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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sommer 2010 - mal wieder nach Frankreich


Toby
04.07.2010, 14:10
Da der Italienurlaub (inkl. Rom) aus "fusstechnischen Gründen" gecancelt wurde,
entschieden wir uns schnell wieder für den Mittelmeerraum als Urlaubsregion
und es sollte wieder Argeles sur Mer in Südfrankreich.werden
Nähere Wetterbeobachtungen liessen nicht das zu gewünschte Wetter zu erwarten,
also wurde als „Notquartier“ die ungeliebte Cote Azur in Erwägung gezogen.


Abfahrt am Feiertagmorgen (03.06.) liess eine entspannte Fahrt erwarten und wie gewohnt,
wurde wieder der günstigere Diesel für ( 0,999 ) in Luxemburg aufgefüllt.
Glücklicher Weise fuhren wir Richtung Süden, denn auf der Gegenspur an der Grenze von Frankreich nach Luxemburg, passierten wir einen LKW-Stau von ca. 5 Kilometer Länge - Stau, d.h. die LKW's standen auf der rechten Fahrspur hintereinander ( 5.000 m dividiert durch 15 m = über 300 LKW's !!!) - ich traute meinen Augen nicht. Auf der linken Spur passierten die übrigen Fahrzeuge die LKW-Kolonne in langsamen Tempo.
Weiter ging die problemlose Reise über Autobahnen A31 und A6 und eine kurze Rast auf dem grossen und ruhigen, da die Parkschleifen weit von der Fahrbahn entfernt liegen, Rastplatz Brognon ( 47.423244,5.172129 - ca. 10 Kilometer vor Dijon,), sollte die Fahrtüchtigkeit wieder herstellen. Die ersten französischen Leckereien, die dort in einem kleinen Leclerc-Shop erstanden und verzehrt wurden, taten ihr Übriges.
Der, wie auch in 2009, angepeilte Übernachtungsplatz "Camping Indigo International Lyon" (http://www.camping-indigo.com/de/naturcamping-ferien-lyon-frankreich.html) ( 45.821597, 4.762208 ) in Dardilly ( ca. 4 km vor dem Lyoner Tunnel )
http://www.wocamp.de/photoplog/file.php?n=4764&w=l
wurde dann am Abend, nach 800 Kilometer, erreicht und wir konnten noch vor dem Wohnwagen einen Snack nehmen, bevor wir uns früh auf's Ohr legten. Die Übernachtungsgebühr ( € 16,30 inkl. Tax, aber ohne 230 Volt) mussten wir direkt entrichten.
Das für den nächsten Morgen bestellte Baguette wurde, wie auch im Vorjahr, erst ab 8:00 Uhr ausgegeben so dass wir etwas später wieder auf Achse waren.
Die Durchfahrt Lyon war diesmal nicht ganz problemlos, da sich direkt nach circa drei Kilometer ein Stau von 250 Metern vor dem Tunnel gebildet hat. Lediglich eine kurze Pause und das Einfüllen des Reservetreibstoffs unterbrachen die Anfahrt über A7 und A9 nach Argeles sur Mer. Bei der Anfahrt bemerkte ich schon relativ viel Wind, was auch durch die auf dem Dach liegende Sackmarkise bestätigt wurde - hatte ich ja noch nie erlebt.
Wir hatten uns, kurz vor Orange/F, trotz der "schlechteren" Wetteraussichten für die Region Perpignan entschieden, da wir im Jahr 2008 dort sehr wohl gefühlt hatten.
