Charly
11.07.2007, 15:59
Hallo zusammen,
hier ein langer Reisebericht für geduldige Leser:
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Mittwoch, 16. Mai
Endlich geht es los in den hoffentlich sonnigen Süden. Bei der Abfahrt von unserem Dauerstellplatz bei Datteln ist es glücklicherweise trocken, aber ab Hagen beginnt es bei 9 Grad zu regnen. Nach den warmen Tagen im April und Anfang Mai eine wahrhaft sibirische Kälte. Im Laufe des Tages wird es trocken und etwas wärmer. Bei unserer Ankunft auf dem CP Guggemos am Hopfensee ist es sogar angenehm warm. Im Laufe des Abends wird es aber zusehends kühler, und es beginnt zu regnen.
Donnerstag, 17. Mai
Es regnet leider immer noch bei 6 Grad. Eigentlich wollten wir ein paar Tage hierbleiben, aber jetzt heißt es nur noch: Ab in den Süden!
Über den Fernpass klappt die Fahrt gut, aber am Reschenpass ist eine Großbaustelle. Wir werden durch die Schweiz umgeleitet. Zehn Spitzkehren erwarten uns. Da wenig Gegenverkehr herrscht, können wir in den Kehren gut ausholen, und so schrauben wir uns in die Höhe. Klaglos zieht der Touran seine Last. Ein paar Kilometer können wir zügig fahren, dann aber Stau. Langsam schleichen wir gen Süden. Als wir auf der Autobahn Meran – Bozen sind, kommt die Sonne durch, und es wird spürbar wärmer. Im gleichen Maße steigt unsere Laune. Wir erwägen zum Caldonazzo-See bei Trient zu fahren, entscheiden uns dann aber für den Gardasee. Im ACSI - CC-Führer ist ein Platz in Bardolino, der uns gefallen könnte. Unser Navi, „Else“ genannt, führt uns über die Dörfer und beinahe landen wir in einem Feldweg, aus dem es kaum ein Zurück gibt. Da geht es mit Heribert durch: „Schalt das Sch.....-Gerät aus, das verwirrt mich nur!“ Campingplatz gefunden, auch ohne „Else“, aber leider auf Umwegen. Mist, der ACSI-Tarif gilt nur noch für eine Nacht. So schön, wie angenommen ist der Campingplatz auch nicht. Spontan entscheiden wir uns, nach Lazise auf den CP „Spiaggia d‘oro“ zu fahren, den wir kennen. Dort erfreuen wir uns an den geräumigen Stellplätzen und dem herrlichen Wetter. Urlaubsfeeling stellt sich endlich ein. Tagsüber nutzen wir ausgiebig die schöne Badelandschaft, abends bummeln wir durch das hübsche Lazise. Zwischendurch fahren wir ein wenig in der Gegend herum und schauen uns ein paar ACSI Campingplätze an, denn „Spiaggia d‘oro“ ist ziemlich teuer geworden. Die großzügigen Stellplätze und die Nähe zu Lazise haben natürlich ihren Preis.
Sonntag, 20. Mai
Gegen 9.00 Uhr sind wir reisefertig, dann geht es Richtung La Spezia. Über die A22, SS62 und die gut ausgebaute, landschaftlich reizvolle A14 wird es eine angenehme Fahrt. Den CP „River“ in Ameglia finden wir problemlos. Die Zufahrt allerdings ist auf ca. 1,5 km sehr eng. Ein Gespann oder Womo dürfte nicht entgegenkommen. In der Mittagspause kommen wir an und schauen uns schon mal auf dem Platz um. Er macht einen recht guten Eindruck, allerdings sind die Stellplätze recht klein. Wir erwischen aber einen ziemlich geräumigen Eckplatz, mit dem wir sehr zufrieden sind. Der Swimming-Pool des Platzes ist leider noch nicht geöffnet. Morgen soll sich das ändern. Bei über 30 Grad täte eine Erfrischung gut.
Montag, 21. Mai
Heute wollen wir uns erst einmal in der Gegend umschauen. Wir fahren in den Ort Ameglia und erklimmen über unzählige Stufen die Altstadt. In den engen, blumengeschmückten Gäßchen sitzen ältere Männer und Frauen im Schatten. Der Ort strahlt eine wundervolle Ruhe aus. Touristen sind außer uns nicht da. Von hier oben haben wir eine schöne Aussicht auf das Magra-Tal.
Anschließend fahren wir noch Sarzana. Von dort aus wollen wir morgen mit der Bahn in die Cinque Terre fahren. Auf dem Bahnhofsvorplatz kann man kostenlos parken.
