren Behausungen, aber diesmal in Person, um uns freundlich zu begrüßen.
Wir haben also unseren WW dank Mover auf der nassen Wiese schnell auf dem richtigen Fleck gehabt.
Und jetzt kam die erste Pleite : Das Stromkabel hat einen Schuko-Stecker und die Zapfsäule eine CEE-Dose. Verdammt, falsches Kabel eingepackt !! Gott sei Dank hatte einer der neuen Freunde den entsprechenden Adapter dabei.
Am nächsten Tag, die Schmach hat mich die halbe Nacht beschäftigt, fand ich dann das richtige Kabel mit CEE-Stecker im Staukasten. Ich hab das Wissen erst mal für mich behalten.

Am Abend sind wir dann in die Scheune zum gemütlichen Zusammensein gepilgert.
Ein eigenes Lokal gibt es am CP nicht.
Es wurde ein lustiger Abend und wir haben bei mitgebrachten Getränken viel gelacht.

Anderntags sind viele in ein Hallenbad gefahren und wir haben einen Einkaufsbummel in Naumburg gemacht und sind dann in ein Restaurant zum Essen gegangen.
Nachmittag haben wir uns von unseren neuen Freunden das Vorzelt aufstellen lassen. Pardon, hört sich hart an – ist aber so weil ich es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kann und meine Heidi einfach zu kurz ist... , was sie aber niemals zugeben würde.
Mittlerweile hat sich die schöne Wiese um unseren WW in ein Schlammbad verwandelt.
Es hat immer wieder geregnet und es ging ein kalter Wind.
Nachdem der Wetterbericht für die Nacht Sturmböen bis Orkanstärke gemeldet hat haben wir alle schnell noch die Sturmgurte am Vorzelt gespannt.
Abends haben wir uns dann wieder in der Scheune zum gemütlichen Abend versammelt.
Es hat dann in der Nacht zeitweise ganz schön am WW gerüttelt, aber es gab keine Schäden.

Am Samstagabend haben wir uns dann in einer nahegelegenen Pizzeria zum Abendessen getroffen und sind anschließend wieder in der Scheune gelandet.

Auf jedem Weg zum Sani wurde man von 3 freilaufenden Ziegen und 2 Schafen ( oder waren es Hammel? ) begleitet.

An Silvester gab’s dann um 18 Uhr in der Scheune das Spanferkel mit Kartoffelsalat und anschließend ein gemütliches Beisammensein. Die Stimmung war riesig, die Hagener haben dem Organisator den 1. Ferkelorden am Bande verliehen für seine erfolgreichen Bemühungen zum Gelingen des Festes und das alles wurde mit einem Schnaps begossen.
Um 0 Uhr sind wir dann vor die Scheune gegangen, haben das neue Jahr begrüßt und uns das Feuerwerk angeschaut.
Gott sei Dank hat das Wetter, das uns bei mancher Stehkafferunde die Tage vorher in die WW getrieben hat, diesmal mitgespielt.

Am 1. Januar waren wir alle dann Gäste des Platzherren bei einem Brunch und abends sind wir in eine Gaststätte zum Abendessen gegangen. Da Viele schon an diesem Tag abgereist waren weil sie ja am 2.Jan. wieder zur Arbeit antreten mussten, waren wir nur noch ein kleines Häuflein Camper.

Am 2. Januar waren wir dann um 12 Uhr auch reisefertig und haben uns auf den Heimweg gemacht.
Es war flüssiger Verkehr und dank Tempomat waren wir nach einer Tank- und PP-Pause um 19 Uhr wieder zuhause.

Zum CP : Der Platz hat uns gut gefallen, der Verwalter ist zuvorkommend und hilfsbereit. Das Platzangebot geht vom Zeltplatz bis zum Luxusplatz mit Frisch- und Abwasser. Die Plätze sind größtenteils in Rondells zusammengefasst. Brötchen gibt es in der NS nur auf Vorbestellung. Wie es in der HS ist weis ich nicht. In der Rezeption ist ein kleiner Kiosk. Ein Schwimmbad ist in unmittelbarer Nachbarschaft. Zur Stadtmitte von Naumburg sind es zu Fuß ca.15 min.
Die Sani haben behindertengerechte Kabinen und sind ebenerdig (bei leichter Steigung ) erreichbar.
Die Sani sind nur mit einem Chip zu betreten, was sicher Vorteile hat, aber auch Nachteile mit sich bringt. Die Chip werden auch in den Duschen benötigt, die Abrechnung der Punkte erfolgt dann bei der Abreise.
Der Platz steigt vom Eingang aus stetig an. (es geht bergauf).

Wir hatten viel Spaß und haben die Reise nicht bereut.

Gruß : Günni