Ankunft am "Camping Les Criques de Porteils" (http://www.lescriques.com/de) ( 42.533434, 3.068165 )
, zwischen Argeles und Collioure, direkt an der Steilküste.
Der Platz wurde von uns ausgewählt, da er, neben einer günstigeren ASCI-Zeit, auch Stellplätze an der Steilküste anbot, die freie Sicht auf das Mittelmeer anboten. Bei dem Besichtigungsrundgang stellten wir auch fest, das der Platz auf einem Hügel lag, der immer bei dem Gang von den Wasserplätzen zur Rezeption "bestiegen" werden musste, aber wir fanden die erhofften Plätze so vor, wie wir uns das vorgestellt hatten. Problem war nur, wie immer, zu viele schöne Plätze
mit Blick auf's Meer - welchen beziehen. Die Plätze, die meerabwärts, mit "Bergblick", lagen, schieden zum Glück für uns aus, da wir das Meer sehen wollten, ausserdem war es uns dort zu diesem Zeitpunkt auch zu heiss, weil kein Lüftchen blies (später waren diese Plätze immer ausgebucht, da es zum Meer hin immer windig war)
Wir bezogen nach der Anmeldung den ausgewählten Stellplatz, wobei wir uns hier erstmals einen Mover wünschten, da der Platz sehr schräg und zu eng zum rangieren war, so dass wir Probleme hatten den Fendt auf die Bretter zu bekommen.
http://www.wocamp.de/photoplog/file.php?n=4627&w=l
Hätten wir das vorher gewusst - denn wir zogen zwei Tage später, zwanzig Meter weiter, auf den übernächsten Platz, einen Eckplatz, der, im Verhältnis zu den anderen Plätzen, sehr gross war, um.
http://www.wocamp.de/photoplog/file.php?n=4626&w=l
Dort verbrachten wir die nächsten fünfzehn Tage/Nächte, mit wechselnden Wetterverhältnissen.
Der Wind, der ja an den Küsten immer bläst war einkalkuliert und so wurde ich zum Fachmann im Markise auf- und abbauen - sicherheitshalber lieber ein Mal mehr einrollen.
Regen gab es zum Glück auch an zwei Vor-/Nachmittagen, so konnte man auch mal ohne schlechtes Gewissen den Vormittag im Wohnwagen vergammeln. Es wurden nur die näheren Hafenstädte und Perpignan besucht. Die tollen Wanderwege in der gesamten Umgebung konnten, ebenso wie die Fahrräder, nicht genutzt werden. Der Weg nach Argeles und seine Stadtteil ist schön via Racou zu erfahren, aber auf der Rücktour stellte sich doch wieder die "Achilles-Verse" ( wortwörtlich :) ) von Barbara ein. Also auch nicht mehr so viel Rad fahren.
Mountainbiker würden sich dort wohl fühlen............................
............nicht nur wegen der hügelige Strassen, sondern auch wegen der ausgeschilderten Bergtouren. Man könnte die ca. 4 Kilometer entlang der Küste und dem Racou-Plage bis Argeles-Port schön laufen.
Komischer Weise meldet sich die Verse bei den wöchentlichen Märkten von Argeles ( jeder Stadtteil hat einen :( ) sowie den Hafenstädten Collioure und Port-Vendres erst kurz vor Marktschliessung.