Es ist wieder sehr heiß heute, trotzdem wollen wir uns die Stadt noch anschauen. Sarzana wurde schon 963 erwähnt, wurde aber erst im 13. Jahrh. Stadt und Bischofssitz. Von der einstigen Größe des freundlichen Städtchens zeugen die Zitadelle und die gotische Kathedrale. Ein wenig schlendern wir noch durch das Städtchen, das jetzt in der Mittagszeit recht verschlafen wirkt.
Nun freuen wir uns auf ein Bad im Pool. Aber ach, der ist immer noch nicht geöffnet. Wir erfahren, dass es domani aber bestimmt so weit ist.
Dienstag, 22. Mai
Es soll in die Cinque Terre gehen, aber weit kommen wir nicht. Die Hauptstraße ist wegen der Giro d‘ Italia, die hier entlang führt, bis 14 Uhr gesperrt. Was bleibt uns also übrig, als uns an die Straße zu hocken, um den Pedalrittern zuzujubeln. Viele, viele Begleitfahrzeuge mit lauter Musik fahren vorbei, und dann endlich kommen sie, die Rennfahrer, und – wutsch – sind‘se weg. Das war‘s, aber für die Cinque Terre ist es nun zu spät. Dann nehmen wir uns für heute eben Carrara vor.
http://www.wocamp.de/gallery/albums/ftp_upload/Urlaubsimpressionen/user_72_img_1686.jpg
Über weißstaubige Straßen fahren wir in das imposante Gebirge. Immer wieder begegnen uns schwerbeladene LKWs. Bei einer Führung durch einen Stollen erfahren wir, dass die Römer schon um etwa 70 v.Chr. durch Sklaven den wertvollen Kalkstein aus den Bergen herausbrechen ließen und damit handelten. Natürlich wird uns auch die heutige Abbauweise erklärt. Beeindruckt und staubig landen wir wieder auf dem CP und – oh Wunder – wir können endlich den schönen Pool nutzen. Danach genießen wir bei einem Gläschen Wein den lauschigen Sommerabend, der, wie gestern auch schon, gegen 21 Uhr durch ständig über uns kreisende Hubschrauber der nahen Hubschrauberbasis jäh unterbrochen wird. Im Campingführer stand es ja, aber man kann es sich nicht so recht vorstellen. Fast zwei Stunden dauert das Spektakel.
Mittwoch 23. Mai
Wegen der hohen Temperaturen haben wir uns entschlossen, nicht in der Cinque Terre zu wandern, sondern mit dem Schiff zu fahren. Bis La Spezia geht es mit dem Auto. Direkt an der Anlegestelle, zu der uns „Else“ dieses Mal zuverlässig führt, finden wir – oh Wunder – einen Parkplatz für nur 0,25 Euro/Std. Kurz überlegen wir noch, ob wir zurück mit der Bahn fahren. Da die aber häufig durch Tunnel fährt, die bekannterweise eine schlechte Aussicht bieten, entscheiden wir uns für das Schiff. Wie sich herausstellt, eine gute Entscheidung. Durch den Wind auf See ist es auf dem Oberdeck angenehm, und wir haben einen herrlichen Blick auf Porto Venere und die fünf malerischen Orte der Cinque Terre.
http://www.wocamp.de/gallery/albums/ftp_upload/Urlaubsimpressionen/user_72_img_1711.jpg
Riomaggiore und Manarola, die über die „Via dell‘Amore“, den Weg der Liebe, miteinander verbunden sind, Vernazza mit seiner natürlichen Anlegestelle und den trutzigen Türmen, Corniglia, das 100 Meter über dem Meer liegt und Monterosso mit seinem alten Stadtkern und dem feinen Sandstrand bieten jede Menge reizvolle Fotomotive. In Monterosso verlassen wir das Schiff und schauen uns den Ort ein wenig an. Viele Geschäfte und Ristorantes und jede Menge Touristen. Wir wandern ein wenig über den Höhenweg und freuen uns über diesen schönen Tag.
Bei der Rückfahrt haben wir in Porto Venere über eine Stunde Aufenthalt bis unser Anschlußschiff nach La Spezia kommt. Diese willkommene Pause nutzen wir, um auf die Festung zu steigen und genießen das herrliche Panorama. Wir schauen noch in die Kirche S.Pietro, und dann wird es auch schon Zeit, das Schiff wartet nicht.
Auf dem Heimweg sehen wir uns noch ein wenig in Lerici um, das von einer mittelalterlichen Burg beherrscht wird.
Müde von den vielen Eindrücken landen wir wieder auf dem CP, ein erfrischendes Bad im Pool muntert uns auf. Der Abend endet wieder mit dem obligatorischen Hubschrauberkonzert. Egal, morgen geht es weiter.
