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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erfahrung mit Wechselrichter gesucht


solexpeter
27.12.2011, 08:23
Hallo Campingfreunde,

der eine oder andere benutzt eventuell einen Wechselrichter im Womo oder Wohnwagen und kann mir ein paar Tipps geben.

Für die Notstromversorgung meiner ÖL-Heizung im Einfamilienhaus und für den Fernseher, Receiver und eine Stehlampe habe ich seit 1991 einen Stromerzeuger mit 2000 Watt Dauerleistung und B&S Benzinmotor verwendet.
Durch unbemerkten Ölverlust und Starten des Motors ohne vorherige Ölkontrolle hat der Motor "gefressen". Nach Demontage zeigten sich "Fressspuren" im Bereich Pleuelfuß / Kurbelwelle und Kolben / Zylinder.

Da die benötigten Ersatzteile, zumindest Kurbelwell und Pleuel, um die 150 € kosten, habe ich die geschädigten Teile mit 1000er Wasserschleißpapier versucht zu glätten und alles wieder montiert.

Der Motor läuft zwar nach der Montage wieder, aber ich erhoffe mir keine längerfristige Funktion. Über kurz oder lang wird der Motor es wohl nicht mehr tun oder zumindest nur mit starken Geräuschen und später ganz ausfallen.

Deshalb denke ich über den Einsatz eines Wechslrichters mit einer Leistung um die 1500 Watt nach.

Ich hatte an so ein Gerät gedacht



HQ Wechselrichter (1700W, 12V-230V)

Wandler für die 12V Batterie im Auto oder Boot.
Dieser sogenannte Wechselrichter wandelt 12V Gleichspannung in 230V Wechselspannung um.
Der Wandler ist mit einer sehr hohen Spitzenleistung ausgestattet und hat die E-Zeichen Zulassung, die seit Oktober 2002 Pflicht ist.
Mit diesem Wandler können 230V Geräte fast überall betrieben werden.
http://www.amazon.de/HQ-HQ-INV1700-12-Wechselrichter-12V-230V/dp/B001LS8EAI/ref=wl_it_dp_o_npd?ie=UTF8&coliid=I1R7BCXV7V1E4X&colid=2D9TPOO6N40M2

Nun hätte ich gern ein paar Meinungen über solche Art von Wechselrichtern.

Insbesondere geht es mir um den Stromverbrauch der 12 Volt Batterie. Ich dachte eine Batterie um die 80 bis 100 Ah zu verwenden und diese mit einem Erhaltungsladegerät ständig verfügbar zu halten.

Wie lange wird die Batterie reichen wenn der Wechselichter mit ca. 1000 Watt in Betrieb ist ?

Kann der Wechselrichter zur Not an die PKW Batterie im Diesel Auto angeschlossen werden und der PKW im Leerlauf laufen ?

Die Notstromversorgung war bisher einmal um die 8 Stunden und öfter für 1 bis 2 Stunden notwendig.

Gruß Peter

AÇIKGÜN
27.12.2011, 08:37
1000 Watt : 12 V = 83 A
Bei 80% Gesamtwirkungsgrad 104 A.

Akku mit 100 Ah (wenn er sie wirklich hat) max. 1 h.

solexpeter
27.12.2011, 09:44
Hallo und Danke für die schnelle Antwort......

Die Heizunganlage inc. Brennerlüfter, Umwälz- und Zirkulationspumpe werden wohl so um die 300 Watt brauchen, dazu Fernseher 140 Watt und Receiver um die 60 Watt plus eine Energieparleuchte mit 20 Watt.

Wären dann um die 500 Watt : 12 Volt = 41,7 Ah

Dann könnte ich mit einer 100 Ah Batterie knapp 2 Stunden auskommen...


Na ja, werde erstmal den genauen Energiebedarf ermitteln und dann weitersehen.

Hat jemand das genannte oder ein vergleichbares Wechselrichtergerät im Einsatz ?

Gruß Peter

Wimet
27.12.2011, 10:25
Hallo Peter,

das mit dem Wechselrichter will ich Dir nicht ausreden, aber ein neues Notstromaggregat bekommst Du ab rund 200,-€ :zwinkern:

Langschläfer
27.12.2011, 10:34
H
Für die Notstromversorgung meiner ÖL-Heizung...
Wäre da nicht der Betrieb eines Diesel-Stromaggregats sinnvoller?

Dem Stromerzeuger mit seinem Einfachst-Motor ohne Turboaufladung dürfte egal sein, ob er nun mit Diesel oder Heizöl gefüttert wird (trotzdem Hesteller fragen!) und liefert Strom, bis der Ölvorrat zu Ende ist.

Die Batterie für den Wechselrichter so denn nicht nachgeladen z.B. per Solar ist, wie beschrieben, ruckzuck leer...

Vivaldi
27.12.2011, 10:38
Dann könnte ich mit einer 100 Ah Batterie knapp 2 Stunden auskommen...



Moin,

das sind absolut die theoretischen Werte, die wirst Du in der Praxis nie erreichen....

Selbst der verlinkte ( sorry für den Ausdruck...) "Primitivwechselrichter" wird lange vorher wegen Unterspannungsversorgung von der Batterie abschalten....

Bist Du Dir sicher, das z.B. Deine Heizungssgteuerung überhaupt mit dem nicht "Sinusstrom" fehlerfrei funktioniert.....das sind doch oft ziemlich empfindliche Bauteile, die einen echten Sinusstrom benötigen....