Der Campingplatz bot einen atemberaubenden Blick über dass Meer, sowie Richtung Norden, der Küste entlang.
http://www.wocamp.de/photoplog/file.php?n=4638&w=l
Drei kleine privat Kies-Strände (Badeschuhe), die nur vom Campingplatz über steile Treppen aus betreten werden können, bieten absolutes Badevermögen, was auch von mir genutzt wurde. Diesmal hatte ich ja de Schnorchelausrüstung dabei und so wurde der Meeresfauna auf den Grund gegangen. Ich war erstaunt, wie fischreich die Buchten waren. Allerdings kann ich die Strände nicht für Kleinkinder empfehlen, da sehr steinig, teilweise hohe Wellen und das Wasser wird schnell tief.
Sandburgen baut dort niemand.
Dafür müsste man an den benachbarten "Racou-Plage"

Durch die netten Nachbarn wurde unser englischer Wortschatz wieder kräftig aufgemischt. Überhaupt verbrachten sehr viele Inselbewohner ihren Urlaub in Frankreich.
Der Platz kommt während der ASCI-Zeit auf €15,00 plus Tax und in der anschl. Zwischensaison, auf € 30,00 plus Tax. Sanitäranlagen sind genügend vorhanden. Alles wird liebevoll gepflegt und die Sanitäranlagen waren immer sehr sauber.
Das kleine Restaurant bot nette kleine Gerichte zu annehmbaren Preisen, auch "Public Viewing" wurde dort von mir genutzt. Allerdings waren die Betreiber noch nicht richtig auf die Saison eingestellt. Der kleine Shop an der Rezeption bietet das Notwendigste, für uns zumindest wichtig: Baguettbestellung.
http://www.wocamp.de/photoplog/file.php?n=4637&w=l


Die letzten drei Tage liessen uns den Abschied, den wir auf Grund der gemachten Platzwechselgewohnheiten auf Montags gelegt hatten, nicht ganz so schwer werden, denn es war Sturm.
http://www.wocamp.de/photoplog/file.php?n=4639&w=l

Nicht ein bisschen, sondern gleich mit Windgeschwindigkeiten von 80 - 110 KM/H, so dass kaum noch ein Vorzelt und keine einzige Markise/Sonnendach, mehr aufgebaut stand. Sorgen machte mir nur, das der Wind für die Fahrt nicht abflaute.
Das war auch begründet und als wir uns dann zur Rückfahrt aufmachten, blies der Wind auf der Autobahn A 9 mächtig und so beachtete ich nicht nur die überall angebrachten Schilder aus Vorsorge, sondern auch weil das Gespann wie ein Segelschiff arbeitete.
Mehr als 70 - 80 KM/h waren nicht drin.
Bei unserer Richtungsänderung, bei Beziers, auf die Autobahn A 75,
http://www.wocamp.de/photoplog/file.php?n=4640&w=l
die ist übrigens bis Clermont-Ferrand mautfrei (ab Sommer 2010 wird die Anbindung von Süden eröffnet - aber besser ein Stück RN über Bessan anfahren - Supermarkt & Esso-Automaten Tankstelle),
lies dann der Wind nach und wir konnten, so wie es das Gebirge zuließ, etwas an Reisegeschwindigkeit zulegen.
Da wir nur bis zum Tarn-Tal ( ca. 260 KM ) wollten wurde die Strecke diesmal wesentlich ruhiger angegangen, was sich auch später im Verbrauch zeigte: knapp unter zehn Liter, statt der im letzten Jahr durchgezogenen fast fünfzehn Liter


Fortsetzung in Teil II (http://www.wocamp.de/forum/showthread.php?p=58093#post58093)

Toby
04.07.2010, 14:12
Fortsetzung von Teil I (http://www.wocamp.de/forum/showthread.php?p=58092#post58092)