Donnerstag, 24. Mai
Es geht zum Bracciano-See auf den CP „Porticcioli“. An der Rezeption werden wir von einer freundlichen Dame empfangen, von der wir umfangreiche Informationen über die Umgebung und Rom erhalten. Leider spricht man hier nur englisch und natürlich italienisch. Jetzt müssen meine grauen Zellen zeigen, was sie von meinem Schulenglisch, das vor Jahrzehnten gespeichert wurde, noch behalten haben. Es reicht gerade zur Verständigung, aber vielleicht sollte ich es doch mal auffrischen. Jeden Morgen um 8.55 Uhr fährt der platzeigene Bus zum Bahnhof nach Bracciano. Der klimatisierte Zug fährt in knapp einer Stunde bis Rom. Die Fahrt kostet inkl. aller öffentlichen Verkehrsmittel in Rom gerade mal 6.00 Euro. Ein wahrhaft preiswertes Vernügen.
Morgen werden wir aber erstmal einen Badetag einlegen. Der schöne See und das herrliche Wetter locken.
Am Nachmittag begrüßt uns ein Ehepaar, das gebürtig aus Hagen ist, aber schon lange in Koblenz wohnt. Wir sind uns auf Anhieb sympathisch und beschließen, gemeinsam nach Rom zu fahren.
Samstag, 26. Mai
Rom – wir kommen! Der Himmel zeigt sich heute zwar etwas bedeckt, doch es ist angenehm warm. Unser erstes Ziel ist der Petersdom. Wir sind beeindruckt von der Größe des Doms, in dem ca. 60000 Menschen Platz finden. Die Pietà von Michelangelo, die Statue des hl. Petrus, den Papstaltar, es gibt so vieles zu bewundern. Lange halten wir uns in dieser großartigen Kirche auf.
Nun wollen wir aber noch in die Kuppel steigen. Ein Lift kürzt den Weg bis zur Dachterrasse ab. Wir aber haben den Ehrgeiz die über 500 Stufen per pedes zu bewältigen und werden mit einem herrlichen Panoramablick auf den Vatikan und Rom belohnt.
http://www.wocamp.de/gallery/albums/ftp_upload/Urlaubsimpressionen/user_72_pict0063a.jpg
Die Engelsburg und Engelsbrücke sind unser nächstes Ziel. Die Engelsburg wurde als Mausoleum von Kaiser Hadrian erbaut.
Die zehn Engel auf der Engelsbrücke tragen Symbole, die mit der Passionsgeschichte verbunden sind, u.a. das Kreuz, die Dornenkrone und die Lanze. Am Eingang der Brücke sind die Statuen der Apostel Paulus und Petrus zu sehen.
Was wäre ein Rombesuch ohne auf der Spanischen Treppe gesessen zu haben? Unglaublich, wie viele Menschen die Treppe bevölkern. Wir gesellen uns dazu und lassen uns von der besonderen Atmosphäre hier gefangennehmen.
Sonntag, 27. Mai
Der zweite Tag in Rom führt uns in die Vatikanischen Museen. Da heute der Eintritt frei ist, hat sich eine ca. 500 Meter lange Menschenschlange gebildet, die auf Einlass wartet. Ich gehöre bekanntlich nicht zu den geduldigsten Menschen, trotzdem reihe ich mich brav ein, (Heribert betätigt sich später als Quereinsteiger). Überraschenderweise geht es schneller voran als gedacht.
Auf dem kilometerlangen Rundgang durch die Museen kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wir sind überwältigt! Den Höhepunkt bildet die Sixtinische Kapelle. Die Gemälde der berühmten Maler schmücken die Wände. Michelangelo malte das Deckengemälde. Besonders der Ausschnitt „Die Erschaffung Adams“ ist weltberühmt. Es zeigt, wie Gott Adam zum Leben erweckt.
Stunden haben wir in den Museen verweilt. Nun geht es weiter zum Kolosseum. Ein Bauwerk der Superlative. Es faßte annähernd 50000 Zuschauer. 80 n. Chr. wurde es mit 100-tägigen Spielen eingeweiht. Dabei sollen 5000 Tiere und Hunderte von Gladiatoren getötet worden sein. Unweit des Kolosseums befindet sich der Konstantinsbogen. Er gilt als der größte und besterhaltenste Triumphbogen Roms.
Wir steigen hinauf zum Palatin, einer der sieben Hügel Roms. Von hier haben wir einen schönen Blick über das Forum Romanum. Die Ruinen erinnern an eine der glanzvollsten Epochen der Weltgeschichte.
Es ist schon später Nachmittag, aber das Pantheon und der Trevi-Brunnen stehen noch auf unserem Programm. Flott geht es also weiter, und gerade noch rechtzeitig, eine halbe Stunde ehe es geschlossen wird, erreichen wir das Pantheon und betreten es durch die mächtige Bronzetür. Beeindruckend der gewaltige Kuppelraum, der durch eine 9 Meter weite Öffnung Licht erhält.