Wenn das allerdings zuvor mit einem ungeregelten Baumarktgenerator auch ohne Folgeschäden funktioniert hat....kann es schon klappen

solexpeter
27.12.2011, 10:56
Hallo,

um die günstigste Variante herauszufinden war ja meine Anfrage und ich freue mich über die unterschiedlichen Meinungen.

Wenn das allerdings zuvor mit einem ungeregelten Baumarktgenerator auch ohne Folgeschäden funktioniert hat

ein neues Notstromaggregat bekommst Du ab rund 200,-€ :zwinkern:

Bisher hatte ich einen asynchron Stromerzeuger im Einsatz.....Neupreis war 1991 um die 1500 DM.

Die Stromerzeuger im Baumarkt für ab 200 € sind meist Synchronerzeuger und oft werden nur ganz einfache Motore verwendet...
Zitat:
"Beim Verkauf der Stromerzeuger haben Baumärkte scheinbar oft mit konkurrenzlosen Preisen und unglaublichen Leistungsangaben uneinholbar die Nase vorn. Aber auch hier gilt das Hase-Igel-Prinzip: Nicht der Schnellste gewinnt letztlich, sondern der, der bereit ist, für Qualität einen vernünftigen Preis zu bezahlen, damit sich die Investition langfristig rentiert.
Oft werden dem Billig-Stromerzeuger einfache Rasenmähermotoren aufgebaut: Die sind aber aufgrund ihrer Bauweise gar nicht für lange Laufzeiten ausgelegt. Nur wenige Wochen Dauerlauf und diese Motoren pfeifen auf ihrem meist einzigen Zylinder im wahrsten Sinne des Wortes aus dem letzten Loch. Dazu kommt ein höherer Verschleiß, weil die Übergänge zu den Generatorteilen nicht entsprechend einer langen Lebensdauer gelagert wurden.

Und hier:
Zitat:
Sehr empfindliche Verbraucher reagieren auf größere Frequenz- und Spannungsschwankungen mit Schäden oder sogar totalem Ausfall: Besonders trifft das auf Geräte mit viel Elektronik, also etwa Computer, zu. Das öffentliche Stromnetz weist hier Schwankungen von +5 Prozent bis -1o Prozent auf, bei einfachen Stromerzeugern kann der Wert bis auf +25 Prozent klettern. Einfache elektrische Geräte nehmen diese große Schwankungsbreite klaglos hin, die erwähnten Computer aber nicht.
Bis vor einigen Jahren kamen für den Betrieb solcher Geräte, die 'feinen Strom' benötigen, nur die bürstenlosen Asynchron-Stromerzeuger in Frage: Sie können aber - wie oben ebenfalls schon erwähnt - keine höheren Anlaufströme überbrücken. Durch technischen Fortschritt sind aber gerade in den letzten Jahren viele Stromgeneratoren auf den Markt gekommen, die in einem minimalen Schwankungsbereich von um die +2,5 Prozent arbeiten, und auch induktive Verbraucher zum Laufen bringen. Ihr Strom ist tatsächlich feiner als der aus dem öffentlichen Netz. Durch eine elektronische Regelung wird aus Gleichstrom Wechselstrom gemacht: der Motor dreht nur noch so hoch, wie Leistung angefordert wird und das bei halbem Gewicht und halben Abmessungen gegenüber herkömmlichen Geräten.

Deshalb der Gedanke zu einem Wechselrichter. Die Asynchron Stromerzeuger sind ab etwa 400 € im Internet zu bekommen.

Aber eventuell überlege ich mir ja doch für den Motor meines defekten asynchron Stromerzeuger eine neue Kurbelwelle und Pleuel zu kaufen......
die Demontage und Montage mit Neuteilen bekomme ich sicher hin, hat ja schon einmal funktioniert und der Generator läuft sicherlich noch ein paar Jahre.

Gruß Peter

Wimet
27.12.2011, 14:10
Hallo Peter,

wer hohe Ansprüche hat muß eindeutig mehr zahlen :zwinkern:

Wenn bei mir der Strom ausfällt hat die Heizung absoluten Vorrang, dann noch eine Pumpe zur Kellerentwässerung und Licht.
Und das schafft auch ein Billigaggregat ohne Probleme.
Dinge wie Computer etc. haben bei mir in solchen Situationen keine Priorität.

Ich hatte in der Firma nur Synchron- Billiggeräte zum Einsatz auf Baustellen, hauptsächlich für Bohrmaschinen, Winkelschleifer etc.
Da ist weder ein Aggregat noch ein Arbeitsgerät kaputt gegangen und die Aggregate kamen schon auf etliche Einsatzstunden im Jahr.


Wenn Du aber unbedingt Asynchron brauchst, dann würde ich so ein Gerät kaufen.
Wechselrichter und Batterie kosten auch und Du bist bei einem Stromaggregat von der Kapazität her auf der sicheren Seite.

solexpeter
29.12.2011, 18:24
Hallo,

also der Wechselrichter wird für meinen Bedarf ausfallen......danke für Eure Meinungen....

Nun soll es demnäst ein Stromerzeuger werden, aber nicht irgendein Baumarktgerät sondern ein Inverter.

Ich hatte an die Größenodnung 2000 bis 3000 Watt gedacht.

Werde aber dazu einen neuen Beitrag erstellen.

Gruß Peter