Die Brücke von Millau überfuhren wir diesmal nicht, da wir die alte Strasse nach Millau herunter zirkeln wollten.
Wer Zeit hat, sollte dies auch einmal machen, denn es gibt atemberaubende Ausblicke auf die Stadt und das Viaduc de Millau.
Überrascht wie gross doch Millau ist, sind wir entlang des Tarn Richtung "Gorges du Tarn", denn wir wollten zwar nicht in, aber so nahe wie Möglich an/in die Schlucht.
Der ausgewählte "Camping Le Peyrelade" (http://www.campingpeyrelade.com/gb/index_gb.html) ( 44.190933, 3.156999 )
http://www.wocamp.de/photoplog/file.php?n=4628&w=l
lag bei der Stadt Rivere-sur-Tarn, direkt am Fluss.
Die Zu-/Ausfahrt ist sehr steil und, wir konnten es kaum fassen, es war 13:50 Uhr und Mittagspause.
Macht nix - Platz und Sanitäranlagen besichtigt, für gut befunden und wir hatten noch die Auswahl von nur noch vier Stellplätzen direkt am Fluss
Alle anderen waren fast überwiegend durch Englische und Holländische Camper belegt. Anschliessend waren die Damen vom Essen zurück und wir konnten einchecken.
Schöner und ruhiger Platz, Nachts habe ich das Meeresrauschen vermisst, der zwar an der Strasse durch die Schlucht ( geht ja auch bei solchen Landschaftsverhältnissen nicht anders) liegt,
mit neuen und sauberen Sanitäranlagen (aber nur eins von zwei Gebäuden geöffnet), kleine Poolanlage, toller Landschaft und Kiesstrand am Fluss.
Was machen die Leute alle dort ? Schnell kam ich mit den Nachbarn ins Gespräch und man geht dort Wandern ( wilde Orchideen fotografieren), Mountainbiken, Klettern, Baden, Angeln und natürlich: Kanufahren.
Nach dem Aufbau und dem Mittags-Snack ging es mit dem PKW durch die "Gorges du Tarn".
http://www.wocamp.de/photoplog/file.php?n=4635&w=l
Wir waren ja schon durch den "Gorges du Ardeche"an ähnliche Landschaften gewöhnt, aber hier ist es noch schöner, da man durch und nicht „über“ die Schlucht fährt. Tolle Ausblicke auf Berge und Fluss haben wir dann aber nach vierzig Kilometer ( gefühlten einhundert ), bei La Malène (atemberaubende Serpentinenstrasse),
http://www.wocamp.de/photoplog/file.php?n=4636&w=l
das Tal verlassen und sind dann über das Hochplateau bis Meyrueis ( irre - man fährt mitten durch eine tolles Dorf )und dann durch Nebentäler mit spektakulären Ausblicken und Besichtigungsmöglichkeiten ( Grotte von Dargilan und Geierbeobachtungsstation - "Wilde" !!)
bis wir fast wieder am Campingplatz in die Schlucht gekommen sind.
Leider musste der kleine Einblick in diese tolle Schlucht ausreichen, denn Abends wollten wir noch Fussball gucken.
Nette kleine Bar mit Pizzeria am Platz. Gut und günstig, allerdings keine ital. Pizza erwarten - die ist zwar nicht schlecht, wir sind aber in Frankreich, also lieber was Französisches essen.
Gebühren fallen dort in ASCI-Höhe ( € 15,00 inkl. all ) an.
Auf der Fahrt durch das letzte Stück Tarnschlucht musste sich doch, obwohl ich Vorfahrt hatte, so ein oller Franzose noch durch eine Baustelle zwängen und mir gleichzeitig den Spiegelkopf des Zusatzspiegel abfahren.
Und der Drecksack hält noch nicht einmal an. Wütend halte ich an und wechsele den Spiegelkopf. Zum Glück habe ich nach solchen Erfahrungen vor Jahren, mehrere Ersatzspiegelköpfe dabei,


Weiter geht's nach dem Auftanken, an einem grossen Supermarkt in Millau und einigen Runden durch den dortigen Verteilerkreis. Die direkte Zufahrt zur A 75 war wohl gesperrt, aber die
Beschilderungs war uns nicht so ganz schlüssig.
Auf der A 75 geht es dann zügiger und mautfrei bis wir direkt hinter Clermont-Ferrand die BAB verlassen haben, um über die Nationalstrassen bis nach Nevers zu kommen.
Leider gab es wohl in 2010 auch einige Konjunktur Zuschüsse in Frankreich, denn auf der gesamten Route abseits der BAB mussten wir unsere Reisegeschwindigkeit wegen nervend vieler Verteilerkreise, einer unmöglich ausgeschilderten Umleitung
( klar, in France gibt es nicht an jeder Ecke ein Umleitungsschild, sondern immer nur dann, wenn die Richtung geändert wird, auch wenn's erst nach 10 Kilometer ist - danke an meine Navi-Uschi iGo 8.3 und Beifahrerin, die zur Sicherheit noch die Karte auf dem Schoss hielt (kann es sein das sie eifersüchtig auf Uschi ist ?? :) )) und mehrfachen Baustellen.
Einspurige Baustellen auf einer RN bedeutet durch Ampel- oder Arbeiterregelung jeweils 15-20 Minuten Verzögerung.