Im Laufschritt machen wir uns noch zum Trevi-Brunnen auf. Der 20 m breite und 26 m hohe Brunnen zeigt Oceanus, den Herrscher über das Wasser, mit zwei Rössern. Natürlich werfen wir eine Münze über die linke Schulter ins Brunnenbecken, denn wir möchten ja in diese faszinierende Stadt zurückkehren.
Nun wird es aber Zeit zum Campingplatz zurückzufahren. Mit knapper Not erwischen wir noch unseren Zug. Der Bus zum Campingplatz ist weg, da liegt noch ein Fußmarsch von 2 km vor uns. Aber da wir nette Gesellschaft haben, fällt er uns nicht schwer.
Mittwoch, 30. Mai
In den letzten beiden Tagen meinte es der Wettergott nicht so gut mit uns. Wegen des Regens sind wir nicht mehr nach Rom gefahren. Nun wollen wir weiter nach Paestum, das ca. 100 km südlich von Neapel am Golf von Salerno liegt. Nach einer problemlosen Fahrt kommen wir am Nachmittag bei herrlichem Sonnenschein auf dem CP „Athena“ an. Wir beziehen einen sehr schönen Stellplatz unter einem Oliven- und einem duftendem Eukalyptusbaum. Der Camüingplatz liegt direkt am Meer und gefällt uns recht gut.
Donnerstag, 31. Mai
Die Sonne lacht vom strahlendblauen Himmel, und wir machen uns zu Fuß ins antike Paestum auf. Mit seinen wunderbar erhaltenen Tempelruinen ist es das bedeutendste Monument griechischer Baukunst in Italien. Griechen gründeten im 6. Jahrh. v, Chr, die nach dem Meeresgott benannte Stadt Poseidonia. Von den Römern erobert, wurde sie in Paestum umbenannt.Um 500 n. Chr. versandete und versumpfte die Stadt. Die Bewohner verließen wegen der ungesunden Lebensbedingungen die Stadt. Erst im Jahre 1752 wurde Paestum beim Bau einer Straße zufällig wiederentdeckt.
http://www.wocamp.de/gallery/albums/ftp_upload/Urlaubsimpressionen/user_72_img_1818.jpg
Freitag, 1. Juni
Heute steht ein Museumsbesuch in Paestum an. Es ist mit interessanten Fundstücken aus der Griechen- und Römerzeit ausgestattet. Berühmt ist die Deckelplatte vom „Grab des Tauchers“. Die Darstellung darauf soll vermutlich den Abschied vom irdischen Leben und den Durchgang ins Jenseits symbolisieren.
http://www.wocamp.de/gallery/albums/ftp_upload/Urlaubsimpressionen/user_72_img_1847.jpg
Am Nachmittag scheint die Sonne nur noch milchig, wir baden noch ein wenig im Meer und machen anschließend einen langen Strandspaziergang.
Samstag, 2. Juni
Es ist bewölkt, aber nicht kalt. Wir beschließen nach Pompeji zu fahren. Nach 1 ½ Stunden sind wir am Ziel, fahren aber versehentlich eine Abfahrt zu früh von der Autobahn und müssen uns jetzt durch das enge belebte Pompeji quälen. Weder Autofahrer noch Fußgänger halten sich an irgendwelche Regeln. Wer am mutigsten ist, geht oder fährt einfach los. Irgendwann erreichen wir aber doch unbeschädigt unser Ziel und staunen über die Größe der antiken Stadt Pompeji. Sie hatte zur Zeit des Vesuvausbruchs ca. 20000 Einwohner. Während man durch die Ausgrabungen wandert, stellt man sich mit Schaudern vor, wie schrecklich das Geschehen am 24. August des Jahres 79 n.Chr. war. Gipsplastiken einiger Opfer zeigen eindrucksvoll, wie unerwartet die Bewohner Pompejis von den Lavamassen begraben wurden. Immerhin liegt Pompeji etwa 10 Kilometer vom Vesuv entfernt.
Weiter geht es nach Herkulaneum, das erst zu einem Drittel freigelegt ist. Nach dem Vesuvausbruch versank die Stadt unter meterhohen Schlammmassen.
http://www.wocamp.de/gallery/albums/ftp_upload/Urlaubsimpressionen/user_72_img_1872.jpg
Auf den Vesuv möchte ich auch noch, und so fahren wir noch hinauf. Leider kommen wir 5 Minuten zu spät, um noch auf den Gipfel wandern zu können. Die Kasse hat schon geschlossen. Pech! Die schöne Aussicht auf den Golf von Neapel entschädigt uns, trotzdem hätte ich gerne mal einen Blick in den Krater geworfen.
In den nächsten Tagen ist das Wetter recht wechselhaft. Eigentlich wollen wir noch zur Amalfiküste, aber wegen der schlechten Sicht und unbeständigen Witterung geben wir das Vorhaben auf.
hier ein langer Reisebericht für geduldige Leser:
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Mittwoch, 16. Mai
Endlich geht es los in den hoffentlich sonnigen Süden. Bei der Abfahrt von unserem Dauerstellplatz bei Datteln ist es glücklicherweise trocken, aber ab Hagen beginnt es bei 9 Grad zu regnen. Nach den warmen Tagen im April und Anfang Mai eine wahrhaft sibirische Kälte. Im Laufe des Tages wird es trocken und etwas wärmer. Bei unserer Ankunft auf dem CP Guggemos am Hopfensee ist es sogar angenehm warm. Im Laufe des Abends wird es aber zusehends kühler, und es beginnt zu regnen.
Donnerstag, 17. Mai
Es regnet leider immer noch bei 6 Grad. Eigentlich wollten wir ein paar Tage hierbleiben, aber jetzt heißt es nur noch: Ab in den Süden!
Über den Fernpass klappt die Fahrt gut, aber am Reschenpass ist eine Großbaustelle. Wir werden durch die Schweiz umgeleitet. Zehn Spitzkehren erwarten uns. Da wenig Gegenverkehr herrscht, können wir in den Kehren gut ausholen, und so schrauben wir uns in die Höhe. Klaglos zieht der Touran seine Last. Ein paar Kilometer können wir zügig fahren, dann aber Stau. Langsam schleichen wir gen Süden. Als wir auf der Autobahn Meran – Bozen sind, kommt die Sonne durch, und es wird spürbar wärmer. Im gleichen Maße steigt unsere Laune. Wir erwägen zum Caldonazzo-See bei Trient zu fahren, entscheiden uns dann aber für den Gardasee. Im ACSI - CC-Führer ist ein Platz in Bardolino, der uns gefallen könnte. Unser Navi, „Else“ genannt, führt uns über die Dörfer und beinahe landen wir in einem Feldweg, aus dem es kaum ein Zurück gibt. Da geht es mit Heribert durch: „Schalt das Sch.....-Gerät aus, das verwirrt mich nur!“ Campingplatz gefunden, auch ohne „Else“, aber leider auf Umwegen. Mist, der ACSI-Tarif gilt nur noch für eine Nacht. So schön, wie angenommen ist der Campingplatz auch nicht. Spontan entscheiden wir uns, nach Lazise auf den CP „Spiaggia d‘oro“ zu fahren, den wir kennen. Dort erfreuen wir uns an den geräumigen Stellplätzen und dem herrlichen Wetter. Urlaubsfeeling stellt sich endlich ein. Tagsüber nutzen wir ausgiebig die schöne Badelandschaft, abends bummeln wir durch das hübsche Lazise. Zwischendurch fahren wir ein wenig in der Gegend herum und schauen uns ein paar ACSI Campingplätze an, denn „Spiaggia d‘oro“ ist ziemlich teuer geworden. Die großzügigen Stellplätze und die Nähe zu Lazise haben natürlich ihren Preis.
Sonntag, 20. Mai
Gegen 9.00 Uhr sind wir reisefertig, dann geht es Richtung La Spezia. Über die A22, SS62 und die gut ausgebaute, landschaftlich reizvolle A14 wird es eine angenehme Fahrt. Den CP „River“ in Ameglia finden wir problemlos. Die Zufahrt allerdings ist auf ca. 1,5 km sehr eng. Ein Gespann oder Womo dürfte nicht entgegenkommen. In der Mittagspause kommen wir an und schauen uns schon mal auf dem Platz um. Er macht einen recht guten Eindruck, allerdings sind die Stellplätze recht klein. Wir erwischen aber einen ziemlich geräumigen Eckplatz, mit dem wir sehr zufrieden sind. Der Swimming-Pool des Platzes ist leider noch nicht geöffnet. Morgen soll sich das ändern. Bei über 30 Grad täte eine Erfrischung gut.
Montag, 21. Mai
Heute wollen wir uns erst einmal in der Gegend umschauen. Wir fahren in den Ort Ameglia und erklimmen über unzählige Stufen die Altstadt. In den engen, blumengeschmückten Gäßchen sitzen ältere Männer und Frauen im Schatten. Der Ort strahlt eine wundervolle Ruhe aus. Touristen sind außer uns nicht da. Von hier oben haben wir eine schöne Aussicht auf das Magra-Tal.
Anschließend fahren wir noch Sarzana. Von dort aus wollen wir morgen mit der Bahn in die Cinque Terre fahren. Auf dem Bahnhofsvorplatz kann man kostenlos parken.