Nachmittags erreichten wir dann den "Camping de Nevers" (http://www.campingnevers.com/GB/accueil.html) ( 46.981984, 3.160561 )
http://www.wocamp.de/photoplog/file.php?n=4629&w=l
und für die knapp über 400 Kilometer lange Strecke haben wir dann schlussendlich über sechs Stunden benötigt und auch hier
bestätigte sich wieder meine Erfahrung, das man neben der Autobahn, trotz gut ausgebauter Nationalstrassen, sehr viel Zeit
und Nerven verliert. Der schöne städtische Campingplatz liegt direkt an der Loire und in die Stadt geht's schnell per Pedes über
die Loire-Brücke.
http://www.wocamp.de/photoplog/file.php?n=4632&w=l
Schöne Altstadt, mit Kirchen und kleiner Fussgängerzone. Baguette-Service entfällt und dafür gibt's einen
morgendlichen Spaziergang über die Brücke zur typischen Boulangerie..
Hier fallen an Campingplatzgebühren € 16,14 inkl. Taxe an, welche auch für die gebotene Wiese, Stellplätze liegen oberhalb,
und den einfachen, neuen und sauberen Sanitärgebäude gerechtfertigt sind.


Weiter geht es am nächsten Morgen, nach einer Tankrunde beim Supermarkt in Nevers, weiter nach Troyes.
Diese Strecke, über die Nationalstrassen N 151 und N 77, via Auxerre, wird abgespult und die 200 Kilometer sind diesmal schnell überwunden.
Der "Camping von Troyes " (http://www.troyescamping.net/rubrique.php3?id_rubrique=4) ( 48.31101, 4.097212 )
http://www.wocamp.de/photoplog/file.php?n=4630&w=l
liegt, gut zu erreichen, vor den Toren von Troyes, in dem Vorort Pont Sainte Marie.
Schöner Platz mit Wiesenplätze oder einzelne Stellplätze zwischen Bäumen und Hecken. Somit kann man zwischen offenen sonnigen oder schattigen Plätze wählen.
Das zentrale Sanigebäude, nicht modern, aber sauber, liegt direkt neben Pool und Bar.
Da es erst knapp Mittag durch ist, werden wir erstmal Mittagspause machen, da die meisten Geschäfte sowieso
geschlossen sind. Wie wir in der Rezeption erfahren haben, geht direkt vor dem Platztor eine Buslinie vorbei, aber
wir entschieden uns mit dem PKW in die City zu fahren. Dank Navi-Uschi ist die City und entsprechender Parkraum
schnell gefunden und wir ziehen durch die historische Strassen und Strässchen. Wir wollen nur einen Teil der
historischen Gebäude / Kirchen besuchen, sowie durch die Einkaufsstrasse von Troyes bummeln.
http://www.wocamp.de/photoplog/file.php?n=4633&w=l
Aber für eine kalte Orangina bleibt immer Zeit. Auch hier ist der Übernachtungspreis, ohne 230 Volt, aber inkl. Tax
von € 15,70 gerechtfertigt und nicht zu hoch.