Es ist wieder sehr heiß heute, trotzdem wollen wir uns die Stadt noch anschauen. Sarzana wurde schon 963 erwähnt, wurde aber erst im 13. Jahrh. Stadt und Bischofssitz. Von der einstigen Größe des freundlichen Städtchens zeugen die Zitadelle und die gotische Kathedrale. Ein wenig schlendern wir noch durch das Städtchen, das jetzt in der Mittagszeit recht verschlafen wirkt.
Nun freuen wir uns auf ein Bad im Pool. Aber ach, der ist immer noch nicht geöffnet. Wir erfahren, dass es domani aber bestimmt so weit ist.
Dienstag, 22. Mai
Es soll in die Cinque Terre gehen, aber weit kommen wir nicht. Die Hauptstraße ist wegen der Giro d‘ Italia, die hier entlang führt, bis 14 Uhr gesperrt. Was bleibt uns also übrig, als uns an die Straße zu hocken, um den Pedalrittern zuzujubeln. Viele, viele Begleitfahrzeuge mit lauter Musik fahren vorbei, und dann endlich kommen sie, die Rennfahrer, und – wutsch – sind‘se weg. Das war‘s, aber für die Cinque Terre ist es nun zu spät. Dann nehmen wir uns für heute eben Carrara vor.
http://www.wocamp.de/gallery/albums/ftp_upload/Urlaubsimpressionen/user_72_img_1686.jpg
Über weißstaubige Straßen fahren wir in das imposante Gebirge. Immer wieder begegnen uns schwerbeladene LKWs. Bei einer Führung durch einen Stollen erfahren wir, dass die Römer schon um etwa 70 v.Chr. durch Sklaven den wertvollen Kalkstein aus den Bergen herausbrechen ließen und damit handelten. Natürlich wird uns auch die heutige Abbauweise erklärt. Beeindruckt und staubig landen wir wieder auf dem CP und – oh Wunder – wir können endlich den schönen Pool nutzen. Danach genießen wir bei einem Gläschen Wein den lauschigen Sommerabend, der, wie gestern auch schon, gegen 21 Uhr durch ständig über uns kreisende Hubschrauber der nahen Hubschrauberbasis jäh unterbrochen wird. Im Campingführer stand es ja, aber man kann es sich nicht so recht vorstellen. Fast zwei Stunden dauert das Spektakel.
Mittwoch 23. Mai
Wegen der hohen Temperaturen haben wir uns entschlossen, nicht in der Cinque Terre zu wandern, sondern mit dem Schiff zu fahren. Bis La Spezia geht es mit dem Auto. Direkt an der Anlegestelle, zu der uns „Else“ dieses Mal zuverlässig führt, finden wir – oh Wunder – einen Parkplatz für nur 0,25 Euro/Std. Kurz überlegen wir noch, ob wir zurück mit der Bahn fahren. Da die aber häufig durch Tunnel fährt, die bekannterweise eine schlechte Aussicht bieten, entscheiden wir uns für das Schiff. Wie sich herausstellt, eine gute Entscheidung. Durch den Wind auf See ist es auf dem Oberdeck angenehm, und wir haben einen herrlichen Blick auf Porto Venere und die fünf malerischen Orte der Cinque Terre.
http://www.wocamp.de/gallery/albums/ftp_upload/Urlaubsimpressionen/user_72_img_1711.jpg
Riomaggiore und Manarola, die über die „Via dell‘Amore“, den Weg der Liebe, miteinander verbunden sind, Vernazza mit seiner natürlichen Anlegestelle und den trutzigen Türmen, Corniglia, das 100 Meter über dem Meer liegt und Monterosso mit seinem alten Stadtkern und dem feinen Sandstrand bieten jede Menge reizvolle Fotomotive. In Monterosso verlassen wir das Schiff und schauen uns den Ort ein wenig an. Viele Geschäfte und Ristorantes und jede Menge Touristen. Wir wandern ein wenig über den Höhenweg und freuen uns über diesen schönen Tag.
Bei der Rückfahrt haben wir in Porto Venere über eine Stunde Aufenthalt bis unser Anschlußschiff nach La Spezia kommt. Diese willkommene Pause nutzen wir, um auf die Festung zu steigen und genießen das herrliche Panorama. Wir schauen noch in die Kirche S.Pietro, und dann wird es auch schon Zeit, das Schiff wartet nicht.
Auf dem Heimweg sehen wir uns noch ein wenig in Lerici um, das von einer mittelalterlichen Burg beherrscht wird.
Müde von den vielen Eindrücken landen wir wieder auf dem CP, ein erfrischendes Bad im Pool muntert uns auf. Der Abend endet wieder mit dem obligatorischen Hubschrauberkonzert. Egal, morgen geht es weiter.