Dank Baguetteservice, ab 8:00 Uhr, kommen wir bei der Abfahrt schnell vom Platz und erreichen via Autobahn A 26, A 34 und A 203 den wahrscheinlich letzte Urlaubsübernachtung:
"Campingplatz Municipal de Sedan" (http://www.sedan.fr/prdt.php?c=4&p=391) ( 49.698675, 4.93878 )
http://www.wocamp.de/photoplog/file.php?n=4631&w=l
nach 205 Kilometern, gegen Mittag und auf Grund der grossen Hitze, wird ein kleines Päuschen mit Nickerchen durchgeführt.
Der Platz liegt an der Meuse, mit angeschlossenen Yachthafen und ist in zwei Wiesengelände
unterteilt. Ein kleines Sanitärgebäude, der auch für den Yachthafen gedacht ist und ein weiteres grösseres stehen zur Verfügung. Es gibt sie tatsächlich noch und es bestätigt sich die Erfahrung über Camping Municipal: einfachste und alte Sanitäranlage.
Aber zum Glück sehr sauber und vor allem Spottbillig der Übernachtungspreis schlägt mit € 8,25 inkl. Tax, aber ohne 230 Volt, alle Rekorde. Evtl. könnte es bei Feierlichkeiten der Stadt etwas lauter werden, da direkt neben dem Campingplatz eine grosse Festwiese o. Ä. gibt.
Nach der Pause ab in die City und, wie wir an Hand des Stadtplanes sehen konnten, den es übrigens bisher auch bei jeder vorherigen Rezeption zur entsprechenden Innenstadt kostenlos gab, hätten wir die Strecke auch gut mit dem Fahrrad evtl. sogar zu Fuss bewältigen können.
Wir wollten aber noch nach dem Citybummeln noch Einkäufe für zu Hause im nächstgelegenen Supermarkt durchführen.
So wurde erst die nicht so dolle Innenstadt mit Burg Sedan, dann die französischen Spezialitäten gestürmt.
Der Einkaufwagen war voll mit 0 % Quark und Joghurt, Salami Rosette, Jambon Cru, Taboulle, Comte ( aber nur jungen),
Orangina, Croissants. Natürlich wurde bei der Gelegenheit gleich der Tank an der günstigen Supermarkt-Tanke gefüllt.
Frischen Knoblauch und Oliven, mit entsprechenden Olivenöl, Kanisterweise in verschiedenen Herstellungsweisen, hatten
wir ja schon am Meer erstanden.
Mit vollem Anhänger ging es am nächsten Morgen gemütlich los, die Autobahn war schnell erreicht und wir machten uns
auf den Weg in Richtung Heimat.
Die belgische Autobahn war diesmal frei und nicht mit Baustellen gespickt, so dass wir gegen Mittag, nach 346 Kilometern
auch zu Hause eintrafen.
Auch war wieder das letzte Stück Autobahn, Aachen bis ins Ruhrgebiet, durch Wochenendverkehr,
Baustellen und Staus recht unangenehm zu fahren. Aber leider gibt es keine Alternative.

Wer interesse an ein paar statistischen Zahlen hat -
FORTSETZUNG in Teil III (http://www.wocamp.de/forum/showthread.php?p=58095#post58095)

Toby
04.07.2010, 14:29
Fortsetzung von Seite II (http://www.wocamp.de/forum/showthread.php?p=58093#post58093)


Ein paar Zahlen für die Statistik:


Dieselpreise: ( Urlaubsbeginn & Süd- / Nordsteigung )
auf der BAB.................................................1,269 bis 1,299
Markentankstelle..........................................1,209 bis 1,269
bei den Supermärkten / Automatentanke.....1,119 bis 1,189
EC-Karte mit Chip reicht beim Tanken an Automatentankstellen ( 24 h / 24 h )


Hinfahrt via LUX / Lyon
1.310 KM - reine Fahrzeit mit Tanken/Pausen: 16 Stunden Verbrauch ca. 9,2 L/100 KM
BAB-Gebühren: € 99,20
Tanken: ca. € 144,30


Rückfahrt via Zentralfrankreich / Belgien
1.440 KM - reine Fahrzeit mit Tanken/Pausen: 20 Stunden Verbrauch ca. 10,5 L/100 KM
BAB-Gebühren: € 14,20
Tanken: ca. € 185,00




Gruß Thomas

weyerwolf
04.07.2010, 21:10
Danke Toby für den schönen Bericht! Bin wieder mitgefahren weil ich die Gegend kenne. Und das mit dem Wind habe ich auf der Rückfahrt auch schon so erlebt, aber einige Kilometer nach links in Richtung A75 ändert sich das aprupt- der Wind wird schwächer und schließlich stellt er sein tun ein.
Das ist mit ein Grund warum ich die A75 bis Clermont-Ferrant vorziehe.
Kostet nichts, schöne Bahn, wenig Verkehr und wunderbare Landschaften.
Blase was auf die 100 km ? mehr.

Viele Grüße weyerwolf

Skutti
05.07.2010, 10:31
Hi Toby,

toller Bericht mit schönen Photos! Vielleicht werd ich irgendwann auch mal eine Ausnahme machen und nach Frankreich fahren anstatt nach Italien ... :schwitzen:

Liebe Grüße,
Christoph

daf43
08.07.2010, 14:41
Hallo Toby,

habe erst heute deinen Bericht gelesen. Toll wie immer, deine Aussagen für mich wichtig, da wir im September auch in diese Richtung wollen.

Dein CP "Crique" liegt zwar toll, aber wir haben lieber Sandstrand.
Und da wir den "le Soleil" nicht mehr mögen, haben wir alternativ entweder den davor liegenden Marende oder die anderen ACSI-Plätze im Ort auf dem Plan.

Den Fußweg von Racou bis Collioure haben wir schon hin- und zurück zu Fuß gemacht, allerdings im Frühsommer ohne große Hitze.

Wegen des Windes im Rhone-Tal war die Strecke über Millau für uns auch schon eine Alternative und die Abfahrt nach Millau auf der RN ist tatsächlich ein optisches Vergnügen.

Gruß von Dieter aus der Pfalz

Gelchen
09.07.2010, 09:04
Hallo Toby.. toller Bericht..:klatschen da möchte man am liebsten gleich in den Wohnwagen hüpfen und auch weg....:D:

Toby
12.07.2010, 09:45
Moin zusammen,
ich hänge einmal für die meisten Ehefrauen
ein sehr wichtiges Info-Blatt an.

Damit man weiss,
wo & wann es die besten Sachen der Region gibt.

Gruss Thomas

daf43
14.07.2010, 09:34
Hallo Thomas,

da Du die "Termine für Markttage" für die Ehefrauen bekannt gemacht hast, habe ich eine Frage: darf ich da auch mit:cry::cry::cry:?

Gruß Dieter

Travelking
14.07.2010, 12:12
Hej Toby,

schöner Bericht :top der Hunger auf mehr macht. Vielleicht sollte man Frankreich ja doch mal wieder auf die "Da will ich noch hin Liste" schreiben.

Toby
14.07.2010, 12:21
Hallo Thomas,
da Du die "Termine für Markttage" für die Ehefrauen bekannt gemacht hast, habe ich eine Frage: darf ich da auch mit ?
Gruß Dieter

Ich musste ja auch immer mit - leider :zwinkern:

Hej Toby,
schöner Bericht der Hunger auf mehr macht. Vielleicht sollte man Frankreich ja doch mal wieder auf die "Da will ich noch hin Liste" schreiben.

Wir können ja tauschen - ihr nach F wir nach YOU ( ist einfacher :D: )

Gruß Thomas

Travelking
14.07.2010, 12:38
Ja Thomas,

Wir können ja tauschen - ihr nach F wir nach YOU ( ist einfacher :D: )

wäre 'ne Möglichkeit. Irgendwie ist Frankreich so gar nicht mein Land. Ich kann nicht mal sagen warum das so ist. Der Urlaub 2006 in der Bretagne hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Na schaun wir mal.

biwo
22.07.2010, 19:45
Toby du machst mir den Wiedereinstieg in das Arbeitsleben nicht gerade leicht. :totlach

Isjoeckel
29.07.2010, 14:08
Hallo Thomas,

danke für den Bericht! Ich habe gleich mal ein Lesezeichen zu dem CP in Nevers gesetzt.

VG Claudia

tourensauser
25.08.2010, 11:36
Hallo Thomas,

vielen Dank für Deinen Bericht, den ich leider erst heute in Ruhe lesen konnte.

Einen Teil bin ich gedanklich mit Dir gefahren, die Gegend um Millau und den Tarn haben wir bis letzte Woche life erlebt. Auch die tolle Serpentinenstraße bei La Malène sind wir witzigerweise gefahren :totlach

(Reisebericht ist in der Mache)

Toby
25.08.2010, 12:23
Auch die tolle Serpentinenstraße bei La Malène sind wir witzigerweise gefahren

Ich hoffe mit dem WoWa :D::zwinkern:

Gruß Thomas

tourensauser
25.08.2010, 12:24
Die fährt man nur einmal mit dem Wowa :totlach:totlach