Donnerstag, 24. Mai
Es geht zum Bracciano-See auf den CP „Porticcioli“. An der Rezeption werden wir von einer freundlichen Dame empfangen, von der wir umfangreiche Informationen über die Umgebung und Rom erhalten. Leider spricht man hier nur englisch und natürlich italienisch. Jetzt müssen meine grauen Zellen zeigen, was sie von meinem Schulenglisch, das vor Jahrzehnten gespeichert wurde, noch behalten haben. Es reicht gerade zur Verständigung, aber vielleicht sollte ich es doch mal auffrischen. Jeden Morgen um 8.55 Uhr fährt der platzeigene Bus zum Bahnhof nach Bracciano. Der klimatisierte Zug fährt in knapp einer Stunde bis Rom. Die Fahrt kostet inkl. aller öffentlichen Verkehrsmittel in Rom gerade mal 6.00 Euro. Ein wahrhaft preiswertes Vernügen.
Morgen werden wir aber erstmal einen Badetag einlegen. Der schöne See und das herrliche Wetter locken.
Am Nachmittag begrüßt uns ein Ehepaar, das gebürtig aus Hagen ist, aber schon lange in Koblenz wohnt. Wir sind uns auf Anhieb sympathisch und beschließen, gemeinsam nach Rom zu fahren.
Samstag, 26. Mai
Rom – wir kommen! Der Himmel zeigt sich heute zwar etwas bedeckt, doch es ist angenehm warm. Unser erstes Ziel ist der Petersdom. Wir sind beeindruckt von der Größe des Doms, in dem ca. 60000 Menschen Platz finden. Die Pietà von Michelangelo, die Statue des hl. Petrus, den Papstaltar, es gibt so vieles zu bewundern. Lange halten wir uns in dieser großartigen Kirche auf.
Nun wollen wir aber noch in die Kuppel steigen. Ein Lift kürzt den Weg bis zur Dachterrasse ab. Wir aber haben den Ehrgeiz die über 500 Stufen per pedes zu bewältigen und werden mit einem herrlichen Panoramablick auf den Vatikan und Rom belohnt.
http://www.wocamp.de/gallery/albums/ftp_upload/Urlaubsimpressionen/user_72_pict0063a.jpg
Die Engelsburg und Engelsbrücke sind unser nächstes Ziel. Die Engelsburg wurde als Mausoleum von Kaiser Hadrian erbaut.
Die zehn Engel auf der Engelsbrücke tragen Symbole, die mit der Passionsgeschichte verbunden sind, u.a. das Kreuz, die Dornenkrone und die Lanze. Am Eingang der Brücke sind die Statuen der Apostel Paulus und Petrus zu sehen.
Was wäre ein Rombesuch ohne auf der Spanischen Treppe gesessen zu haben? Unglaublich, wie viele Menschen die Treppe bevölkern. Wir gesellen uns dazu und lassen uns von der besonderen Atmosphäre hier gefangennehmen.
Sonntag, 27. Mai
Der zweite Tag in Rom führt uns in die Vatikanischen Museen. Da heute der Eintritt frei ist, hat sich eine ca. 500 Meter lange Menschenschlange gebildet, die auf Einlass wartet. Ich gehöre bekanntlich nicht zu den geduldigsten Menschen, trotzdem reihe ich mich brav ein, (Heribert betätigt sich später als Quereinsteiger). Überraschenderweise geht es schneller voran als gedacht.
Auf dem kilometerlangen Rundgang durch die Museen kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wir sind überwältigt! Den Höhepunkt bildet die Sixtinische Kapelle. Die Gemälde der berühmten Maler schmücken die Wände. Michelangelo malte das Deckengemälde. Besonders der Ausschnitt „Die Erschaffung Adams“ ist weltberühmt. Es zeigt, wie Gott Adam zum Leben erweckt.
Stunden haben wir in den Museen verweilt. Nun geht es weiter zum Kolosseum. Ein Bauwerk der Superlative. Es faßte annähernd 50000 Zuschauer. 80 n. Chr. wurde es mit 100-tägigen Spielen eingeweiht. Dabei sollen 5000 Tiere und Hunderte von Gladiatoren getötet worden sein. Unweit des Kolosseums befindet sich der Konstantinsbogen. Er gilt als der größte und besterhaltenste Triumphbogen Roms.
Wir steigen hinauf zum Palatin, einer der sieben Hügel Roms. Von hier haben wir einen schönen Blick über das Forum Romanum. Die Ruinen erinnern an eine der glanzvollsten Epochen der Weltgeschichte.
Es ist schon später Nachmittag, aber das Pantheon und der Trevi-Brunnen stehen noch auf unserem Programm. Flott geht es also weiter, und gerade noch rechtzeitig, eine halbe Stunde ehe es geschlossen wird, erreichen wir das Pantheon und betreten es durch die mächtige Bronzetür. Beeindruckend der gewaltige Kuppelraum, der durch eine 9 Meter weite Öffnung Licht erhält.
Im Laufschritt machen wir uns noch zum Trevi-Brunnen auf. Der 20 m breite und 26 m hohe Brunnen zeigt Oceanus, den Herrscher über das Wasser, mit zwei Rössern. Natürlich werfen wir eine Münze über die linke Schulter ins Brunnenbecken, denn wir möchten ja in diese faszinierende Stadt zurückkehren.
Nun wird es aber Zeit zum Campingplatz zurückzufahren. Mit knapper Not erwischen wir noch unseren Zug. Der Bus zum Campingplatz ist weg, da liegt noch ein Fußmarsch von 2 km vor uns. Aber da wir nette Gesellschaft haben, fällt er uns nicht schwer.
Mittwoch, 30. Mai
In den letzten beiden Tagen meinte es der Wettergott nicht so gut mit uns. Wegen des Regens sind wir nicht mehr nach Rom gefahren. Nun wollen wir weiter nach Paestum, das ca. 100 km südlich von Neapel am Golf von Salerno liegt. Nach einer problemlosen Fahrt kommen wir am Nachmittag bei herrlichem Sonnenschein auf dem CP „Athena“ an. Wir beziehen einen sehr schönen Stellplatz unter einem Oliven- und einem duftendem Eukalyptusbaum. Der Camüingplatz liegt direkt am Meer und gefällt uns recht gut.
Donnerstag, 31. Mai
Die Sonne lacht vom strahlendblauen Himmel, und wir machen uns zu Fuß ins antike Paestum auf. Mit seinen wunderbar erhaltenen Tempelruinen ist es das bedeutendste Monument griechischer Baukunst in Italien. Griechen gründeten im 6. Jahrh. v, Chr, die nach dem Meeresgott benannte Stadt Poseidonia. Von den Römern erobert, wurde sie in Paestum umbenannt.Um 500 n. Chr. versandete und versumpfte die Stadt. Die Bewohner verließen wegen der ungesunden Lebensbedingungen die Stadt. Erst im Jahre 1752 wurde Paestum beim Bau einer Straße zufällig wiederentdeckt.
http://www.wocamp.de/gallery/albums/ftp_upload/Urlaubsimpressionen/user_72_img_1818.jpg
Freitag, 1. Juni
Heute steht ein Museumsbesuch in Paestum an. Es ist mit interessanten Fundstücken aus der Griechen- und Römerzeit ausgestattet. Berühmt ist die Deckelplatte vom „Grab des Tauchers“. Die Darstellung darauf soll vermutlich den Abschied vom irdischen Leben und den Durchgang ins Jenseits symbolisieren.
http://www.wocamp.de/gallery/albums/ftp_upload/Urlaubsimpressionen/user_72_img_1847.jpg
Am Nachmittag scheint die Sonne nur noch milchig, wir baden noch ein wenig im Meer und machen anschließend einen langen Strandspaziergang.
Samstag, 2. Juni
Es ist bewölkt, aber nicht kalt. Wir beschließen nach Pompeji zu fahren. Nach 1 ½ Stunden sind wir am Ziel, fahren aber versehentlich eine Abfahrt zu früh von der Autobahn und müssen uns jetzt durch das enge belebte Pompeji quälen. Weder Autofahrer noch Fußgänger halten sich an irgendwelche Regeln. Wer am mutigsten ist, geht oder fährt einfach los. Irgendwann erreichen wir aber doch unbeschädigt unser Ziel und staunen über die Größe der antiken Stadt Pompeji. Sie hatte zur Zeit des Vesuvausbruchs ca. 20000 Einwohner. Während man durch die Ausgrabungen wandert, stellt man sich mit Schaudern vor, wie schrecklich das Geschehen am 24. August des Jahres 79 n.Chr. war. Gipsplastiken einiger Opfer zeigen eindrucksvoll, wie unerwartet die Bewohner Pompejis von den Lavamassen begraben wurden. Immerhin liegt Pompeji etwa 10 Kilometer vom Vesuv entfernt.
Weiter geht es nach Herkulaneum, das erst zu einem Drittel freigelegt ist. Nach dem Vesuvausbruch versank die Stadt unter meterhohen Schlammmassen.
http://www.wocamp.de/gallery/albums/ftp_upload/Urlaubsimpressionen/user_72_img_1872.jpg
Auf den Vesuv möchte ich auch noch, und so fahren wir noch hinauf. Leider kommen wir 5 Minuten zu spät, um noch auf den Gipfel wandern zu können. Die Kasse hat schon geschlossen. Pech! Die schöne Aussicht auf den Golf von Neapel entschädigt uns, trotzdem hätte ich gerne mal einen Blick in den Krater geworfen.
In den nächsten Tagen ist das Wetter recht wechselhaft. Eigentlich wollen wir noch zur Amalfiküste, aber wegen der schlechten Sicht und unbeständigen Witterung geben wir das Vorhaben auf.